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12.01.2012
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"Curiosity"

Nasa korrigiert Kurs von Marssonde

"Curiosity" auf dem Weg zum Mars (künstlerische Darstellung): Acht Triebwerke gezündet
AP/ NASA/ JPL

"Curiosity" auf dem Weg zum Mars (künstlerische Darstellung): Acht Triebwerke gezündet

Die Mission kostet zweieinhalb Milliarden Dollar, da will man nicht falsch einparken. Nasa-Ingenieure haben die Flugbahn der Mars-Sonde "Curiosity" korrigiert. Die zielte bisher nämlich am Roten Planeten vorbei - mit Absicht.

Los Angeles - Im August soll der Nasa-Roboter "Curiosity" auf dem Mars ankommen. Damit das klappt, hat die US-Raumfahrtbehörde jetzt den Kurs der Sonde korrigiert. "Wir haben einen großen Schritt in Richtung Mars gemacht", lobte Brian Portock vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa im kalifornischen Pasadena. Die Daten des Raumfahrzeugs zeigten, dass das Manöver wie vorgesehen geklappt habe.

Die Nasa-Ingenieure hatten zunächst zwei der acht Triebwerke für jeweils 19 Minuten gezündet. Anschließend wurden alle Düsen für jeweils fünf Sekunden angeworfen - insgesamt 200 Mal während einer Zeitspanne von zwei Stunden. All das passierte mit Hilfe von Steuerkommandos ohne direkte menschliche Eingriffe. Durch das ausgefeilte Manöver sei die Geschwindigkeit von "Curiosity" um etwa 5,5 Meter pro Sekunde angehoben worden, erklärte die Nasa. Außerdem habe man die Reiseroute leicht geändert. So komme die Sonde etwa 14 Stunden früher am Mars an.

Die Kurskorrektur war ein übliches Manöver - es war nötig, damit die Sonde den Planeten auch tatsächlich wie geplant trifft. Der bisherige Kurs hatte absichtlich ein Stück weit vorbei gezeigt. So wollte die Nasa verhindern, dass Teile der Transportverkleidung von "Curiosity" auf den Mars stürzen. Dort könnten sie die Oberfläche mit Mikroorganismen von der Erde verunreinigen.

Eine weitere Anpassung der Flugbahn ist für Ende März geplant. Und auch später können die Nasa-Experten bei Bedarf noch kurz nachlegen. Nur so liege der Gale-Karter an der passenden Stelle, sagte der Chefnavigator der Mission, Tomas Martin-Mur.

"Curiosity" soll sich in dem Krater auf dem Mars nach möglichen Spuren von früherem Leben umsehen. Die Landung auf dem Roten Planeten wird eine besonders große Herausforderung. Die Sonde ist zu schwer für Fallschirme oder Airbag-Lösungen, wie sie in der Vergangenheit zum Einsatz kamen. Sie soll deswegen mit Hilfe einer raketenbetriebenen Plattform abgebremst werden.

Die Sonde arbeitet allerdings bereits auf dem Weg zu ihrem Ziel erste Forschungsaufgaben ab. Ein Detektor fahndet nach hochenergetischen Teilchen, die Astronauten auf zukünftigen Missionen gefährlich werden könnten.

chs

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insgesamt 9 Beiträge
1. Da verstehe ich einiges nicht
nordmatiker 12.01.2012
Und der neue Kurs zeigt jetzt nicht mehr am Mars vorbei und jetzt können Teile der Transportverkleidung von "Curiosity" auf den Mars stürzen. Das ergibt für mich keinen Sinn. ---Zitat--- Nur so komme liege der [...]
Zitat von sysopDer bisherige Kurs hatte absichtlich ein Stück weit vorbei gezeigt. So wollte die Nasa verhindern, dass Teile der Transportverkleidung von "Curiosity" auf den Mars stürzen. Dort könnten sie die Oberfläche mit Mikroorganismen von der Erde verunreinigen.
Und der neue Kurs zeigt jetzt nicht mehr am Mars vorbei und jetzt können Teile der Transportverkleidung von "Curiosity" auf den Mars stürzen. Das ergibt für mich keinen Sinn. ---Zitat--- Nur so komme liege der Gale-Karter an der passenden Stelle, sagte der Chefnavigator der Mission, Tomas Martin-Mur. ---Zitatende--- Diesen Satz verstehe ich weder grammatikalisch noch inhaltlich. "Karter" ist wohl "Krater". Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Position des Kraters auf dem Mars durch das Kursmanöver verändern kann.
2. Transportverkleidung
jaybee 12.01.2012
Die Verkleidung wird auf dem noch "falschen" Kurs abgesprengt und macht natürlich nicht die folgende Kurskorrektur mit. Die Brocken fliegen somit am Mars vorbei, die eigentliche Sonde nicht. j.
Zitat von nordmatikerUnd der neue Kurs zeigt jetzt nicht mehr am Mars vorbei und jetzt können Teile der Transportverkleidung von "Curiosity" auf den Mars stürzen. Das ergibt für mich keinen Sinn.
Die Verkleidung wird auf dem noch "falschen" Kurs abgesprengt und macht natürlich nicht die folgende Kurskorrektur mit. Die Brocken fliegen somit am Mars vorbei, die eigentliche Sonde nicht. j.
3. .
beobachter999 12.01.2012
Sie kommen mir vor wie der Geschichtslehrer meiner Tochter. Kleinlich bis zum geht nicht mehr, immer knapp am Inhalt vorbei.
Zitat von nordmatikerUnd der neue Kurs zeigt jetzt nicht mehr am Mars vorbei und jetzt können Teile der Transportverkleidung von "Curiosity" auf den Mars stürzen. Das ergibt für mich keinen Sinn. Diesen Satz verstehe ich weder grammatikalisch noch inhaltlich. "Karter" ist wohl "Krater". Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Position des Kraters auf dem Mars durch das Kursmanöver verändern kann.
Sie kommen mir vor wie der Geschichtslehrer meiner Tochter. Kleinlich bis zum geht nicht mehr, immer knapp am Inhalt vorbei.
4. D.h.
nordmatiker 12.01.2012
die Transportverkleidung wurde also bereits abgesprengt? Würde ja sonst keinen Sinn ergeben, oder? Hätte man ruhig erwähnen können.
Zitat von jaybeeDie Verkleidung wird auf dem noch "falschen" Kurs abgesprengt und macht natürlich nicht die folgende Kurskorrektur mit. Die Brocken fliegen somit am Mars vorbei, die eigentliche Sonde nicht. j.
die Transportverkleidung wurde also bereits abgesprengt? Würde ja sonst keinen Sinn ergeben, oder? Hätte man ruhig erwähnen können.
5. Sowas wird oft gemacht
jaybee 12.01.2012
Anders ergäbe das ja keinen Sinn. Verkleidungen werden so früh wie möglich entfernt, da sie im Vakuum keinen Zweck erfüllen und nur zusätzliches Gewicht bedeuten. Außerdem hat man schon immer drauf geachtet, daß solche [...]
Zitat von nordmatikerdie Transportverkleidung wurde also bereits abgesprengt? Würde ja sonst keinen Sinn ergeben, oder? Hätte man ruhig erwähnen können.
Anders ergäbe das ja keinen Sinn. Verkleidungen werden so früh wie möglich entfernt, da sie im Vakuum keinen Zweck erfüllen und nur zusätzliches Gewicht bedeuten. Außerdem hat man schon immer drauf geachtet, daß solche abgeworfenen Dinge später nicht im Weg sind. Bei den Mondmisionen wurde z.B. nach dem Abtrennen der dritten Stufe das verbliebene Gas darin abgeblasen um diese von der Kapsel wegzubekommen. j.

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