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24.06.2012
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Premiere im All

Andockmanöver am "Himmelspalast"

Manöver im All: Andockmanöver am "Himmelspalast"
Fotos
AP/Beijing Aerospace Control Center via Xinhua

Erstmals hat ein chinesisches Raumschiff nun auch manuell an eine Raumstation angedockt. Das Manöver der "Shenzhou 9" am sogenannten Himmelspalast gilt als wichtiger Schritt für das bemannte chinesische Weltraumprogramm.

Peking - Weltraumpremiere rund 340 Kilometer über der Erde: Zum ersten Mal in der Geschichte der chinesischen Raumfahrt hat die Besatzung eines Raumschiffes ein manuelles Dockmanöver vollzogen. Bordingenieur Liu Wang koppelte das Raumschiff "Shenzhou 9" ("Magisches Schiff 9") kurz vor 7 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erfolgreich am Orbitallabor "Tiangong 1" (auf Deutsch: "Himmlischer Palast") an, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

Das Manöver gilt als wichtiger Schritt für das chinesische Raumfahrtprogramm. Damit beherrsche China die Rendezvous- und Dockingtechnologien und verfüge somit über die Grundvoraussetzungen für den Bau einer eigenen Raumstation, hieß es.

Zuvor hatte das Raumschiff mit drei Taikonauten an Bord von "Tiangong 1" abgelegt, an das es am Montag automatisch angedockt worden war. In vier Etappen über 5000, 400, 140 und 30 Meter näherte sich "Shenzhou 9" erneut dem Labor. Im Abstand von 140 Metern übernahm Liu die manuelle Kontrolle und führte die beiden Raumflugkörper bei einer Geschwindigkeit von 7,8 Kilometern pro Sekunde zusammen. Er wurde dabei von Kommandant Jing Haipeng und seiner Kollegin Liu Yang unterstützt.

Liu Wang hatte das Manöver auf der Erde mehr als 1500-mal geprobt. Wenige Stunden nach der Kopplung soll das Trio wieder in das Labor umsteigen, um dort seine Experimente und Forschungsarbeiten fortzusetzen.

"Shenzhou 9" war am vergangenen Samstag vom Weltraumbahnhof Jiuquan im Nordwesten Chinas als viertes bemanntes Raumschiff zu seiner 13-tägigen Mission aufgebrochen. Es ist der bisher längste bemannte Flug der Chinesen seit dem Erststart 2003.

Das 10,4 Meter lange und acht Tonnen schwere Labor war Ende September vergangenen Jahres in die Umlaufbahn geschossen worden. Im November hatte dann erstmals ein unbemanntes Raumschiff automatisch an ihm angelegt. China beherrscht damit nach Russland, den USA und der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA als vierte Weltraummacht diese Technologie. Die chinesische Raumstation ist bis 2020 geplant.

ulz/dapd

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insgesamt 3 Beiträge
1. 7.8 Kilometer pro Sekunde???
ostseesegler 24.06.2012
Das wäre ein lustiges Andockmannöver, wenn es mit dieser Geschwindigkeit durchgeführt werden würde: Ein mächtiger Badaboom bei 28.000 Stundenkilometern ;-) Wenn nicht Millimeter gemeint waren, war es wohl irgendeine irrelevante [...]
Das wäre ein lustiges Andockmannöver, wenn es mit dieser Geschwindigkeit durchgeführt werden würde: Ein mächtiger Badaboom bei 28.000 Stundenkilometern ;-) Wenn nicht Millimeter gemeint waren, war es wohl irgendeine irrelevante Geschwindikkeit in einem anderen Bezugssystem als dem der beiden Fahrzeuge zueinander. Wen interessiert denn, wie schnell sich die Erde relativ dazu dreht. Oder die Erde um die Sonne oder unser Sonnensystem in der Milchstraße oder ...
2.
Asturaetus 24.06.2012
Welch ein Schwachsinn natürlich ist 7,8 km/s gemeint - das ist annähernd Kreisbahngeschwindigkeit. Gut die Formulierung im Artikel war etwas unglücklich gewählt um auszudrücken, dass beide Himmelskörper diese Geschwindigkeit [...]
Zitat von ostseeseglerDas wäre ein lustiges Andockmannöver, wenn es mit dieser Geschwindigkeit durchgeführt werden würde: Ein mächtiger Badaboom bei 28.000 Stundenkilometern ;-) Wenn nicht Millimeter gemeint waren, war es wohl irgendeine irrelevante Geschwindikkeit in einem anderen Bezugssystem als dem der beiden Fahrzeuge zueinander. Wen interessiert denn, wie schnell sich die Erde relativ dazu dreht. Oder die Erde um die Sonne oder unser Sonnensystem in der Milchstraße oder ...
Welch ein Schwachsinn natürlich ist 7,8 km/s gemeint - das ist annähernd Kreisbahngeschwindigkeit. Gut die Formulierung im Artikel war etwas unglücklich gewählt um auszudrücken, dass beide Himmelskörper diese Geschwindigkeit inne haben und sich gleichgerichtet bewegen. Aber eine Angabe der relativen Geschwindigkeit zueinander wäre genauso sinnlos, da diese sich logischerweise verringert - man will schließlich andocken d.h. eine relative Geschwindigkeit von 0 erreichen.
3. Kopplungsgeschwindigkeit
Markus Landgraf 24.06.2012
Wie Sie schon sage, die Formulierung ist extrem unglücklich. In der Tat gibt es aber eine Mindestgeschwindigkeit für die meisten Kopplungsmanöver, die durch die Kopplungsmechanismen bestimmt wird. Das Europäische ATV zum [...]
Zitat von AsturaetusWelch ein Schwachsinn natürlich ist 7,8 km/s gemeint - das ist annähernd Kreisbahngeschwindigkeit. Gut die Formulierung im Artikel war etwas unglücklich gewählt um auszudrücken, dass beide Himmelskörper diese Geschwindigkeit inne haben und sich gleichgerichtet bewegen. Aber eine Angabe der relativen Geschwindigkeit zueinander wäre genauso sinnlos, da diese sich logischerweise verringert - man will schließlich andocken d.h. eine relative Geschwindigkeit von 0 erreichen.
Wie Sie schon sage, die Formulierung ist extrem unglücklich. In der Tat gibt es aber eine Mindestgeschwindigkeit für die meisten Kopplungsmanöver, die durch die Kopplungsmechanismen bestimmt wird. Das Europäische ATV zum Beispiel *beschleunigt* zum Beispiel kurz vor der Kopplung auf 10cm/s, das sind etwa 0.4km/h, damit der Kopplungsmechanismus auch gut einrastet. Wie Sie auch schon richtig sagen, verringert sich die Relativgeschwindigkeit bei der Annäherung. Ad Astra!

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