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19.12.2012
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"Sojus TMA-07M"

Raumfahrer-Trio nach Plan gestartet

DPA

Start von "Sojus TMA-07M": Aus drei mach sechs

Die ISS-Besatzung ist bald wieder vollständig. Ein "Sojus"-Raumschiff mit einem Russen, einem Amerikaner und einem Kanadier an Bord ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation - auch mit guten Nachrichten für Kosmonauten.

Berlin - Es war ein perfekter Start. Ein bemanntes russisches Raumschiff ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS). "Sojus TMA-07M" mit dem Russen Roman Romanenko, dem Amerikaner Thomas Marshburn und dem Kanadier Christopher Hadfield an Bord habe pünktlich um 13.12 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan abgehoben, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit.

Mit den drei Raumfahrern erreicht die ISS-Besatzung wieder ihre Sollstärke von sechs Mitgliedern. Seit Mitte November arbeiten Kevin Ford (USA), Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin (beide Russland) allein in der Umlaufbahn.

Die Ankopplung am russischen "Rasswet"-Modul sei für Freitagnachmittag um 15.12 Uhr geplant. An Bord des Raumschiffs ist auch eine elektronische Spürnase. Das Gerät, das im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom Raumfahrtunternehmen Astrium in Friedrichshafen gebaut wurde, soll die Bakterien- und Pilzbelastung im russischen ISS-Segment messen, die für Mensch und Technik gefährlich sein kann. Partner des wissenschaftlichen Projekts ist das Moskauer Institut für Medizinische und Biologische Probleme (IMBP).

Russische Raumfahrer können sich in Zukunft übrigens über mehr Geld freuen. Nach Klagen über zu niedrige Gehälter werden die Löhne deutlich erhöht. Künftig sollen Raumfahrt-Kandidaten mindestens 60.900 Rubel (rund 1500 Euro) im Monat erhalten, Kosmonauten kommen auf 63.800 Rubel und Instrukteure auf 88.450 Rubel. Möglich sind zudem Prämien von einem Viertel des Monatsgehalts, wie Regierungschef Dmitrij Medwedew in einem am Mittwoch veröffentlichten Erlass festlegte.

Bislang betrugen die Löhne 24.000 bis 40.000 Rubel - auch deshalb klagte die Raumfahrtbranche zuletzt über Fachkräftemangel. Prominente Kosmonauten hatten gewarnt, das auf seine Erfolge im All stolze Land gerate ins Hintertreffen.

chs/dapd/dpa

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