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10.01.2013
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Asteroid Apophis

Kosmischer Störenfried größer als angenommen

Foto: REUTERS/Nasa

Mit einem Esa-Teleskop haben Forscher den Asteroiden Apophis neu vermessen. Er ist größer und schwerer als angenommen. Apophis wird 2029 nach kosmischen Maßstäben haarscharf an der Erde vorbeifliegen. Sieben Jahre später kommt er wieder - mit unklaren Folgen.

Berlin - Zumindest eine Weile lang hat der Asteroid Apophis der Welt einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Berechnungen hatten ergeben, dass der Kleinplanet - mit geringer Wahrscheinlichkeit - am 13. April 2029 auf der Erde einschlagen könnte. Inzwischen gilt dieses Szenario zwar als ausgeschlossen. Doch was passiert, wenn sich Apophis der Erde im Jahr 2036 wieder nähert, ist noch nicht recht klar.

Nun hat das Weltraumteleskop "Herschel" der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) den potentiellen Störenfried genauer in den Blick genommen - und dabei unter anderem herausgefunden, dass der Asteroid wohl größer und schwerer ist als bisher angenommen. Insgesamt zwei Stunden Beobachtungszeit erlaubten eine genaue Analyse des Kleinplaneten, der gerade im Abstand von 14.5 Millionen Kilometern an der Erde vorbeigeflogen ist. Zum Vergleich: Im Jahr 2029 werden es um die 36.000 Kilometer sein.

Die "Herschel"-Daten aus verschiedenen Strahlungsbereichen zeigen nach Informationen der Esa, dass der Asteroid einen Durchmesser von um die 325 Meter hat. Das sind etwa 20 Prozent mehr als bisher angenommen. Nach Auskunft von Thomas Müller vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bedeutet das, dass die Astronomen auch ihre Schätzungen für die Masse von Apophis nach oben korrigieren müssen. Und zwar um 75 Prozent.

Die bisherigen Annahmen zur Oberflächenbeschaffenheit des Asteroiden müssen ebenfalls überarbeitet werden. Apophis wirft deutlich weniger Sonnenlicht zurück ins All als bisher vermutet. Nur 23 Prozent des einfallenden Lichts werden reflektiert - der Rest heizt den Himmelskörper auf. Und das wiederum verändert langfristig seine Bahn, Astronomen sprechen vom Jarkowski-Effekt.

Ob Apophis der Erde im Jahr 2036 gefährlich nahe kommen könnte, lässt sich bisher noch nicht sagen. Denn neben der Sonneneinstrahlung wird vor allem sein erdnaher Vorbeiflug sieben Jahre zuvor seine Bahn entscheidend verändern. Bis dahin wollen Astronomen den kosmischen Brocken weiter im Blick behalten. Neben fliegenden Weltraumteleskopen sollen dabei auch solche auf der Erde mithelfen, mehr über Apophis herauszufinden.

chs

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insgesamt 73 Beiträge
1. Rechenfehler?
kalzifer 10.01.2013
Anscheinend sind die vorliegenden Daten recht unpräzise. Wenn sich die Masse eines Asteroiden ändert, muß dann nicht auch seine voraussichtliche Flugbahn neu berechnet werden? 36.000 Kilometer sind nahezu nichts, da würde ich [...]
Anscheinend sind die vorliegenden Daten recht unpräzise. Wenn sich die Masse eines Asteroiden ändert, muß dann nicht auch seine voraussichtliche Flugbahn neu berechnet werden? 36.000 Kilometer sind nahezu nichts, da würde ich doch lieber im Jahr 2028 nochmal mit aktuellen Daten nachrechnen.
2. Der Weltuntergang wird nachgeholt
dr.u. 10.01.2013
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ;-) Allerdings; warum soll es denn bis 2036 dauern? 36.000 Km Abstand im Jahre 2029, sind nach astronomischen Maßstäben bereits ein Volltreffer. 36.000km, das ist der Orbit, in dem [...]
Zitat von sysopESA/ Herschel/ PACS/ MACH-11/ MPE/ ESAC/ B.Altieri/ Konkoly Observatory/ C. Kiss Mit einem Esa-Teleskop haben Forscher den Asteroiden Apophis neu vermessen. Er ist größer und schwerer als angenommen. Apophis wird 2029 nach kosmischen Maßstäben haarscharf an der Erde vorbeifliegen. Sieben Jahre später kommt er wieder - mit unklaren Folgen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/esa-teleskop-herschel-vermisst-asteroid-apophis-a-876754.html
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ;-) Allerdings; warum soll es denn bis 2036 dauern? 36.000 Km Abstand im Jahre 2029, sind nach astronomischen Maßstäben bereits ein Volltreffer. 36.000km, das ist der Orbit, in dem unsere geostationären Satteliten kreisen. Das ist ~1/10 der Entfernung Erde-Mond. Wenn sich die Wissenschaftler die Masse von Apophis um 75% nach oben korrigieren mussten, ist das in den 36.000km berücksichtigt oder noch nicht? Wie groß ist die Fehlerspanne bei den Berechnungen / Annahmen? Sind 36.000km Abstand der wahrscheinlichste (Mittel)Wert? Ein bisschen mehr Hintergrundinformationen wären nett...
3.
schlob 10.01.2013
na sicherheitshalber sollten wir ja doch schon ein triebwerk erproben,um ihn ein bischen weiter weg zu schieben
Zitat von sysopESA/ Herschel/ PACS/ MACH-11/ MPE/ ESAC/ B.Altieri/ Konkoly Observatory/ C. Kiss Mit einem Esa-Teleskop haben Forscher den Asteroiden Apophis neu vermessen. Er ist größer und schwerer als angenommen. Apophis wird 2029 nach kosmischen Maßstäben haarscharf an der Erde vorbeifliegen. Sieben Jahre später kommt er wieder - mit unklaren Folgen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/esa-teleskop-herschel-vermisst-asteroid-apophis-a-876754.html
na sicherheitshalber sollten wir ja doch schon ein triebwerk erproben,um ihn ein bischen weiter weg zu schieben
4. Kometenabwehr
nereb 10.01.2013
Das wäre eine Aufgabe für die Zukunft der Weltraumforschung, statt sinnlos Geld zu verbrennen, um Menschen auf den Mars zu befördern, wo sie nichts besser machen können als Roboter, die man für 5% des Budgets hinbefördern [...]
Das wäre eine Aufgabe für die Zukunft der Weltraumforschung, statt sinnlos Geld zu verbrennen, um Menschen auf den Mars zu befördern, wo sie nichts besser machen können als Roboter, die man für 5% des Budgets hinbefördern kann - und nicht wieder zurückholen muss..
5. Die Zukunft schon heute
123charly 10.01.2013
Da war schon wieder ein Regisseur seiner Zeit voraus: Erinnern Sie sich noch an "Armageddon – Das jüngste Gericht" mit Bruce Willis? Also, am Besten das Ganze wie im Film machen, das wird dann schon...
Da war schon wieder ein Regisseur seiner Zeit voraus: Erinnern Sie sich noch an "Armageddon – Das jüngste Gericht" mit Bruce Willis? Also, am Besten das Ganze wie im Film machen, das wird dann schon...

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