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Elektroauto

Audi ruft e-tron wegen Brandgefahr zurück

Audis e-tron soll zum Teslajäger werden, nun muss er jedoch in die Werkstätten zurück. Eindringende Feuchtigkeit könnte ein "thermisches Ereignis" auslösen.

Audi

Dienstag, 11.06.2019   12:20 Uhr

Das Elektroauto e-tron ist Audis Hoffnungsträger im Kampf gegen Tesla. Zudem ist das SUV wichtig für die Ingolstädter, um die CO2-Flottengrenzwerte zu erreichen. Nun bremst ihn jedoch ein Rückruf aus.

Rund 540 e-tron ruft Audi in den USA in die Werkstätten zurück, insgesamt sind laut "Bloomberg" rund 1650 Fahrzeuge betroffen. Ein Audi-Sprecher bestätigte, dass das Elektro-SUV auch in Deutschland in die Werkstatt muss und der Hersteller bereits mit dem Kraftfahrtbundesamt in Kontakt stehe.

Durch eine fehlerhafte Dichtung könne Feuchtigkeit in die Batterie eindringen, erklärte Audi in einer Mitteilung. Das könne "zu einem Kurzschluss oder im Extremfall zu einem thermischen Ereignis" führen - also einem Brand. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiere, sei jedoch vernachlässigbar, erklärte ein Audi-Sprecher auf Anfrage.

Kunden sollten auf Batteriewarnleuchte achten

Die Feuchtigkeit könne bei Schlagregen über ein Niedervoltkabel eindringen, so der Audi-Sprecher. Dann leuchte die orange Batteriewarnleuchte auf und das Schnellladen sei nicht mehr möglich. Davon seien alle Fahrzeuge bis zu einer bestimmten Fahrgestellnummer betroffen. Bei den übrigen sei diese Schwachstelle jedoch bereits behoben.

ene

insgesamt 58 Beiträge
k.hohl 11.06.2019
1. Schade
Da berichtete die dt. Presse seit Wochen und Monaten über jeden Mangel an einem Tesla. Besonders aber über die Fälle, in denen die Fahrer den sog. "Autopiloten" bzw. dessen Funktion nicht verstanden hatten. Wie sehr [...]
Da berichtete die dt. Presse seit Wochen und Monaten über jeden Mangel an einem Tesla. Besonders aber über die Fälle, in denen die Fahrer den sog. "Autopiloten" bzw. dessen Funktion nicht verstanden hatten. Wie sehr musste man hoffen, dass es den deutschen Mitbewerbern besser geht. Neutraler berichtet wird, nicht jeder Parkrempler eine Topmeldung wird. Und nun liefert ausgerechnet ein deutscher Hersteller selbst die Schlagzeilen. Nachdem man viele, viele Jahre hinter der Konkurrenz aus Korea und den U.S.A. hinterherhinkt, macht man ausrechnet bei der Sicherheit des Wagen so einen groben Fehler. Schade.
merlin 2 11.06.2019
2. Thermisches Ereignis = Brand
Ich muß #1 zustimmen. Jeder kleinste Fehler bei Tesla und die Foren überschlugen sich ob der miesen Technik etc. Was nun? Audi hat Murks gebaut und wo bleiben jetzt die Basher?
Ich muß #1 zustimmen. Jeder kleinste Fehler bei Tesla und die Foren überschlugen sich ob der miesen Technik etc. Was nun? Audi hat Murks gebaut und wo bleiben jetzt die Basher?
isolde_trinken 11.06.2019
3. Bananaware...
...reift beim Kunden. Ob's so viel Geld wert ist, muss jeder selbst entscheiden...
...reift beim Kunden. Ob's so viel Geld wert ist, muss jeder selbst entscheiden...
nickmason 11.06.2019
4. Skepsis
Bislang habe ich geglaubt, dass Tesla durchaus gute Elektroautos baut, aber die deutschen Hersteller den Markt von hinten aufrollen werden. Inzwischen bin ich da deutlich skeptischer. Die neuen Modelle wie dieser Audi oder der [...]
Bislang habe ich geglaubt, dass Tesla durchaus gute Elektroautos baut, aber die deutschen Hersteller den Markt von hinten aufrollen werden. Inzwischen bin ich da deutlich skeptischer. Die neuen Modelle wie dieser Audi oder der kürzlich vorgestellte Mercedes sind in Bezug auf die für viele potenzielle Kunden entscheidende Reichweite den Amerikanern offenbar deutlich unterlegen. Und das im Falle des e-tron bei durchaus vergleichbarer Akku-Kapazität. In einem aktuellen Test hat der Audi auf der Autobahn zwischen 12 und 17 Prozent mehr verbraucht, als ein vergleichbares Tesla Model X. Dessen realistische Reichweite war dadurch rund 30 Prozent höher. Details gibt es hier: https://nextmove.de/autobahn-test-audi-e-tron-gegen-den-rest-der-elektroauto-welt/ Andere Tests bestätigen diese Tendenz. Tesla scheint also bei der Effizienz (Strommanagement, Rekuperation, Zusammenspiel der Motoren, Aerodynamik etc.) einen Vorsprung zu haben, den die deutschen Hersteller trotz jahrelanger Entwicklung offenbar bislang nicht aufholen konnten. Das zeigt sich auch daran, dass das Model 3 im genannten Test als sparsamstes Fahrzeug bewertet und beim Model S ein Verbrauch auf dem Niveau des deutlich kleineren und leichteren Hyundai Kona ermittelt wurde. Kurzschlussgefahr an der Audi-Hochleistungsbatterie fällt zwar unter Kinderkrankheiten, rundet aber andererseits das Bild dann irgendwie auch ab. Schade.
wurmfortsatz 11.06.2019
5.
1. Jedes Elektroauto ist kein Tesla-Jäger sondern ein Verbrenner-Jäger. 2. Muss Audi für diese tolle Werbung durch alle Medien eigentlich zahlen? "He, Auto verhindert Brände, nicht wie Tesla, die kaufe ich" ist doch [...]
1. Jedes Elektroauto ist kein Tesla-Jäger sondern ein Verbrenner-Jäger. 2. Muss Audi für diese tolle Werbung durch alle Medien eigentlich zahlen? "He, Auto verhindert Brände, nicht wie Tesla, die kaufe ich" ist doch die beste Werbekampagne und die Medien fallen auch noch drauf rein.

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