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Mobilität

Rettungsgasse, Handyverbot, Verhüllung

Verkehrssünder werden ab sofort härter bestraft

Wer sein Handy am Steuer nutzt oder keine Rettungsgasse bildet, muss ab sofort mit höheren Strafen rechnen. Alle wichtigen Änderungen im Überblick.

DPA

Handy am Steuer

Donnerstag, 19.10.2017   13:49 Uhr

Verkehrssünder müssen mit härteren Strafen rechnen. Ab Donnerstag treten Änderungen in der Straßenverkehrsordnung in Kraft, die unter anderem das Telefonieren am Steuer deutlich teurer machen. Auch werden Autofahrer stärker belangt, die Einsatzwagen von Rettungskräften und Polizei behindern.

Damit reagiert der Gesetzgeber auf Erkenntnisse aus der Unfallforschung und Erfahrungen von Rettungskräften. Noch vor Jahren war Alkoholkonsum oder zu schnelles Fahren das größte Risiko, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Heute gilt Ablenkung durch technische Geräte als Hauptursache.

Zudem beklagten Helfer immer wieder, dass Autofahrer und Gaffer sie bei der Anfahrt zu einer Unfallstelle behindert hätten. "Um Menschenleben nach einem Verkehrsunfall zu retten und Unfallopfer zu versorgen, kommt es auf jede Sekunde an", mahnte der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) an.

Alle Neuerungen im Überblick.

picture alliance / dpa

Fahrerin telefoniert am Steuer

Handyverstöße

DPA

Rettungsgasse auf der Autobahn 2 in Hannover

Rettungsgasse

Verhüllung

DPA

Schnelles Auto

Illegale Straßenrennen

Diese Gesetzesänderung ist bereits am 13. Oktober in Kraft getreten.

mhu

insgesamt 190 Beiträge
C-Hochwald 19.10.2017
1. Vermeidung statt Bußgeld
Es wäre technisch möglich, ein Mobiltelefon automatisch stillzulegen, wenn es im Auto befördert wird und nicht an eine Freisprecheinrichtung gekoppelt ist. Wieso setzt die Politik mit diesen Gesetzen und neuen Bußgeldern an [...]
Es wäre technisch möglich, ein Mobiltelefon automatisch stillzulegen, wenn es im Auto befördert wird und nicht an eine Freisprecheinrichtung gekoppelt ist. Wieso setzt die Politik mit diesen Gesetzen und neuen Bußgeldern an den Wirkungen von Verkehrsverstößen an, anstelle die Ursachen für Unfälle zu verhindern. Menschen sind leider nur durchschnittlich vernünftig, und auch diese neuen Bußgeldtarife werden telefonieren oder internetsurfen am Steuer nicht verhindern. Doch jeder Verletzte oder Tote, verschuldet durch diese menschlichen Fehlverhalten, ist einer zuviel. Wenn die Politik trotz technischer Machbarkeit entsprechende Gesetze zur Verhinderung unsachgemäßer Nutzung der Smartphones NICHT erlässt, macht sie sich meines Erachtens der grob fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig.
antooneo 19.10.2017
2. Und die Bedienung des Autoradios? Und des Navis?
Was ist, wenn man im Stau nach einem anderen Sender sucht, um Stauinformationen zu bekommen? Darf man beim Radio überhaupt die Lautstärke ändern während der Fahrt?- Was ist, wenn man beim Navi den Maßstab ändert, um [...]
Was ist, wenn man im Stau nach einem anderen Sender sucht, um Stauinformationen zu bekommen? Darf man beim Radio überhaupt die Lautstärke ändern während der Fahrt?- Was ist, wenn man beim Navi den Maßstab ändert, um Stauinformationen besser sichtbar zu machen?- Wo liegen da die Grenzen? Wie genau ist das im Gesetz festgelegt?
olaf.lieser 19.10.2017
3. Regelungswut....
....aber richtig so in diesem Falle. Es gibt zu viele Unverbesserliche. All diese Verschärfungen sind zu begrüßen, da beim Straßenverkehr immer auch die Sicherheit und Gesundheit von Anderen betroffen ist.
....aber richtig so in diesem Falle. Es gibt zu viele Unverbesserliche. All diese Verschärfungen sind zu begrüßen, da beim Straßenverkehr immer auch die Sicherheit und Gesundheit von Anderen betroffen ist.
spon_2999637 19.10.2017
4. ?
Wie wäre das technisch möglich? Unter der Prämisse, dass Mobiltelefone von Beifahrern, Bus/Bahn-Reisenden weiter normal funktionieren natürlich.
Zitat von C-HochwaldEs wäre technisch möglich, ein Mobiltelefon automatisch stillzulegen, wenn es im Auto befördert wird und nicht an eine Freisprecheinrichtung gekoppelt ist. Wieso setzt die Politik mit diesen Gesetzen und neuen Bußgeldern an den Wirkungen von Verkehrsverstößen an, anstelle die Ursachen für Unfälle zu verhindern. Menschen sind leider nur durchschnittlich vernünftig, und auch diese neuen Bußgeldtarife werden telefonieren oder internetsurfen am Steuer nicht verhindern. Doch jeder Verletzte oder Tote, verschuldet durch diese menschlichen Fehlverhalten, ist einer zuviel. Wenn die Politik trotz technischer Machbarkeit entsprechende Gesetze zur Verhinderung unsachgemäßer Nutzung der Smartphones NICHT erlässt, macht sie sich meines Erachtens der grob fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig.
Wie wäre das technisch möglich? Unter der Prämisse, dass Mobiltelefone von Beifahrern, Bus/Bahn-Reisenden weiter normal funktionieren natürlich.
maxmarius 19.10.2017
5. @C-Hochwald
Wie soll das gehen? Möchten Sie alle Leute zum Kauf eines neuen Autos und/oder eines neuen, amtlich zugelassenen Telefons verpflichten? Können Mitfahrende das Telefon dann auch nicht mehr benutzen?
Zitat von C-HochwaldEs wäre technisch möglich, ein Mobiltelefon automatisch stillzulegen, wenn es im Auto befördert wird und nicht an eine Freisprecheinrichtung gekoppelt ist. Wieso setzt die Politik mit diesen Gesetzen und neuen Bußgeldern an den Wirkungen von Verkehrsverstößen an, anstelle die Ursachen für Unfälle zu verhindern. Menschen sind leider nur durchschnittlich vernünftig, und auch diese neuen Bußgeldtarife werden telefonieren oder internetsurfen am Steuer nicht verhindern. Doch jeder Verletzte oder Tote, verschuldet durch diese menschlichen Fehlverhalten, ist einer zuviel. Wenn die Politik trotz technischer Machbarkeit entsprechende Gesetze zur Verhinderung unsachgemäßer Nutzung der Smartphones NICHT erlässt, macht sie sich meines Erachtens der grob fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig.
Wie soll das gehen? Möchten Sie alle Leute zum Kauf eines neuen Autos und/oder eines neuen, amtlich zugelassenen Telefons verpflichten? Können Mitfahrende das Telefon dann auch nicht mehr benutzen?
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