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Mobilität

Start von Moia in Hamburg

VW greift Nahverkehr mit Elektro-Sammeltaxis an

Erst Hannover, bald Hamburg: Volkswagen weitet den Sammeltaxidienst Moia aus. Jetzt hat der Konzern erklärt, wie er Taxis, Bussen, Bahnen und Privatautos in der Hansestadt Konkurrenz machen will.

David Ulrich / Moia
Mittwoch, 09.01.2019   15:33 Uhr

Vor dem Start in Hamburg hat Volkswagens Ridesharingdienst Moia sein dafür entwickeltes Elektrofahrzeug vorgestellt: Ab April sollen zunächst 100 der Fahrzeuge mit je sechs Sitzen durch die Stadt fahren.

Die Kleinbusse werden über eine App gebucht und können Fahrgäste mit ähnlichen Fahrtrouten gemeinsam transportieren. VW peilt einen Preis von etwa einem Euro pro Kilometer und Fahrgast an. Je mehr Passagiere eine Strecke gemeinsam buchen, desto weniger zahlt der einzelne.

Fotostrecke

Moia-Bus: Das ist Volkswagens Elektro-Shuttle

Damit dürfte das Angebot auf manchen Strecken auch im Vergleich zu Bussen und Bahnen attraktiv sein. Vielfach werden Fahrgäste schneller unterwegs sein, zumal sie mit Moia fast von Tür zu Tür gelangen.

Das Geschäftsgebiet erstreckt sich zunächst fast über das gesamte Stadtgebiet nördlich der Elbe und umfasst 10.000 virtuelle Haltestellen. Das Gebiet soll mit der Flotte wachsen: Binnen zwölf Monaten will VW weitere 400 Fahrzeuge an den Start bringen. In einer späteren Ausbaustufe sind 1000 vollelektrische Moia-Kleinbusse geplant.

Kritik aus der Taxibranche

Moia werde "so schnell, so flexibel und komfortabel wie Autofahren", sagte Robert Henrich, der Moias Geschäfte führt.

Kritik kommt von Taxiunternehmen, die neue Konkurrenz fürchten. Taxifahrer verlangen in Hamburg tagsüber zwischen 1,50 bis 2,45 Euro pro Kilometer, dazu kommt eine Grundgebühr von 3,50 Euro. Anbieter wie MyTaxi und Clevershuttle bieten in der Hansestadt auch schon geteilte Fahrten an.

In Hannover ist Moia im vergangenen Jahr bereits mit 75 Fahrzeugen in den Regelbetrieb gegangen. Dort hatte das Unternehmen seine Preise von zunächst wenigen Cent pro Kilometer zwischenzeitlich deutlich erhöht - und hat damit auch auf Kritik aus der Taxibranche reagiert.

nis/ene/dpa-afx

insgesamt 27 Beiträge
fredotorpedo 09.01.2019
1. Positive Meldung aber
negativ dargestellt. Was hat SPON gegen Volkswagen, dass sogar eine solch positive Meldung so negativ dargestellt wird? Ich gehe davon aus, dass auch diese kleinen Busse zunächst von bezahlten Fahrern gesteuert werden und nicht [...]
negativ dargestellt. Was hat SPON gegen Volkswagen, dass sogar eine solch positive Meldung so negativ dargestellt wird? Ich gehe davon aus, dass auch diese kleinen Busse zunächst von bezahlten Fahrern gesteuert werden und nicht gleich voll autonom fahren. Dann können doch auch Taxifahrer sich dort bewerben. Und wenn dies e Fahrzeuge dazu beitragen, das die Riesenbusse des öffentlichen Nahverkehrs nicht so oft abends oder nachts mit zwei bis drei Personen durch die Gegend schaukeln, ist das doch auch gut. Es dient der Umwelt und spart Kosten sowohl bei den Fahrgästen, die auf ihr Auto verzichten können als auch beim öffentlichen Verkehrsmitteln, wo auf viele nicht kostendeckende Fährt und auch auf einen Teil der großen Busse verzichtet werden kann. Eigentlich hätte ich erwartet, das der ÖNV von sich aus solch ein System bereit stellt.
mr future 09.01.2019
2. Details zum E-Combi?
Wäre schön zu lesen gewesen, um welchen VW Typ es sich handelt und wie er sich in die neue ID Palette einreiht? Oder nur ein Schnellschuss um den Anschluss nicht vollends zu verlieren? re future
Wäre schön zu lesen gewesen, um welchen VW Typ es sich handelt und wie er sich in die neue ID Palette einreiht? Oder nur ein Schnellschuss um den Anschluss nicht vollends zu verlieren? re future
janne2109 09.01.2019
3. ?
VW soll sich um das Dieselproblem und die Kunden die davon betroffen sind kümmern
VW soll sich um das Dieselproblem und die Kunden die davon betroffen sind kümmern
marcaurel1957 09.01.2019
4.
Ich wüßte nicht, dass es noch ein Dieselproblem gibt, das VW zu verantworten und zu lösen hätte...
Zitat von janne2109VW soll sich um das Dieselproblem und die Kunden die davon betroffen sind kümmern
Ich wüßte nicht, dass es noch ein Dieselproblem gibt, das VW zu verantworten und zu lösen hätte...
Claus S.Schoenleber 09.01.2019
5. Konkurrenz? Dumme Idee!
Konkurrenz ist eine dume Idee. Was wir sowohl im innerstädtischen Bereich als auch in ländlichen Regionen brauchen, ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten, nicht das gegenseite Zerhacken. Wir brauchen kleine Shuttles als [...]
Konkurrenz ist eine dume Idee. Was wir sowohl im innerstädtischen Bereich als auch in ländlichen Regionen brauchen, ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten, nicht das gegenseite Zerhacken. Wir brauchen kleine Shuttles als Zubringer in ländlichen Regionen, wir brauchen flexible, sich auf den Bürger einstellende Transporteinheiten für die Innenstädte, Pendlerlösungen und wir brauchen benutzbare Fernverbindungen. Da könnten alle mitmachen und sich mal endlich abstimmen. Nur so können wir die verdichtete Verkehrssituation entspannen. Solange sich aber die Beteiligten die Butter auf dem Brot nicht gönnen und lieber Strecken still legen oder andere Unternehmen behindern, anstatt sich mal gemeinsam an einem Tisch zusammen zu setzen und sich auf ihre Aufgabe, nämlich die Menschen bei vernünftigen Transportlösungen zu unterstützen, solange werden die Senioren auf dem Land nicht zum Arzt kommen, werden Pendler weiterhin alleine im Auto dutzende von Kilometern im Stau stehen und wir unsere Luft nicht verbessern. Damit hätten die mehrwertgierigen Zahlenschubser vor ihren leblosen Tabellen gegen alle Vernunft gewonnen. Schöne alte, neue Welt!

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