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Ab 2019: VW startet Carsharing mit 1.500 E-Golf in Berlin

Volkswagen BMW und Daimler dominieren das Carsharing, jetzt drängt auch VW auf diesen Markt. Gelingen soll das mit mehreren Tausend E-Autos.
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#1 - 23.08.2018, 14:26 von auweia

Wirklich so toll?

In meinen Augen ist Carsharing die falsche Methode um nachhaltige Entlastung für die Umwelt zu erreichen.
1. Die Leute die Carsharing nutzen haben mehrheitlich kein Auto. Durch das Angebot wird der Zuganfgg zum (e-) motorisierten Individualverkehr niedrigschwelliger. Da die Verkehrsteilnehmer die bisher schon mit Ihrem eigenen Auo unterwegs waren, aufgrund des neuen Angebots (zusätzlich zu den anderen sharing-Diensten, dem ÖPNV und anderen Transportmethoden wie etwa Fahrrad) nicht weniger werden, kommt es zu *mehr* Autoverkehr.
2. Dieser zusätzliche Autoverkehr steht in Platz-Konkurrenz mit dem zusäätzlichen Fahrradverkehr (Idee ist ja, die Stadt fahrradfreundlicher zu machen).
3. Die notwendige Infrastruktur ist - speziell in Berlin - nicht vorhanden. Es gibt schlicht bereits jetzt zu wenig Ladesäulen für die vorhandenen E-Autos ( und diese auch von unterschiedlichen Systemen und zuteilweise deutlich unterschiedlichen Preisen). Hat VW hier ein Investitionsprogramm geplant oder werden die Wagen einfach irgendwo in der Stadt abgestellt?
4. Das erwähnte "niedrigschwellige" Angebot wird gerne von Leuten wahrgenommen, die wenig Fahrpraxis haben. Es kommt bereits jetzt mit Sgharing-Fahrzeugen zu mehr Unfällen, da - vermutlich - zunächst erstmal Grenzen ausgetestet werden und die Fahrweise dem "es ja eh nicht meins"- Gedanken entspricht.
5. Die Automobilproduzenten sehen dieses Angebot als eine Heranführung der künftigen Kundschaft an Ihr Fahrzeugangebot. Für mich nicht schlimm, ich liebe den Kapitalismus. Aber irgendwie kommt einem das "Anfixen" aus einer anderen Branche bekannt vor.

#2 - 23.08.2018, 14:37 von Reg Schuh

Mietwagenverleih

"Carsharing" klingt "jung, urban" und nach einem nachhaltigen Wirtschaftkonzept, letzten Endes ist es aber ein Mietwagenverleih durch Großkonzerne und hat mit dem Teilauto-Vereinen nichts zu tun.
Die klassischen Mietwagen-Anbieter sind ja leider auch sehr langsam mit der Erweiterung des Angebots um Elektros oder Teilelektros.

#3 - 23.08.2018, 14:44 von prince62

Carsharing in der Stadt, die große Umweltlüge der Autokonzerne

Eine weitere Verstopfungsursache plus Parkplatznot in den Ballungszentren, denn lt, aktueller Studie in München haben über 60% aller Fahrten mit Carsharingautos im Stadtgebiet nur deshalb stattgefunden, weil es das billige Carsharing gibt, die Kunden wären nämlich lt. eigener Aussage sonst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren,

im übrigen ist das Carsharing für die Autokonzerne eine kostenlose
Werbemöglichkeit, denn wer oft mit ein und derselben Marke unterwegs ist, wird ein potentieller Käufer, genau das ist der Sinn des
Carsharings aus der Sicht der Autokonzerne, deshalb auch z. B. in München, daß sich hier BMW massiv bei den Stadtverantwortlichen engagiert, zwecks massenhafter Park- und Stellplätze nur für diese Fahrzeuge, die dann den übrigen Autofahrern fehlen.

Mit Umweltgedanken haben die Autokonzerne mit Sicherheit nix am Hut, die wollen nur die absolut notwendige Aussperrung des Autoverkehrs aus den Ballungsräumen verhindern, bzw. unterlaufen und die dummen bzw. gekauften Politiker sind die willigen Erfüllungsgehilfen.

#4 - 23.08.2018, 15:33 von count.number

Gaaanz wichtig

Muss unbedingt in Berlin starten, wie jeder halbgare Gedanke da startet.

#5 - 23.08.2018, 16:47 von morgoth_tm

E Raubritter

VW zahlt keine KFZ-Steuer in Berlin, das Geschäftsergebnis, sofern vorhanden fließt nach Niedersachsen und die Anwohner werden wieder einmal der Stellflächen beraubt. Wenn es keinen Gemeinnutzen gibt, warum sollte man diesen Angriff gutheißen?

#6 - 23.08.2018, 17:57 von Stäffelesrutscher

Wo sollen die Autos stehen? Am Alex, wo pro Minute fünf Bahnen und Busse fahren - oder in Mahlsdorf, Köpenick, Krumme Lanke, also jotwedee?

#7 - 23.08.2018, 20:01 von prince62

Eine Frage, auf die wir alle die Antwort bereits kennen

Zitat von Stäffelesrutscher
Wo sollen die Autos stehen? Am Alex, wo pro Minute fünf Bahnen und Busse fahren - oder in Mahlsdorf, Köpenick, Krumme Lanke, also jotwedee?
Bitte keine Fragen stellen, auf die Sie die Antwort schon wissen, oder gar keine Antwort haben wollen,

wo diese Autos stehen werden, ist ja ganz klar, dort wo schon alle Autos im Stau stehen und mit den Carsharingschrott sind es dann halt einige mehr, die im Stau stehen.

#8 - 24.08.2018, 00:39 von upalatus

Die Hülle und Image sind wichtig!

"Junge, urbane Nutzer" für sich gewinnen mit einem/dem hochkonventionell gestalteten Fahrzeug schlechthin? Der up kommt der Vorstellung von einem knackigknuffigen und vernetzten Transportmodul schon etwas näher, reisst aber auch nicht überzeugend vom Hocker. Wenn man ernsthaftes und baldigen Erfolg zeitigendes E-sharing betreiben möchte, sollte man die Hülle unikat gestalten (ein We-Pickerl reicht da nicht). Das ließe sich für die Schaffung eines Images auch handfester bewerben als ein Goooooolf. Ich vermute, würde VW einen geschrumpften E-Bulli-Concept in einer kleinen Anzahl mit ins Angebot, wären diese der Renner.

Vielleicht aber möchten VW/alle Autohersteller es tunlichst (und lange) vermeiden, mit eben so einem geilen Urbanmodul die Leute vom Begehr der ertragbringenden KonventionellDickmodelle abzubringen..... .

#9 - 24.08.2018, 09:29 von rgsf

Dit is Berlin

Ich vermute anfangen in Berlin, weil da der Senat alles mit sich machen lässt. Schon erstaunlich, dass in einer links-grün Regierung so wenig Radikales für Bürger und Umwelt und gegen Großkonzerne und Kapitalismus geschieht. Ein echtes Fahrradkonzept à Kopenhagen oder Amsterdam fehlt völlig. Eine Eindämmung von Diesel, Benzin und Lärmverschmutzung à la London oder Paris auch. Von Beruhigung durch einen weiter außen liegenden Flughafen ganz zu schweigen. Dit is Berlin.

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