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Fahrverbote: ADAC rät vom Dieselkauf ab

DPA Viele Städte wollen Dieselautos wegen ihrer Abgaswerte verbannen. Angesichts der drohenden Fahrverbote warnt nun sogar der Automobilclub ADAC davor, derzeit Dieselautos zu kaufen.
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#1 - 29.06.2017, 09:38 von ostap

Richtig, aber unvollständig

Es ist richtig und im Interesse sowohl der Autofahrer als auch der Allegemeinheit, dass der ADAC vor dem Kauf von Dieselautos warnt. Es fehlt aber noch der Hinweis, was man tun kann. Die Lösung ist einfach: Erdgasautos kaufen. Diese emiittieren kein Stickoxid, keinen Feinstaub und weniger CO2 als Diesel- und Benzinautos. Darüber hinaus lassen sich leicht 50% Treibstoffkosten sparen.

#2 - 29.06.2017, 10:07 von timber_ulf

Nicht ganz richtig...

"Das von den Autoherstellern verursachte Problem müssen die Autobesitzer nun ausbaden." Die Autohersteller haben sich an die Regeln gehalten, die die Politik geschaffen hat. Ich würde den Fehler eher bei der Politik suchen. Wer derzeit ein sauberes und "sicheres" Auto sucht, ist mit einem Saugbenziner gut beraten!

#3 - 29.06.2017, 10:18 von view3000

Eigentlich ist das keine gute Unterstützung des ADAC, denn er sagt nur, dass man sich wieder für viel Geld ein neues Auto kaufen soll. Vielmehr sollte endlich die Frage geklärt werden, ob es Bestandsschutz für bestehende Dieselfahrzeuge gibt und wieviel Schadensersatz den getäuschten Dieseleigentümern in Deutschland zustehen, sofern keine wirksame und bezahlte Umrüstaktion der Hersteller freiwillig durchgeführt wird und Fahrverbote ausgesprochen werden. Es wird Zeit, dass der ADAC im Sinne seiner Mitglieder hier endlich aktiv wird und Druck in Form einer Musterklage aufbaut. Nicht jeder Dieselfahrer mit einer grünen Umweltplakette an der Frontscheibe ist in der Lage sich per Knopfdruck ein neues Auto zu kaufen. Im Übrigen ist es mehr als lächerlich nur Dieselfahrzeuge ins Visier zu nehmen. Benziner emittieren in der Regel mehr CO2 und ebenso große Mengen Feinstaub.

#4 - 29.06.2017, 10:29 von Fürstenwalder

Der ADAC rät nicht ab!

Wieder einmal wird eine Aussage mit einer völlig irreführenden Überschrift versehen. Super SPON, ihr habt Informationsverschleierung echt gut drauf! Der ADAC empfiehlt lediglich mit dem Kauf zu warten, bis neue Modelle mit der Euro 6 Norm da sind. Die sollen im Herbst kommen.

#5 - 29.06.2017, 10:36 von murray_bozinsky

Zitat von timber_ulf
Die Autohersteller haben sich an die Regeln gehalten, die die Politik geschaffen hat. Ich würde den Fehler eher bei der Politik suchen. Wer derzeit ein sauberes und "sicheres" Auto sucht, ist mit einem Saugbenziner gut beraten!
Sehr richtig. Erst jahrelang lasche und bekanntermaßen praxisferne Standards festlegen und dann den Schwarzen Peter den Konzernen zuschieben - da stimmt irgendwas nicht. Die Politik hat das Dilemma verbockt. Angefangen schon mit der Steuer-Subventionierung für Dieselkraftstoff. Das ist regelrecht durchgeboxt worden, sogar zu der Zeit, als aus Dieselmotoren noch fette pechschwarze Rauchwolken stiegen.
Durch einseitige Betrachtung des CO2-Ausstoßes drohen Benzinern ebenfalls Probleme, wenn auch in erheblich geringerem Ausmaß. Denn downgesizte Direkteinspritzer stoßen Partikel aus. Es ist, wie mein Vorredner schreibt: Der gute alte Saugbenziner wäre heute die beste Wahl - leider gibt es kaum noch welche auf dem Markt.
Die vollkommen überzüchteten Dieselantriebe sind (im PKW) ein Auslaufmodell; saubere Benziner mit Partikelfilter die Übergangstechnologie zu Elektro- oder Wasserstoffantrieb. So einfach ist das eigentlich. Bis es sich in der Politk herumspricht, dauert's vermutlich aber noch ein paar Jahrzehnte.

#6 - 29.06.2017, 10:36 von discprojekt

Also,

der grundsätzliche Denkfehler der Bundesregierung ist wohl, nicht nur in der Autobranche, das eine Selbstkontrolle der Wirtschaft ausreichend ist. Nun ist Karl Marx nicht populär, seine Behauptung aber, dass bei entsprechenden Gewinnen gewissermaßen alle Moral weg ist, davon bin ich überzeugt. Shareholder Value, Import aus USA, macht's möglich.

#7 - 29.06.2017, 10:38 von CancunMM

Zitat von timber_ulf
"Das von den Autoherstellern verursachte Problem müssen die Autobesitzer nun ausbaden." Die Autohersteller haben sich an die Regeln gehalten, die die Politik geschaffen hat. Ich würde den Fehler eher bei der Politik suchen. Wer derzeit ein sauberes und "sicheres" Auto sucht, ist mit einem Saugbenziner gut beraten!
Nein haben Sie eben nicht. Im Gegenteil es wurde betrogen was das Zeug hält.
Wenn man das ausnutzen würde was in der Dieseltechnik möglich ist, könnte man ohne schlechtes Gewissen einen Diesel kaufen. man muss nur die entsprechenden Gesetze erlassen.
Und wegen des Feinstaubs. Wer an einer befahrenen Strasse wohnt atmet einen Bruchteil an Feinstaub ein, den er einatmet wenn er sich mit einem Raucher in einem Raum befindet.

#8 - 29.06.2017, 10:44 von constractor

Alle Autos raus aus der Stadt

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, egal mit welchem Gift dieser angetrieben wird, haben in Städten nichts verloren.
Ist es für die Leute wirklich so unvorstellbar einfach mal das Fahrrad zu nehmen um irgendwo hin zu kommen?
Ich lasse mich für die Faulheit dieser Leute nicht mit den Abgasen vergiften.

#9 - 29.06.2017, 11:03 von Kamillo

Einbußen?

Ich fahre einen 2 Jahre alten Euro 6 Diesel. Welche Einbußen soll ich denn spüren? Die Städte wollen Euro 5 aussperren, also bin ich nicht betroffen.

Achso, ja, wer im Bundestagswahlkampf Wahlversprechen in Richtung Fahrverbote macht, wird von mir nicht gewählt. Wer die Hersteller zu Um/Aufrüstaktionen zwingen will, wird von mir gewählt. Schaut mal auf Heise-Autos, dort wird gerade eine neue Technologie vorgestellt, die effektiver als AdBlue ist, die einfacher zu handhaben und einfacher nachzurüsten ist. Das ist der Weg.

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