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Harte Strafen gegen Raser in der Schweiz: "Es soll schmerzen"

DPA Schweizer Behörden haben den Mercedes eines deutschen Temposünders beschlagnahmt - jetzt wird das Auto möglichweise versteigert. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem Fall.
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#1 - 04.08.2014, 17:06 von uchawi

Sippenhaft für Verkehrsrowdies?

Lange Fahrverbote (gerne bis zu mehreren Jahren) und empfindliche Geldstrafen halte ich für angemessen. Die Beschlagnahme eines möglicherweise mehrere zehntausend Euro teuren Wagens (noch dazu dann, wenn er gar nicht dem Delinquenten allein gehört) ist in meinen Augen völlig sittenwidrig. Schmerzhaft Bestrafen kann man Verkehrsrowdies auch ohne Sippenhaft.

#2 - 04.08.2014, 17:06 von höhenflieger

Ich finde das super weil ...

... so meine alte Karre loswerden kann ohne dafür die Verschrottungsgebühr in Deutschland bezahlen zu müssen. Einfach locker 100 km/h in der Schweiz zu schnell und die Behörden versteigern mein alten OPEL Rekord Baujahr 76. Einfach genial.

#3 - 04.08.2014, 17:08 von UnitedEurope

Titellos

Jemanden das Auto zu beschlagnahmen, "nur" weil er zu schnell war ohne das irgendwas passiert ist, halte ich doch für zu krass. Aber jemanden grundsätzlich das Auto wegzunehmen, der betrunken Auto gefahren ist, halte ich für richtig.

#4 - 04.08.2014, 17:09 von Flusher

Statt mit Populismus...

...rumzuhantieren, könnte man die Verkehrssicherheit tatsächlich mal zur Abwechslung erhöhen, in dem man die ganzen Links- und Mittelspurschleicher zur Rechenschaft zieht. Die sind nämlich der wahre Grund für verstopfte Strassen, dichten Verkehr und eine Vielzahl von Unfälle. Mag sein, dass es dabei keine Toten oder Verletzten gibt, die daraus resultierenden Staus führen aber zu weiteren Unfällen und einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden. Ich wünsche mir mal eine Unfallstatistik die den prozentualen Anteil an "Raserunfällen" mit dem Anteil an Unfällen aus Unachtsamkeit darstellt.

#5 - 04.08.2014, 17:18 von moistvonlipwik

Zitat von uchawi
Lange Fahrverbote (gerne bis zu mehreren Jahren) und empfindliche Geldstrafen halte ich für angemessen. Die Beschlagnahme eines möglicherweise mehrere zehntausend Euro teuren Wagens (noch dazu dann, wenn er gar nicht dem Delinquenten allein gehört) ist in meinen Augen völlig sittenwidrig. Schmerzhaft Bestrafen kann man Verkehrsrowdies auch ohne Sippenhaft.
Anders das Gesetz.
Raserei ist in der Schweiz keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern Straftat. Das benutze Fahrzeug ist Tatwerkzeug. Als solches kann es eingezogen werden.
Auch in der Bundesrepublik werden Fahrzeuge eingezogen, falls Straftaten damit begangen werden. Insbesondere wer wiederholt durch Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) auffällt, muss damit rechnen, das Fahrzeug einzubüßen.
Und das ist übrigens auch das Risiko eines Verleihers - man verleihe halt nur an Leute, denen man vertrauen darf.

#6 - 04.08.2014, 17:19 von makromizer

Zitat von uchawi
Lange Fahrverbote (gerne bis zu mehreren Jahren) und empfindliche Geldstrafen halte ich für angemessen. Die Beschlagnahme eines möglicherweise mehrere zehntausend Euro teuren Wagens (noch dazu dann, wenn er gar nicht dem Delinquenten allein gehört) ist in meinen Augen völlig sittenwidrig. Schmerzhaft Bestrafen kann man Verkehrsrowdies auch ohne Sippenhaft.
Na ja, dass Tatwerkzeuge u. U. konfisziert werden, ist ja nun nichts ungewöhnliches.

Mein Schwager hatte mal mein Luftgewehr (<7,5J) im Garten benutzt. Ende vom Lied: Waffe wurde verschrottet, 500€ Bußgeld, 500€ Rechtskosten.

Nun stelle man sich vor, dass es sich dabei um eine gefährliche Waffe gehandelt hätte und er diese auf öffentlichem Grund benutzt hätte. Was für eine Strafe wäre dann angemessen gewesen? Die Chancen, dass ich ein G-36 zurückbekommen hätte, wären wohl nicht allzu hoch gewesen.

#7 - 04.08.2014, 17:19 von suplesse

Ich finde das richtig!

Das müsste in D auch so laufen. Dann würde es etwas entspannter auf der Autobahn. Dazu bitte bald Geschwindigkeitsbegrenzung 120km/h auf Autobahnen. Allerdings auch für Ausländer im Speziellen Schweizer, die sich hier erlauben, was sie daheim niemals wagen würden.

#8 - 04.08.2014, 17:21 von sl2014

Zitat von Flusher
...rumzuhantieren, könnte man die Verkehrssicherheit tatsächlich mal zur Abwechslung erhöhen, in dem man die ganzen Links- und Mittelspurschleicher zur Rechenschaft zieht. Die sind nämlich der wahre Grund für verstopfte Strassen, dichten Verkehr und eine Vielzahl von Unfälle. Mag sein, dass es dabei keine Toten oder Verletzten gibt, die daraus resultierenden Staus führen aber zu weiteren Unfällen und einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden. Ich wünsche mir mal eine Unfallstatistik die den prozentualen Anteil an "Raserunfällen" mit dem Anteil an Unfällen aus Unachtsamkeit darstellt.
Da erschliesst sich mir nicht ganz der Zusammenhang. Wenn jemand "schleicht", wie verursacht derjenige dann einen Unfall?

#9 - 04.08.2014, 17:21 von taglöhner

Im Repressionsgebaren gegenüber weniger fügsamen Bürgern empfinde ich die Schweizer doch noch ein wenig anachronistisch.

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