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Steigende CO2-Emissionen von Pkw : Diesel-Offensive hat dem Klima nichts gebracht

DPA Der CO2-Ausstoß von Pkw in Deutschland steigt laut Statistischem Bundesamt weiter an. Es rächt sich, dass Hersteller Autos oft leistungsstärker statt sparsamer machen.
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#1 - 26.11.2018, 16:03 von noalk

Wen überrascht das?

Es war doch von Beginn an klar, dass die Flottenverbräuche nur auf getürkten Zahlen beruhen. Trotzdem: Die Hersteller produzieren das, was die Kunden wollen, auch wenn mit geschicktem Marketing kräftig nachgeholfen wird. Die Autoindustrie muss in stärkerem Maße reguliert werden. Ein Umerziehen der Verbrauchenden ist ja nicht möglich.

#2 - 26.11.2018, 16:13 von tullastrasse

Nicht weiter verwunderlich.

Schliesslich muss nahezu jede/jeder einen modischen SUV fahren. Zuhause peinlichst den Müll trennen und dann (z.Bsp.) in einen X5 steigen, welcher über 2 Tonnen wiegt, eine Stirnfläche von rund 3,5 m3 hat und somit rund 25 % mehr Sprit braucht, als ein (wesentlich eleganterer) 5er, der gut 200 kg leichter ist und eine Stirnfläche von vergleichsweise bescheidenen 2,7 m3 hat. Aber ich fürchte die SUV-Pest wird sich leider nicht aufhalten lassen. Mittlerweile wird von den Hersteller praktisch jedes noch so kleine Segment mit dieser völlig sinnfreien Fahrzeug-Gattung besetzt.

#3 - 26.11.2018, 16:14 von MisterD

So ein Quatsch...

sorry, aber man muss sich hier wirklich fragen, ob Autoren solcher Artikel nicht ein Mindestmaß an Verständnis für Motorentechnik und Physik haben sollten...

Ich kann meinen 184 PS-Diesel mit 4,5 l/100km fahren, ich kann ihn aber auch mit 10l/100km bewegen. Ausschlaggebend dafür ist nicht der Motor, sondern der Fahrstil.
Ein PKW mit 265 PS lässt sich (fast) genau spritsparend bewegen, wie ein PKW mit 50 PS. Da der 50PS-PKW viel öfter im Volllastbereich beschleunigen muss, verbraucht er sogar MEHR als der 265 PS-Motor, der so gut wie zu 100% gefordert wird...

Was den Verbrauch erhöht, ist die Tatsache, dass die Autos immer schwerer(!) werden. Und das ist nicht zuletzt dem Komfort und der Sicherheit geschuldet, die wir im PKW alle gerne haben möchten.
Niemand ist gezwungen eine Sitzheizung, elektrisch verstellbare Sitze und Spiegel, Abstandswarner, Spurwechselradar, das große Glasschiebedach, usw. zu nehmen...

Der Autoindustrie vorzuwerfen, dass die Kunden immer komfortablere und sicherere Autos wollen... das ist schon ziemlich dummdreist, sorry...

Viel interessanter wäre gewesen, hätte man in diesem Artikel mal sachlich betrachtet, wo wir stünden, wenn wir statt Diesel ausschließlich Benziner fahren würden... was würde das für den CO2-Ausstoß bedeuten?

#4 - 26.11.2018, 16:17 von pejoachim

Scheinheilig?

Wie sehr die Politik an Fakten vorbeigehen kann und die Medien mit sich zieht, zeigt sich an der Kampagne gegen den Diesel. Nachweislich stirbt niemand durch die Dieselemissionen (NO2 und Feinstaub), der Dieselmotor ist bislang der effizienteste Motor was den Energieverbrauch angeht und dennoch fördert man ihn nicht, sondern macht ihn zum Sündenbock. Jetzt erst bemerkt die Politik, dass übermotorisierte Fahrzeuge, auch Diesel, mehr Kraftstoff verbrauchen, als lediglich ausreichend motorisierte PKW. Vielleicht gelingt es sogar, unsere Politiker irgendwann einmal zu überzeugen, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf unseren Autobahnen ebenfalls sinnvoll wäre; sinnvoll, weil es dadurch weniger Unfälle gäbe, sinnvoll, weil dadurch die Emissionen geringer würden, sinnvoll, weil dadurch der Verbrauch an fossiler Energie sinken würde, sinnvoll, weil sich dadurch die Motivation zum Kauf übermotorisierter Fahrzeuge etwas dämpfen ließe. Aber auf die Vernunft in der Politik zu hoffen, das ist wohl eine Illusion.

#5 - 26.11.2018, 16:19 von MPeter

Hoffnungslos

Und was soll jetzt passieren? Meiner Meinung nach ist das alles sinnlos. Glaubt hier irgendjemand, dass auf diesem Planeten am Ende auch nur ein Tropfen Öl übrig sein wird? Ich nicht. Und wenn sich etwas ändern soll, dann geht das nur durch strikte Vorgaben der Politik. Also Tempolimit, Begrenzung von Leistung und Gewicht per Gesetz. Und strikte Überwachung. Auf freiwilliger Basis ändert sich weder beim Fahrzeughersteller noch beim Käufer etwas. Das Fahrzeug ist zum Statussymbol verkommen. Und somit jede sachliche Diskusion sinnlos.

#6 - 26.11.2018, 16:19 von multimusicman

Tolle Leistung und die DUH, die den Finger

in die offene Wunde legt, soll jetzt kaltgestellt werden.
Das Land hat genau die Politiker, die es verdient weil ein Großteil der Verbraucher den Wahn der Automobilen Dickschiffe aktiv fördert und gerne Märchen glaubt.

#7 - 26.11.2018, 16:20 von gromit777

Fazit irreführend

Unter dem Strich stimmt es, dass der Gesamtverbrauch zugenommen hat.
Allerdings ist der absolute Verbrauch mit 5% deutlich weniger stark gestiegen als die Gesamtfahrleistung mit 9%.
Das Fazit müsste also lauten: Die bessere Effizienz der Fahrzeuge reicht nicht aus, um den zusätzlichen Verkehr zu kompensieren.

Dass der größere Anteil an Dieseln keinen Effekt hatte, ist mit Sicherheit ebenso falsch. Mit einem höheren Anteil von Benzinern wäre der Anstieg sicherlich noch größer gewesen.
Dass der Realverbrauch bei den Dieseln im Gegensatz zu den Benzinern nicht zurück gegangen ist, liegt wahrscheinlich daran, dass Diesel vermehrt auch bei leistungsstarken Fahrzeugen genutzt wurden. Das geht aber aus den Zahlen nicht hervor.

#8 - 26.11.2018, 16:26 von Mehrleser

Seien wir doch ehrlich, niemand wird gezwungen, den VW TDI mit 190 PS zu kaufen, VW hat auch „kleinere“ Diesel im Angebot. Wir Kunden entscheiden, nicht die Industrie. Meinen Wechsel vom 190 PS Diesel auf 280 PS Benziner muss ich alleine verantworten, niemand sonst. Soviel Aufrichtigkeit muss sein.

#9 - 26.11.2018, 16:26 von Hosenträgersepp

Günstiger ÖPNV für ALLE

Die Lösung ist einfach: Günstiger ÖPNV für alle. Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Meine Freundin ist beruflich auf ein Auto angewiesen. Ich fahre hingegen bei gutem Wetter meist mit dem Rad, da der ÖPNV in meiner Stadt zu den teuersten in ganz Deutschland gehört. Zu gemeinsamen Unternehmungen sind wird meist mit dem Auto gefahren. Einfach deshalb, da es (beruflich bedingt) vorhanden war.
Für den Winter habe ich mir nun eine Monatskarte für den ÖPNV geholt. Gegen einen kleinen Aufpreis habe ich mir ein Ticket geholt, das mir die Mitnahme einer weiteren Person erlaubt. Seitdem wird das Auto tatsächlich nur noch berufsbezogen verwendet und somit Emissionen eingespart.
Im Sommer wird wieder auf das Rad umgestiegen. Leider wird dann auch öfter wieder das Auto für private Unternehmungen verwendet. Ist leider billiger als der ÖPNV, da Anschaffungskosten für das Auto sowie Wartung und Instandhaltung überwiegend beruflich veranlasst sind. Im Ergebnis müssen wir EUR 1,30 (Auto)/p.P. gegen EUR 5,50 (ÖPNV -Return-Ticket/p.P) abwägen.

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