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Steigende CO2-Emissionen von Pkw : Diesel-Offensive hat dem Klima nichts gebracht

DPA Der CO2-Ausstoß von Pkw in Deutschland steigt laut Statistischem Bundesamt weiter an. Es rächt sich, dass Hersteller Autos oft leistungsstärker statt sparsamer machen.
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#90 - 26.11.2018, 18:53 von closius

Zitat von MPeter
Und was soll jetzt passieren? Meiner Meinung nach ist das alles sinnlos. Glaubt hier irgendjemand, dass auf diesem Planeten am Ende auch nur ein Tropfen Öl übrig sein wird? Ich nicht. Und wenn sich etwas ändern soll, dann geht das nur durch strikte Vorgaben der Politik. Also Tempolimit, Begrenzung von Leistung und Gewicht per Gesetz. Und strikte Überwachung. Auf freiwilliger Basis ändert sich weder beim Fahrzeughersteller noch beim Käufer etwas. Das Fahrzeug ist zum Statussymbol verkommen. Und somit jede sachliche Diskusion sinnlos.
Sie verkennen etwas: Mobilität. insb. auch automobile Mobilität, ist Lebensqualität. Die Politik wäre bescheuert da etwas verbieten zu wollen, von wenigen grünen Verbotsaktivisten abgesehen.

#91 - 26.11.2018, 18:54 von kraus_adam

Zitat von jim.panse
Bei den Fahrverboten herrschte auch Sicherheit das die nie kommen würden. Die CO2 Steuer kommt sicher auch. Das wird auch die Globalisierung nicht ändern, weil das eine Entscheidung der Regierung ist.
Genial. Dann hat Deutschland die höchsten Strompreise der Welt, die weltweit höchsten Preise für Mobilfunk (bei weltweit schlechtestem Service), die weltweit höchsten Steuern und Abgaben und auch nur die weltweit höchsten Benzinpreise.

Ganz hervorragende Idee.

#92 - 26.11.2018, 19:02 von Yves Martin

Zitat von tommahawk
VW (Audi, Porsche und die restlichen Konzernmarken) begeht organisierte Kriminalität und betrügt systematisch beim Abgastest seiner Diesel. Daraufhin wird der Diesel generalstabsmäßig schlecht geredet und geschrieben und die Käufer verängstigt. Das Ergebnis: Kauf von mehr Benzinern statt Diesel, und damit 30% mehr Ausstoß von CO2. Das ist doch überhaupt NICHT verwunderlich. Die geringen Einsparungen beim NOx-Ausstoß dagegen juckt weder Umwelt (Klima) noch Gesundheit, wie Lungenfachärzte bestätigen. Ein Raucher belastet sich und seine Lungen um ein tausendfaches (!) im Vergleich zu einem Diesel ohne Softwarebetrug. Was für eine Farce sich dort gerade abspielt!
Sie haben - vermutlich ohne es zu wollen - den Kardinalfehler des ganzen Blödsinns beschrieben: Was in den ersten drei Zeilen Ihres Postings noch "organisierte Kriminalität" und "systematischer Betrug" heisst, verläuft sich wenige Zeilen später zur Farce, die niemandem wehtut: Weil NOx in den verkehrsüblichen "Konzentrationen" nun wirklich alles andere als gefährlich ist. Ich habe 40 Jahre lang geraucht und mir mit jeder Zigarette das 2.000-fache der auf der Strasse "erlaubten" NOx-Menge eingepfiffen, deretwegen die Dieselhysteriker heute ein feuchtes Höschen kriegen. Und es geht mir bestens.

Ja, die Motorenentwickler haben vielleicht nicht punktgenau nach dem Buchstaben des Gesetzes gehandelt, aber das passiert täglich in ganz anderen Dimensionen, ohne dass sich irgendwer darüber aufregt (Stichwort: Deklaration der Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Umgang mit Medikamenten, Krankenhaus-Hygiene etc.). Das Theater, das um den Diesel gemacht wird, ist lächerlich. Vor allem, weil nach tatsächlichen, nachweisbaren Gefahren überhaupt niemand mehr fragt; es heisst nur noch "...aber die haben doch das Gesetz nicht eingehalten; deshalb muss man die bestrafen!"

Wir haben in Deutschland heute mit die sauberste Luft und die höchste Lebenserwartung der Welt. Wer die kleinen Nebenwirkungen unserer Industrie- und Wohlstandsgesellschaft trotzdem nicht aushält, sollte sich vielleicht ein Land ohne Autos und Kraftwerke zum Leben suchen, aber nicht den Rest der Republik mit seiner Hysterie terrorisieren.

#93 - 26.11.2018, 19:03 von egonv

Also die 6,8l beim Diesel sind schon arg. Ebenso die durchschnittliche Motorleistung. Da müssen sich alle, die derartige Autos fahren mal echt fragen was das soll. Ich fahre täglich zwecks Arbeit 200km mit meinem Diesel, ist ein Peugeot 508, der ist sicher gehobene Mittelklasse, erreicht Geschwindigkeiten, die ich sowieso nirgends ausfahren kann, und ist im übrigen ein Diesel Euro6 mit AdBlue. Realer Verbrauch liegt bei ca. 5,5l, ich muss aber sagen, dass ich eher gemäßigt fahre. Den habe ich mir wegen des Weges zur Arbeit gekauft - und ja ich nutze manchmal die sehr umständliche, doppelte Zeit berauchende Bahn (und Bus), ist aber kein Dauerzustand. Verbrauch übrigens genauso viel wie mein vorheriger, ein Ford Fiesta. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, wozu man noch "mehr Auto" braucht. Mal davon abgesehen, frage ich mich, der sich größere Autos leisten kann bzw. will. Ohne Herrn Merz zu nahe treten zu wollen, würde ich mich in die obere Mittelschicht einordnen. Meine Frau fährt einen Toyota Yaris Hybrid (Verbrauch ebenfalls 5,5l, fast nur Stadtverkehr). Da lachen wir uns über die Benziner mit den 7,6l auch schlapp.
Und die Benzinpreise sind zu hoch? Ohne Witz, so viele Spitzenverdiener kann es gar nicht geben.
Nein mal ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer in Deutschland sein Auto mehr und länger pro Woche benutzt als ich (wenn, dann ist das sein Beruf oder er ist sehr sehr schlecht organisiert). Folglich braucht sicher kaum jemand ein leistungsstärkeres oder irgendwie besser geartetes Auto. Meine Frau, die nur wenige Kilometer zur Arbeit hat, hat auch auf andere Dinge beim Kauf geachtet. Auf Kurzstrecken fahre ich ihren Hybrid sehr gerne. Teurer als die Autos der meisten anderen war er auch nicht.

#94 - 26.11.2018, 19:17 von Yves Martin

Zitat von der_rüdiger
Verschwendung muss teurer werden. Dann fangen die Leute vielleicht auch mal wieder an nachzudenken. Diese Protzkisten sind eine Verschwendung von Platz, Energie und Ressourcen. Außerdem erhöhen sie die Sicherheit der Insassen auf kosten Anderer. Ein Unding.
Es ist eine Frage, wie man "Verschwendung" definiert. Ein Auto verbraucht überhaupt keinen Sprit; nur seine Benutzung. Also kann man genauso gut die beschränken. Zwei Beispiele:

- Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und wieder abholen? Kann man durch Halteverbote vor Schulen rigoros abstellen: Es gibt Schulbusse und Fahrräder, und Beine haben die Kids auch.

- Fahrten zur Arbeit? Die Leute sollen arbeiten, wo sie wohnen - oder an ihre Arbeitsstellen ziehen. Dort sind die Jobs vielleicht weniger gut bezahlt - aber wenn man erst mal an der Firma nicht mehr parken und/oder die Fahrten zur Arbeit nicht mehr steuerlich absetzen kann, nützt das der Umwelt doch ganz gewaltig.

Sie sehen: Anderen etwas verbieten zu wollen was man selbst nicht braucht und zur Rechtfertigung noch ein grünes Mäntelchen drüberhängen ist einfach. Wenn diese Büchse der Pandora erst mal offen ist, werden sich die Befürworter von Verboten wundern, dass und wie sehr sie selbst davon betroffen sind - obwohl sie doch nur "die anderen" erziehen wollten...

#95 - 26.11.2018, 19:21 von neurobi

Zitat von Tornado
Das SUV Bashing nervt - die Verbraucher wollen diese Fahrzeuge nunmal. Das ist purer Überlebensinstinkt. In einem Polo bin ich nunmal Matsch wenn mich ein LKW rammt. In einem 2 Tonnen Auto habe ich eine Chance.
Unsinn. Bei ein Crash mit einem LKW sind sie im 2 Tonner genauso Matsch wie im Polo. Und das wenn sie mit einem anderen 2 Tonner zusammenrasseln, ist ihre Chance auch nicht besser als wenn es zwei Smarts tun.
Psydosicherheit.

#96 - 26.11.2018, 19:34 von Yves Martin

Zitat von der_rüdiger
Verschwendung muss teurer werden. Dann fangen die Leute vielleicht auch mal wieder an nachzudenken. Diese Protzkisten sind eine Verschwendung von Platz, Energie und Ressourcen. Außerdem erhöhen sie die Sicherheit der Insassen auf kosten Anderer. Ein Unding.
Es ist eine Frage, wie man "Verschwendung" definiert. Ein Auto verbraucht überhaupt keinen Sprit; nur seine Benutzung. Also kann man genauso gut die beschränken. Zwei Beispiele:

- Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und wieder abholen? Kann man durch Halteverbote vor Schulen rigoros abstellen: Es gibt Schulbusse und Fahrräder, und Beine haben die Kids auch.

- Fahrten zur Arbeit? Die Leute sollen arbeiten, wo sie wohnen - oder an ihre Arbeitsstellen ziehen. Dort sind die Jobs vielleicht weniger gut bezahlt - aber wenn man erst mal an der Firma nicht mehr parken und/oder die Fahrten zur Arbeit nicht mehr steuerlich absetzen kann, nützt das der Umwelt doch ganz gewaltig.

Sie sehen: Anderen etwas verbieten zu wollen was man selbst nicht braucht und zur Rechtfertigung noch ein grünes Mäntelchen drüberhängen ist einfach. Wenn diese Büchse der Pandora erst mal offen ist, werden sich die Befürworter von Verboten wundern, dass und wie sehr sie selbst davon betroffen sind - obwohl sie doch nur "die anderen" erziehen wollten...

#97 - 26.11.2018, 19:35 von Yves Martin

Zitat von tommahawk
VW (Audi, Porsche und die restlichen Konzernmarken) begeht organisierte Kriminalität und betrügt systematisch beim Abgastest seiner Diesel. Daraufhin wird der Diesel generalstabsmäßig schlecht geredet und geschrieben und die Käufer verängstigt. Das Ergebnis: Kauf von mehr Benzinern statt Diesel, und damit 30% mehr Ausstoß von CO2. Das ist doch überhaupt NICHT verwunderlich. Die geringen Einsparungen beim NOx-Ausstoß dagegen juckt weder Umwelt (Klima) noch Gesundheit, wie Lungenfachärzte bestätigen. Ein Raucher belastet sich und seine Lungen um ein tausendfaches (!) im Vergleich zu einem Diesel ohne Softwarebetrug. Was für eine Farce sich dort gerade abspielt!
Sie haben - vermutlich ohne es zu wollen - den Kardinalfehler des ganzen Blödsinns beschrieben: Was in den ersten drei Zeilen Ihres Postings noch "organisierte Kriminalität" und "systematischer Betrug" heisst, verläuft sich wenige Zeilen später zur Farce, die niemandem wehtut: Weil NOx in den verkehrsüblichen "Konzentrationen" nun wirklich alles andere als gefährlich ist. Ich habe 40 Jahre lang geraucht und mir mit jeder Zigarette das 2.000-fache der auf der Strasse "erlaubten" NOx-Menge eingepfiffen, deretwegen die Dieselhysteriker heute ein feuchtes Höschen kriegen. Und es geht mir bestens.

Ja, die Motorenentwickler haben vielleicht nicht punktgenau nach dem Buchstaben des Gesetzes gehandelt, aber das passiert täglich in ganz anderen Dimensionen, ohne dass sich irgendwer darüber aufregt (Stichwort: Deklaration der Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Umgang mit Medikamenten, Krankenhaus-Hygiene etc.). Das Theater, das um den Diesel gemacht wird, ist lächerlich. Vor allem, weil nach tatsächlichen, nachweisbaren Gefahren überhaupt niemand mehr fragt; es heisst nur noch "...aber die haben doch das Gesetz nicht eingehalten; deshalb muss man die bestrafen!"

Wir haben in Deutschland heute mit die sauberste Luft und die höchste Lebenserwartung der Welt. Wer die kleinen Nebenwirkungen unserer Industrie- und Wohlstandsgesellschaft trotzdem nicht aushält, sollte sich vielleicht ein Land ohne Autos und Kraftwerke zum Leben suchen, aber nicht den Rest der Republik mit seiner Hysterie terrorisieren.

#98 - 26.11.2018, 19:42 von 112211

90

90 PS, das war mal eine echte Hausnummer. Mit 110 PS im Golf GTi wurde quasi die Energie für das Verlassen der Erdatmosphäre geliefert.

Ja, nee, heutzutage rollt kaum noch ein Auto unter 1,5 Tonnen über die Straßen, und da geht -gefühlt- nix unter 170 PS. Dank der übelsten Sorte Pkw, dem SUV, wird sich an der hohen PS Zahl nichts ändern. Die tonnenschweren PS-Geschosse lassen sich nur durch eines bewegen: PS, PS, und noch mal PS.

Die Stimmen, die hier von Vollast schwafeln, sollten ihre Zeilen mal genauer lesen. Kann schon sein, dass ein Pkw mit mehr als 150 PS auch mit 4,5 Litern/100 km bewegt werden kann. Kann. Die Wirklichkeit auf den deutschen Autobahnen sieht nämlich anders aus. Für die 4,5 Liter dürfte die Spritsspargeschwindigkeit nicht überschritten werden. Die ist wieder ziemlich weit von der SUV-Fahrer-Wohlfühl-Geschwindigkeit entfernt.

#99 - 26.11.2018, 19:46 von neurobi

Zitat von tommahawk
VW (Audi, Porsche und die restlichen Konzernmarken) begeht organisierte Kriminalität und betrügt systematisch beim Abgastest seiner Diesel. Daraufhin wird der Diesel generalstabsmäßig schlecht geredet und geschrieben und die Käufer verängstigt. Das Ergebnis: Kauf von mehr Benzinern statt Diesel, und damit 30% mehr Ausstoß von CO2. Das ist doch überhaupt NICHT verwunderlich. Die geringen Einsparungen beim NOx-Ausstoß dagegen juckt weder Umwelt (Klima) noch Gesundheit, wie Lungenfachärzte bestätigen. Ein Raucher belastet sich und seine Lungen um ein tausendfaches (!) im Vergleich zu einem Diesel ohne Softwarebetrug. Was für eine Farce sich dort gerade abspielt!
Und kein Hersteller war beim Diesel ehrlicher als VW, z.T. sogar noch viel dreister. Und den Dieseln sind die aus dem VW-Konzern bei Straßentests immer unter den saubersten.

Mit meinem heutigen Benziner bin ich mit 5,5 Liter dabei. Ein Diesel müsste einen Liter weniger verbrauchen um beim CO2 besser zu sein.
Und der braucht keine 10 Sekunden bis 100, wenn ich es so will.

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