Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Auto

Streetscooter-Gründer über Mobilität: "Es reicht nicht, einfach Verbrenner-SUV durch

Marco Kneise/ Funke Foto S./ Action Press Mit dem Streetscooter hat er die großen Hersteller blamiert, zur Automobilmesse IAA urteilt E-Mobilitätsspezialist Achim Kampker hart: Die Branche habe nicht umgeschaltet. Er sieht vor allem Ingenieure in der Pflicht.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 1/34   10  
#1 - 09.09.2019, 08:00 von claus7447

Da haben sich die überbezahlten CEOs verzockt

Es klingt noch in meinem Ohr: "Bei uns nicht!", "Alles legal!". Und dann kam Scheibe für Scheibe der Betrug beim Diesel raus. Die Cash Cow wurde durch Betrug geschlachtet. E-Mobilität ausgelacht. Wie abfällig hatte sich Zetsche darüber geäussert. Es war vermutlich der Versuch des gesundbetens, da man merkte, der Zug ist abgefahren. Warum werden die eigentlich so hoch bezahlt?

#2 - 09.09.2019, 08:03 von arikimau

Streetscooter = SUV

Streetscooter werden nur für fahrten benutzt die man ansonsten mit dem Fahrrad, ÖVP oder zu Fuss gegangen wäre. Dazu kommt das unsportliche Menschen sich jetzt noch weniger bewegen müssen. Also entweder wir können also die Welt mit SUV und E-scootern retten oder Verkehrsmittel müssen allgemein reduziert werden.

#3 - 09.09.2019, 08:06 von karlo1952

Was sollen denn die Attribute

eines Herstellers oder Autos sein, wenn nicht Höchstgeschwindigkeit, Reichweite, Design? Vor allem beim Elektroantrieb bleibt es doch weitestgehend darauf begrenzt. Autofahren wird eben noch immer über den Fahrspass definiert und die Kaufentscheidung darauf aufgebaut, oder um etwas anderes, besseres als der Nachbar zu haben. Das ist ja auch nicht nur beim Auto so, sondern auch bei anderen Gütern.

#4 - 09.09.2019, 08:09 von manni.baum

Ingenieure in der Pflicht ?

weil sie nicht gegen den Markt entwickeln, solange die Käufer nicht 2,50 für den Liter Benzin/Diesel zahlen muss wird die Branche nicht umschalten.

#5 - 09.09.2019, 08:09 von Caminare

Vor kurzem musste ich ein neues Auto kaufen, weil das alte schlapp machte. Elektroauto wäre toll gewesen, allerdings kaum machbar. Und das lag nicht am Preis des Autos! Wohne in einer Mietwohnung ohne Garage oder Stellplatz. Es gibt in unserer Stadt diverse Ladestellen, fussläufig ca 10 Minuten und meist belegt. Wie und wo soll ich ein E-Auto laden ohne erheblichen Zeitaufwand? Das Thema der fehlenden Infrastruktur wird fahrlässig unterschätzt und vergessen - auch von den Medien! Nicht jeder kann sich eine eigene Solaranlage aufs Garagendach bauen, um sein Auto aufzutanken. Genau das zeigt aber, dass auch die Entscheidungsträger, die etwas ändern müssen, dies genauso halbherzig machen wie die Autoindustrie die E-Mobilität behandelt.

#6 - 09.09.2019, 08:14 von thequickeningishappening

Was nützt Die beste Technik wenn Jeder Den Groessten haben will ?

Der Verbrauch pro Gewicht ging in Den letzten Jahrzehnten stetig zurück um dann durch schwerere PS Monster wieder kompensiert zu werden. Wenn Dies mit E Antrieb genauso läuft dann zeigt sich mal wieder Das Der Mensch eben nicht lernt ! Weiter oben Der Artikel "Abstiegskampf" ohne Kommentar Funktion. Was dort nicht angesprochen wird sind Die Grundsätze Weniger (fahren), leichter und weniger Leistung. Auch Der Hybrid als Alternative (für mich Die beste Lösung) wird nicht erwähnt !

#7 - 09.09.2019, 08:15 von ich2010

"Es gibt ja Kleinwagen, aber das Gros der Kunden kauft eben Stadtförsterautos, also SUVs, die in Sachen Energieeffizienz eher mangelhaft sind. " Stammtischpolemik! Die meisten verkauften SUV's haben kleine Motoren - Bsp: TCross, TRoc - die kann man beide mit kleinen 1L Motoren kaufen. Diese Motoren findet man übrigens auch im Polo wieder. Und andersherum: es sind Kleinwagen mit 150 PS erhältlich - aus irgendeinem Grund sind die dann politisch moralisch korrekt.
Schon ziemlicher Schwachsinn, was der Herr Ingenieur da von sich gibt. Zumindest von halbwegs gebildeten Menschen sollte man annehmen die wären zu differenziertem Denken fähig und würden sich bei populistischen Aussagen zurückhalten. Nicht die Karosserie macht den Dreck sondern die Motorisierung.

#8 - 09.09.2019, 08:17 von Alpe

Dicker Breiter Schwerer

Dass die Motoren immer sparsamer werden ist zwar generell richtig. Nur: Was bringt das, wenn die Fahrzeuge immer schwerer und stärker werden? Ich besitze einen 1971er Alfa Romeo mit 87 PS. Diesen fahre ich mit ca 8,5 Litern/100 Km Verbrauch. Ein Benziner der oberen Mittelklasse verbraucht heute, also fast 50 Jahre später genauso viel, wenn nicht mehr. Klar, der hat 187 PS und wiegt mindestens eine halbe Tonne mehr. Und all das um eine Person von ca 75 Kg zu transportieren. Ökonomischer und ökologischer Wahnsinn!

#9 - 09.09.2019, 08:18 von severus1985

So ist es

Es ist nicht getan, wenn in 10 Jahren in der morgendlichen Rushhour e-Passat, e-X5 und e-Bulli im Stau stehen und einen mickrigen Menschen "bewegen". Wenn man da morgens mal über die Kreuzung schaut, könnten 95% der Pendler mit nem Renault Twizzy zur Arbeit kommen. Aufgabe der Politik ist es nun, einen solchen Wandel anzureizen, z.B. durch City-Maut, CO2-Steuer, Carsharing-Förderung etc.

    Seite 1/34   10