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Streit über Elektro-Tretroller: Geh weg!

Magdalena Tröndle/dpa Das Bundeskabinett will Elektro-Tretroller genehmigen. Die Verordnung muss noch durch den Bundesrat - einige Länder leisten Widerstand. Es droht ein erbitterter Streit über die Nutzung des Gehwegs.
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#1 - 07.04.2019, 10:24 von 112211

Sinnentwertet

Welch sinnentwertete Diskussion! Ein Blick in Länder/Städte, in denen diese E-Tretroller schon laufen/liefen, zeigt, dass mit diesen Gefährten allenfalls eine neue Gefahrenquelle auf die Straße kommt. Aber klar, der Herr Verkehrsminister muss die Dinger erst mal durchwinken.

Frage: sind die einzigen Gründe, weswegen diese E-Tretroller die Straßenzulassung erhalten, entweder eine Überproduktion an Akkus oder eine Abschöpfung von Ersparnissen durch neue Spielzeuge? Mir fällt dann noch ein potentieller Grund ein: bessere Auslastung des Gesundheitssystems nebst Gipsherstellern usw.

#2 - 07.04.2019, 10:25 von ttvtt

Wir sind alle verloren

Ob ein solches Gefährt im Straßenverkehr großer Städte Sinn macht, ist sehr leicht zu beantworten. Man nimmt solch einen Scooter und fährt einfach mal während der Rushhour auf Geh- und Fahrradweg oder auf der Straße. Am besten prüft man es auch, indem man 20 solcher Scooter auf einmal am gleichen Ort testet.
Wer dann noch meint, so ein Gefährt ist eine gute Idee, dem ist nicht zu helfen.

#3 - 07.04.2019, 10:27 von helmipeters

wen wundert es ?

Politiker die nur im Dienstwagen von A nach B gefahren werden sollten mal über die Folgen ihres Handels nachdenken. Ich bin nur als Fußgänger unterwegs und habe jetzt schon oft genug Probleme mit Radfahrern die den Bürgersteig statt Strasse nutzen. Wenn dann auch noch E-Roller dazu kommen überlege ich mir ob der Abschluss einer Unfallversicherung eine sinnvolle Investition sein könnte.

#4 - 07.04.2019, 10:27 von GerhardFeder

Geh - Weg

Auf Gehwegen und Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge aller Art nichts zu suchen, weder fahrend noch stehend.
Bereits die Erlaubnis des "Bordsteinparken" öffnete die Umwandlung der Gehwege und führte zum massanhaften Aufstellen von Pollern, weil nun überall geparkt wurde.
Menschen werden nun mal mit Beinen und nicht mit Rädern geboren.

Dass nun die Elektronikschrott- und Wegwerfware Elektroroller etc. zum regierungsamtlichen Kultobjekt wird, das kann nur verwundern; es passt aber ins Bild dieser Regierung in der Endphase.

#5 - 07.04.2019, 10:28 von Violator

Heuchelei

Es ist vollkommen normal, dass Fahrradfahrer illegal Gehwegen nutzen und anscheinen juckt das niemanden. E-Roller auf dem Gehweg (wo sie nichts zu suchen haben) scheinen aber die Apokalypse anzukündigen, merkwürdig...

#6 - 07.04.2019, 10:28 von justinus

12km/h

Das schaffen auch Jogger. Wo dürfen die den rennen, ohne Bremsen, ohne Licht und Klingel?

#7 - 07.04.2019, 10:30 von frenchie3

Ganz einfach

Gleiche Haftung wie bei Autofahrern sprich einen Fußgänger angefahren hat der Rollerfahrer automatisch Schuld. Sinnvoll wäre Haftpflicht und Kennzeichen. Ohne die Möglichkeit einen Rowdie festzustellen würde ich persönlich vor Ort Judge Dredd spielen....

#8 - 07.04.2019, 10:31 von quaki

nicht der Roller ist das Problem,

sondern die Egohaltung der Mobilitätsbenutzer.

Egal, ob man im Auto, Fahrrad oder als Fußgänger unterwegs ist... - jeder verhält sich egoistisch, gedankenlos und/oder will den Anderen seinen Willen aufzwingen.

Das Miteinander, das Rücksichtsvolle und das Mitdenken ist verloren gegangen.

#9 - 07.04.2019, 10:33 von Friedrich der Streitbare

Falscher Grenzwert

12 km/h ist als Grenzwert ungeeignet. Ein mit 11,9 km/h ausgelegter Treter entspricht bei einem Volkslauf einer Zeit von 50 Minuten auf 10 km. Man stelle sich jetzt auf einem nur mittelmäßig belebten Gehweg mehrere solcher Läufer vor, wie sie durch die Passanten pflügen. Der Grenzwert muss für Gehwege auf Fußgängertempo angesetzt werden also 6 km/h.
Mal abgesehen davon, dass sich ganz bestimmt überaus viele "sportliche" Tretrollereigner (=> bis 20 km/h) einen feuchten Kehricht um die Bestimmung kümmern und die letzten Meter dennoch auf dem Gehweg zurücklegen werden.

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