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Techniktrend Range Extender: Kraftwerk an Bord

"Range Anxiety"- die Angst vor dem Ende der Reichweite gilt als größtes Hemmnis für den Boom der Batterieautos. Solange die Akkus zu schwach und zu teuer sind, könnten Range Extender den Pionieren diese Sorge nehmen. Die Hilfsmotoren stehen gerade hoch im Kurs.
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#1 - 30.07.2011, 11:34 von Kaworu

Wird auch Zeit, das sowas mal breitflächiger entwickelt wird. Warum man allerdings nicht schon früher auf die Idee kam, ein "kleines" Notstromaggregat in die Elektroautos einzubauen wird wohl immer ein Rätsel bleiben.

#2 - 30.07.2011, 11:59 von mynona3

Heizung im Elektroauto

ich frage mich immer noch, wie die Heizung in einem Elektroauto funktionieren soll.
Ich kann mir vorstellen, daß im Winter nach einer Aufheizung des Innenraums aus der Fahrzeugbatterie die Kapazität bestenfalls noch bis zur nächsten Steckdose reicht.
Genau da würde sich doch eine Verbrennungskraftmaschine ideal einsetzen lassen: Als Abwärmeproduzent mit Nebenprodukt mechanischer Energie, die über einen Generator zum Nachladen der Batterie genutzt werden könnte.
Weiß da jemand was handfestes?

#3 - 30.07.2011, 12:21 von Oberleerer

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Zitat von mynona3
ich frage mich immer noch, wie die Heizung in einem Elektroauto funktionieren soll.
Das Wichtigste, die Heckscheibenheizung und Sitzheizung sind ja auch jetzt schon elektrisch, weil es wohl zu teuer, zu schwer und zu unzuverlässig wäre, das mit Motorwärme zu versorgen. Die Regler und Akkus produzieren aber womöglich auch genug Abwärme.
Beim Verbrenner gehen die Hälfte der Abwärme über den Auspuff weg und die andere Hälfte über das Kühlwasser.
Ich behaupte mal, dass der Anteil für die Heizung von den 30% des Kühlwassers sehr gering ist.

#4 - 30.07.2011, 12:25 von J4cky

...

Zitat von mynona3
ich frage mich immer noch, wie die Heizung in einem Elektroauto funktionieren soll. Ich kann mir vorstellen, daß im Winter nach einer Aufheizung des Innenraums aus der Fahrzeugbatterie die Kapazität bestenfalls noch bis zur nächsten Steckdose reicht. Genau da würde sich doch eine Verbrennungskraftmaschine ideal einsetzen lassen: Als Abwärmeproduzent mit Nebenprodukt mechanischer Energie, die über einen Generator zum Nachladen der Batterie genutzt werden könnte. Weiß da jemand was handfestes?
Es wird eine klassische Elektroheizung eingebaut. Je nach Fahrzeugtyp größer oder kleiner ... Es stimmt natürlich, dass die maximale Strecke damit verkürzt wird. Noch schlimmer sind allerdings Klimaanlagen im Hochsommer! Der Verbrauch zu Kühlen ist größer. Entsprechend werden E-Autos auch eine Funktion haben sämtliche Komfortbauteile abzuschalten, damit eine maximale Reichweite ermöglicht werden kann. Insgesamt wird das Fahren mit dem E-Auto zu einem spannend Balanceakt mit Energie. Ich selbst bin auch schon E-Golf gefahren und muss sagen auf der einen Seite gibt es neue Innovationen wie die Standklimaanlage für Sommer und Winter einstellbar über IPhone, aber auch das Energierückgewinnungssystem zum Bremsen vor der Ampel oder sonstigen Anpassungen im Straßenverkehr.

Allerdings würde ich mir solch ein Auto für >40.000€ mit maximaler Reichweite von 150km nie kaufen.

#5 - 30.07.2011, 12:41 von and_one

Volksverdummung

Zitat von sysop
"Range Anxiety"- die Angst vor dem Ende der Reichweite gilt als größtes Hemmnis für den Boom der Batterieautos. Solange die Akkus zu schwach und zu teuer sind, könnten Range Extender den Pionieren diese Sorge nehmen. Die Hilfsmotoren stehen gerade hoch im Kurs.
Wenn es nicht in Wirklichkeit um Riesensubventionen für teure, schwere, umweltschädliche und unwirtschaftliche Akkus ginge, und darum, der Autoindustrie durch Salamitaktik mehr Autogenerationen (= Umsatz) zu bescheren, würde man ohnehin "Serielle Hybride" bauen.

Man nimmt einen (Vielstoff-) Verbrennungsmotor - vielleicht eine Miniturbine – der nur Strom erzeugt. Da dieser Motor nicht in Teillast laufen müsste, wären minimale Größen, optimale Verbrauchswerte und der Einsatz von Bio-Sprit möglich. Keine Riesenakkus schlagen auf das Fahrzeuggewicht. Im Gegenteil, weil viele mechanische Kraftübertragungen inkl. der damit einhergehenden Leistungsverluste nicht mehr erforderlich sind und die E-Motoren nah an den Rädern sitzen. Die Autos können sogar leichter werden und man erhält bei der Konstruktion größere Freiheit.

Das aber ist zu einfach – und bringt, wie es scheint, nicht genug Geld ein.

#6 - 30.07.2011, 12:43 von meinungsbeharrer

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Diese ganzen gehypten E-Spielzeuge sind doch nichts für die breite Masse der Berufspendler und Otto Normalverbraucher.

Welche Verdienstgruppe kann und will sich denn Autos leisten, die rd. 45 k€ kosten, die das Platzangebot eines Kleinwagen haben (Opel Ampera mit 4 Sitzplätzen und 300 Liter Kofferaum) und nach Ende der Akkuleistung mit 7 l/100km (35 Liter-Tank, 500 km Reichweite) für einen 1,4 l Motor nicht mal besonders effizient sind ?

Oder wer kauft sich ein Luxusauto (Jaguar), welches nach einer Strecke von maximal 45 km nur noch mit 48 PS unterwegs ist ?

Wie verhalten sich solche Autos (speziell die Akkus), wenn wir wieder monatelange Winter mit Minustemperaturen haben, und man auf den bislang gewohnten Komfort (Heizung, Sitzheizung, beheizte Scheiben) nicht verzichten will ?

Also praktischer Nutzen und Bezahlbarkeit sieht für mich anders aus

#7 - 30.07.2011, 12:51 von Flightkit

Ein Zwischenschritt, wenn ich richtig verstehe.

Unbedingt einen Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor ersetzen zu wollen hat natürlich eine ideologische Dimension.

Die auch sichtbar werden könnte, wenn man nun Verbrennungsmotore einbaut, damit jener Strom erzteugt werden kann, der das Elektro-Auto antreiben soll.

Im Grunde geht es doch auch darum, daß Strom zukünftig ökologisch - zum Beispiel durch Windkraft- hergestellt wird, bevor er dann, in Akkus gespeichert, die Elektro-Autos antreiben soll.

Wie wäre es denn damit, daß man auf den Autos Windräder anbringt, die den Strom zum Antrieb des Elektro-Autos erzeugen, und ein Verbrennungsmotor einstweilen in herkömmlicher Weise für den Antrieb sorgt, um auf diese Weise den für die Windturbine notwendigen Fahrtwind zu generieren?

Mamn muß doch nicht alles unnötig kompliziert machen.

#8 - 30.07.2011, 13:15 von Josef Ritter

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Zitat von mynona3
ich frage mich immer noch, wie die Heizung in einem Elektroauto funktionieren soll. Ich kann mir vorstellen, daß im Winter nach einer Aufheizung des Innenraums aus der Fahrzeugbatterie die Kapazität bestenfalls noch bis zur nächsten Steckdose reicht. Genau da würde sich doch eine Verbrennungskraftmaschine ideal einsetzen lassen: Als Abwärmeproduzent mit Nebenprodukt mechanischer Energie, die über einen Generator zum Nachladen der Batterie genutzt werden könnte. Weiß da jemand was handfestes?
Mit einem elt. Zusatzheizer wie ihn der D Smart hat oder notfalls mit einer Webasto oder Eberspächer wenn die Akku Prozesswärme nicht reicht.

Range Extender. Das Jaguarkonzept ist das beste.

#9 - 30.07.2011, 13:26 von jaypi

Gas

Zitat von and_one
Man nimmt einen (Vielstoff-) Verbrennungsmotor - vielleicht eine Miniturbine – der nur Strom erzeugt. Da dieser Motor nicht in Teillast laufen müsste, wären minimale Größen, optimale Verbrauchswerte und der Einsatz von Bio-Sprit möglich. Keine Riesenakkus schlagen auf das Fahrzeuggewicht. Im Gegenteil, weil viele mechanische Kraftübertragungen inkl. der damit einhergehenden Leistungsverluste nicht mehr erforderlich sind und die E-Motoren nah an den Rädern sitzen. Die Autos können sogar leichter werden und man erhält bei der Konstruktion größere Freiheit. Das aber ist zu einfach – und bringt, wie es scheint, nicht genug Geld ein.
Und den Stromerzeuger dann mit Bio- oder Autogas betreiben - das wärs doch ! (Von Biosprit halte ich aus ökologischen Gründen gar nichts) Aber das wäre auch wirklich zu simpel ... obwohl es definitiv das sinnvollste wäre.

E-Autos mit Ökostrom zu betreiben, ist vorläufig sowieso Unsinn - der Ökostrom ist im "normalen" Netz erst mal besser aufgehoben, zumnindest bis alle Haushalte etc. damit voll versorgt werden können!

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