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#1 - 08.06.2015, 13:34 von Leser161

Was nein wieso? Meinthalben kann jeder Artikel hier eine Meinung haben.
Eine Meinung jedoch, die in einem Medium mit Anspruch veröffentlicht wird sollte jedoch sachlich vernünftig begründet sein. Beleidigungen der Gegenseite oder substanzlose Argumentation erwarte ich in anderen Publikationen.
Ausserdem wäre es schön, wenn die gegensätzlichen Meinungen zu einem Thema in etwa denselben Platz eingeräumt bekommen würden.

#2 - 08.06.2015, 13:51 von libebknofne

Sie scheinen das Problem immer noch nicht verstanden zu haben: die Meinungsmache in denjenigen Wortbeiträgen, die *nicht* als "'Kommentar', 'Kolumne' oder 'Debattenbeitrag'" gekennzeichnet sind, sondern den Eindruck erwecken, den Leser informieren zu wollen.

#3 - 08.06.2015, 14:05 von Mardor

Zitat von libebknofne
Sie scheinen das Problem immer noch nicht verstanden zu haben: die Meinungsmache in denjenigen Wortbeiträgen, die *nicht* als "'Kommentar', 'Kolumne' oder 'Debattenbeitrag'" gekennzeichnet sind, sondern den Eindruck erwecken, den Leser informieren zu wollen.
Sie hingegen scheinen Probleme mit dem verstehenden Lesen von Texten zu haben: "Autorenstücke sind mit vollem Namen gekennzeichnete Texte. Hier fließen die Expertise und die Einschätzungen der Kollegen ein, beispielsweise in Form einer Analyse oder einer Reportage."

#4 - 08.06.2015, 14:05 von aleman61

"Autorenstücke sind mit vollem Namen gekennzeichnete Texte. Hier fließen die Expertise und die Einschätzungen der Kollegen ein, beispielsweise in Form einer Analyse oder einer Reportage. "
Herr Kuzmany, wahrscheinlich liegt es an diesen Autorenstücken, dass der Leser manchmal Nachricht nicht von Kommentar unterscheiden kann und gegen vorgekaute Meinungsreportagen protestiert. Werden nämlich in der Analyse begriffe wie "stumpfsinnige Wutbürger" für PEGIDA (bin kein Freund von denen) oder "unvernünftiger Umweltsünder" fúr Sportwagen benutzt, dann ist der Übergang zum Kommentar fliessend. In solchen Artikeln sollte man mit wertenden Adjektiven und Adverbien sparsam umgehen. In diesem Sinne MfG

#5 - 08.06.2015, 14:06 von logtor

Gut, vielleicht stimme ich nicht mit der politischen Grundlinie des Spiegel überein und bin aus diesem Grund besonders kritisch. Für mich haben die Publikationen meiner Meinung nach einen ausserordentlich schwachen Bezug zur Sachlogik, unabhängig von der politischen Ausrichtung. Gut, sie sind kostenlos und möglicherweise unter Zeitdruck geschrieben. Aber wenn das so wäre, dann würde ich als Spiegel-Eigner solche Publikationen nicht veröffentlichen. Sie schaden dem Ruf der Marke "Spiegel". Während der Spiegel für mich früher, der Inbegriff kritischen Journalismus war, verbinde ich leider nichts mehr positives mit dem Spiegel und ich vermeide häufig einen Kauf, auch wenn mich manches publizierte Thema interessiert.
Ich denke im heute härteren Wettbewerb im Journalismus werden sich nur solche Publikationen auf Dauer behaupten können, die wirklich glaubhaft vermitteln, dass sie unabhängig sind von fremden Interessen und in sich schlüssig sind. Wer bezahlt schon für eine Publikation, wenn er den Eindruck hat, dass er durch diese nicht nur informiert, sondern auch manipuliert werden soll?

#6 - 08.06.2015, 14:07 von Toe Jam

Schön wärs, Herr Kuzmany.

Wollen Sie uns eigentlich auf den Arm nehmen?

Erst ein paar Tage her:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dresden-cdu-droht-letzte-grosse-metropole-zu-verlieren-a-1037244.html

Der "Artikel" ist als gar nix gekennzeichnet, hat in der Überschrift aber schon eine verleumderische Wertung "Pöbel-Bewegung"

#7 - 08.06.2015, 14:24 von Mardor

Zitat von Toe Jam
Schön wärs, Herr Kuzmany. Wollen Sie uns eigentlich auf den Arm nehmen? Erst ein paar Tage her: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dresden-cdu-droht-letzte-grosse-metropole-zu-verlieren-a-1037244.html Der "Artikel" ist als gar nix gekennzeichnet, hat in der Überschrift aber schon eine verleumderische Wertung "Pöbel-Bewegung"
Mimimimi... Sorry, aber wer in "PEGIDA" irgendetwas anderes zu erkennen vermag als eine Sammelbewegung pöbelnder, rassistischer und armseliger Kleingeister, der ist selbst entweder bösartig oder dumm oder beides - das hat nichts, aber auch gar nichts mit Verleumdung zu tun!

#8 - 08.06.2015, 14:25 von Olaf

Für mich entsteht der Eindruck, als wäre der SPON dabei so etwas wie das linke Gegenstück zur BILD zu werden.

Man versucht Aufmerksamkeit zu erregen durch provozieren und polarisieren. Die journalistische Qualität bleibt meiner Meinung nach dabei auf der Strecke.

Vielleicht funktioniert diese Strategie ja auch und erzeugt mehr Aufmerksamkeit und damit Klicks. Bei der BILD funktioniert die Strategie ja auch.

Allerdings besteht die Gefahr, dass die Marke SPIEGEL, die ja für Qualitätsjournalismus steht, dabei beschädigt wird.

#9 - 08.06.2015, 14:28 von garfield

Zitat von sysop
Wir kennzeichnen unsere Meinungstexte mit den Worten "Kommentar", "Kolumne" oder "Debattenbeitrag" in der Autorenzeile.
Naja, immerhin ein wenig größer als das Wort "Anzeige" für Medikamentenwerbung in einer medizinischen Fachzeitschrift.
Zitat von sysop
Doch das allein scheint nicht auszureichen.
Könnte es vielleicht daran liegen, dass eben auch in Euren "auf Fakten basierenden Berichten" eine derart manipulative Sprache an der Tagesordnung ist, dass diese nicht mehr von Kommentaren zu unterscheiden sind? Und ist es nicht genau DAS, was einer der Hauptvorwürfe an Eurer "Berichterstattung" ist?
Zitat von sysop
Meldungen sind mit einem Kürzel gezeichnet und vermerken jeweils die Quellen, meist basieren sie auf Informationen von Nachrichtenagenturen. Hier zählen ausschließlich die Fakten.
Und wie sieht es mit der Verifizierung aus mindestens einer WEITEREN UNABHÄNGIGEN(!) Quelle aus, wie Ihr letztens versprochen hattet? Das fehlt oft genug nach wie vor und es wird weiterhin ungeprüft von Nachrichtenagenturen abgeschrieben oder es kommt in den beiden großen Konfliktthemen dieser Tage nahezu ausschließlich "unsere" Seite zur Sprache. Informiert sich dann jemand auf der "anderen Seite", wird er gleich als propagandahörig nieder gemacht.
Bringt weniger solcher "Erklärbeiträge", sondern nehmt Euch stattdessen endlich die Kritik zu Herzen und bügelt sie nicht immer als von "Putin bezahlt" ab.

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