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125 Jahre elektrischer Stuhl: Moderner Morden

Le Petit Parisien Im August 1890 richteten die USA erstmals einen Menschen auf dem elektrischen Stuhl hin. Die Exekution per Strom galt als Inbegriff von Fortschritt und Humanität - der Verurteilte litt Höllenqualen.
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#1 - 03.08.2015, 11:55 von Joe Weimer

Ich habe es nie verstanden

Soll die Todesstrafe eine "Bestrafung" seine oder eine Methode, den Delinquenten so einfach und schmerzlos vom Leben zum Tode zu befördern? Die Stasimethode "unerwarteter Nahschuss" in den Hinterkopf wäre da ja humaner gewesen oder?

#2 - 03.08.2015, 12:10 von Markus Bruch

Die Qual der Delingquenten ...

wird sicher nicht nur billigend in Kauf genommen.
In God’s own country und vergleichbar rückständigen Staaten, herrscht immer noch das Auge-um-Auge-Prinzip – niedere Rachegelüste verstaatlicht sozusagen.

#3 - 03.08.2015, 12:22 von Reinhard von Wasielewski

Nicht so schwer...

Die Bestrafung ist das Nehmen des Lebens, nicht die Hinrichtung per se. Die soll möglichst einfach und schmerzlos sein. Stasi? das Problem des unerwarteten Nahschusses ist es, dass man ja ein Urteil braucht, und der Delinquent also weiss, was kommt. Bei der Stasi war das ja nicht immer der Fall...

#4 - 03.08.2015, 13:18 von Jürgen Kura

Die Guillutine bereits

sollte schnelles, massenhaftes und humanes Töten ermöglichen. Jedes Zeitalter erfordert wohl eine eigene Technik. Die Nazis aber haben die Massentötung mit Gas perfektioniert. Es klingt zynisch, ist aber eine Wahrheit: Eiffizienz ist eine deutsche Tugend. Auch beim Töten.

#5 - 03.08.2015, 14:09 von Andreas Scola

@joe

Anzumerken wäre, das es diese Art der Hinrichtung ("unerwarteter Nahschuss") in der DDR nicht gab und schon gar nicht eine übliche Stasimethode war.
Bei den Nazis oder z.B. beim US-Militär und auch anderen Kriegstreibern etc. war/ist diese Methode allerdings sehr beliebt. Schnell, schmerzlos und vor allem BILLIG.
Nüchtern betrachtet ist es allemal humaner als das Rösten des Opfers.
Ein Verbrechen an der Menschlichkeit sind beide Methoden trotzdem.

#6 - 03.08.2015, 14:39 von Wulf Storch

Kalt geplant

"Der Tod ist die Strafe, nicht die Hinrichtung"

Diskussionen über Tötungsformen kranken daran, dass sie in Regel ohne Kenntnisse der tatsächlichen pathophysiologischen Vorgänge geführt werden. Das gilt für das Schlachten von Tieren genauso wie für Formen des Suizid oder für Hinrichtungen. In allen Fällen geht es um den schnellen möglichst schmerzfreien Eintritt der Bewusstlosigkeit. Dieser wird durch eine Axt genau so schnell erzielt wie durch einen Kopfschuss oder Stromschlag und nur geringfügig langsamer durch die Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns beim Erhängen.

Was danach passiert ist sekundär. Grundsätzlich tritt der Tod des Organismus erst durch einen Herz-Kreislaufstillstand ein. Beim Schlachten ist der zunächst gar nicht erwünscht, da das Tier ausbluten soll. Bewusstlosigkeit führt alleine nicht zum Tod, sondern erst eine direkte Schädigung des Herzens, entweder durch Sauerstoffmangel z.B. beim Ausbluten, nach Ersticken oder durch Gift oder Stromwirkung aufs Herz selbst. Dieser Todeskampf ist für den Zuschauer belastend, für den Bewusstlosen kaum.
Übrigens, ich bin mit ganz wenigen Ausnahmen unter Kriegsbedingungen ein strikter Gegner der Todesstrafe. Was ist schon ekelhafter, als eine kalt geplante Tötung durch den Staat?

#7 - 03.08.2015, 14:43 von Nils Peer Clasen

Elektrokution (eine Zusammenziehung der Begriffe "Elektro" und "Exekution")

Vielen Dank, dass das noch einmal erläutert wurde, das hätte ja im Leben nicht irgend jemand verstanden...

#8 - 03.08.2015, 14:44 von dieter lucks

Vergessen zu berichten ...

Die Ermordeten erlitten auch Höllenqualen. Oder etwa nicht?

#9 - 03.08.2015, 15:17 von Rainer Duffner

Das Problem beim Kopfschuss ist ja,

dass da dann ganz klar ist, wer der Henker ist.
Vor allem für den Henker selber.
Bei den Giftspritzen ist es ein Maschine und beim elektrischen Stuhl genauso.

AFAIK bekommen die meisten Henker in den USA trotzdem früher oder später psychische Probleme.

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