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Charité-Arzt Sauerbruch: "Halt die Klappe. In der Klinik sind viele Nazis!"

ullstein bild NS-Täter oder Judenretter? Starchirurg Ferdinand Sauerbruch ist bis heute umstritten. Nun hat ein Historiker ein unveröffentlichtes Tagebuch ausgewertet - und die ARD-Serie "Charité" zeichnet ein heldenhaftes Bild.
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#1 - 07.02.2019, 19:18 von Nicolas Beyer

die nazis waren immer die anderen

ach ja, das deutsche trauma. immer auf der suche nach den guten deutschen inmitten der bösen nazis. immer noch dient Spielbergs Schindlers liste als vorlage für deutsche Schmunzetten und verwurstete nazi-dramen. die bösen nazis sind immer die anderen. die scheinen mit dem Raumschiff gelandet zu sein. jetzt die nächste history-pilcher-verwurstung: Charité....ein volk das sich auch 70 Jahre verblenden lassen will. diesmal nur von den Intendanten der ard und des zdf. kein wunder das die mini-serie holocaust auch 40 jahre nach der Erstausstrahlung wieder auf Spartenprogramme ins Nachtprogramm strafversetzt wurde. symbolisiert doch Herr Dorf weit mehr die Wirklichkeit der Grausamkeit, des Neids, des Hasses der Deutschen von damals.

#2 - 07.02.2019, 19:32 von Harry Horstmann

Hallo Herr Gunkel

Sie schreiben, dass bei einer OP Unterdruck entweicht. Mich würde sehr interessieren, wie so etwas gehen soll. Haben Sie vielleicht ein neues physikalisches Phänomen entdeckt?

#3 - 07.02.2019, 20:05 von Rainer Duffner

Naja

Da gibt es sicher mehr Leute, die noch lauter "Heil Hitler" gerufen haben und sich hinterher aber besser rausgeredet haben.

Wie in jeder Diktatur hat jeder seine eigenen Mechanismen, um sich abzugrenzen. Viele haben sich ins Private zurückgezogen. Manche ins Berufliche. Von Braun war so einer. Der wollte letztlich nur Raketen bauen - egal wie und um welchen Preis.

Sauerbruch wollte wohl vor allem Arzt sein.

#4 - 07.02.2019, 21:49 von Helmuth Habel

Prof. Sauerbruch,

das ich das noch erleben darf, ein Artikel über Sauerbruch.
Wenn SPON erlaubt, mögen hier zwei Anekdoten zu ihm erzählt sein:
Ich wohnte in den 80er und 90er in Berlin Grunewald.
Mein Vermieter war - schon uralt - und ein sehr bekannter Arzt in Berlin.
Wir gingen die Richard Str. runter und an der Ecke Delbrückstr. ist eine Büste von Sauerbruch,
die steht da wohl immer noch.
Mein Vermieter: " Der war mal als Genaralstabsarzt in Paris als wir das besetzt hatten., und ich war sein Adjudant.... Meine Güte, Stiefel mußten glänzten...."
"Ja und, wie war der so?"
"Ach, eigentlich ziemlich in Ordnung. Wir mußten wegen Tripper etc. immer unterwegs sein, bei den Soldaten.
Einmal waren wir in einem gewissen Etablissement, wo sich die Pärchen in eindeutiger Postion befanden.."
"Ach was, und dann.."
"Einer schrie: Offizier im Raum, da müßten ja alle aufstehen oder strammstehen...
Dann heißt es ja eigentilch: Stehen Sie bequem oder weitermachen..., naja, Sauerbruch meinte ´machen Sie weiter´..., war schon etwas ungewöhnlich, dieser Befehl."...
Eine weitere vielleicht noch, die Frau meines Vermieters war auch eine bekannte Ärztin im damaligen Berlin.
Und sie hatte bei Sauerbruch studiert, in diesem berühmten Hörsaal."
Sie hatte mir einmal erzählt, das Sauerbruch seine Studenten alle dutzt. Das war für die damalige Zeit, eigentlich unfaßbar.
So, eines Tages, Sauerbruch doziert vorne, und oben ging die Tür auf. Das konnte der auf den tod nicht ab, wenn sich jemand verspätete.
Herein kam eine Studenten aufgetakelt mit Hackenschuhen, Pelt, Geschmicht, eigentlich das ganze Programm.
Sauerbruch meinte: " Ja, Herr Gott nocvh mal, wo kommst Du denn her?"
Darauf die Stundentin:" Ferdinand, das geht gar nichts an."
Meine Vermieterin: " Da war aber richtig was los."

#5 - 07.02.2019, 22:41 von Christoph Mayer

Hallo Herr Horstmann

@Hostmann: Sie machen sich lustig über den Autor, der das entweichen des Unterdrucks erwähnt. Auch wenn dier Vorgang nur mit wenigen Worten beschrieben wurde, habe ich sofort verstanden, was passiert ist. Wenn man etas nicht versteht, sollte man sich vielleicht eher informieren, als zu lästern. Google hilft da sofort:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Sauerbruch#/media/File:Mikulicz-Unterdruckkammer.JPG

#6 - 08.02.2019, 09:22 von Käptn Olgi

Kurt Eisner...

... war Bayerischer Ministerpräsident als er am 21.02.1919 in München ermordet wurde. Die Münchner/Bairische Räterepublik wurde allerdings erst am 07.04.1919 ausgerufen...

#7 - 08.02.2019, 11:56 von Nick Klein

Bild 2

Auf Bild 2 hat er nicht mehr selbst operiert (das konnte er nicht mehr), er war nur für eine Reportage als Assistent (wegen seinem Namen) mit dabei. Das war auch nur eine klitzekleine Privatklinik, nicht mehr an der Charité. Sie J. Thorwald, Die Entlassung.

#8 - 08.02.2019, 16:28 von Stein Reich

@ 2. und 5.

Da muß ich Christoph Mayer zustimmen - anstatt klug zu tun, beweisen Sie doch lieber echte Kompetenz und machen Sie einen Vorschlag, wie man das besser formulieren könnte ...

#9 - 09.02.2019, 00:29 von Lana Mack

Meine Mutter

war 1942-45 in einen Konzentrationslager i.d.N. von Frankfurt . Sie hat nicht allzu viel darüber erzählt. Allerdings hat sie Professor Sauerbruch immer wieder und immer mit Hochachtung erwähnt. Er hatte wohl eine gute Reputation bei den Häftlingen.

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