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Ein Auto, uns alle zu einen

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#1 - 05.09.2012, 16:36 von

In der "Generation Golf" bekam man noch keinen von seinen Eltern zum Abitur geschenkt; allerhoechsens hatte man den gebrauchten Audi 50 von Mutti wie mein Kommilitone oder einen geerbten, fast neuen Ford Escort wie ich.
Der einzige von uns, der als Erstsemesterstudent einen nagelneuen Golf GTI sein Eigen nennen konnte, hatte diesen schon damals nicht billigen Wagen von seiner Abfindung als Bundeswehroffizier bezahlt ...

#2 - 05.09.2012, 17:12 von gerhart wiesend

Ich kaufte mir um 1975 einen VW-Golf. Ein miserables Auto. Seitdem meide ich die Produkte dieses Konzerns.
Nach mehreren Käfern vertraute ich dieser Firma, die noch dazu den neuen Golf als "Auto ohne Kinderkrankheiten" bewarb. Der Golf hatte zahlreiche davon, die auch nicht zu beseitigen waren. So riss zum Beispiel das Kupplungsseil immer wieder. Die Garantiezeit betrug nur ein halbes Jahr. Kulanz gab es nicht.
Erfreulicherweise befreite mich ein nicht selbst verschuldeter Unfall von dieser Schrottkarre.
Seidem fahre ich Saab.

#3 - 05.09.2012, 22:14 von

Obwohl in dieser Altersgruppe, empfinde ich die Bezeichnung "Generation Golf" für mich persönlich als Beleidigung. Ich selbst stand auf der anderen Seite und empfinde mich so eher der "Generation Kadett" zugehörig.

#4 - 05.09.2012, 22:14 von Oli Misch

>Ich kaufte mir um 1975 einen VW-Golf. Ein miserables Auto. Seitdem meide ich die Produkte dieses Konzerns.
>Nach mehreren Käfern vertraute ich dieser Firma, die noch dazu den neuen Golf als "Auto ohne Kinderkrankheiten" bewarb. Der Golf hatte zahlreiche davon, die auch nicht zu beseitigen waren. So riss zum Beispiel das Kupplungsseil immer wieder. Die Garantiezeit betrug nur ein halbes Jahr. Kulanz gab es nicht.
>Erfreulicherweise befreite mich ein nicht selbst verschuldeter Unfall von dieser Schrottkarre.
>Seidem fahre ich Saab.

Gings hart auf hart - hatte ein GTI keine Chance gegen Ritmo, 205 oder meinen Alfasud. Einzig auf der Autostrada gings mit knapp 5kmh Ueberschuss an den Anderen vorbei. Beim Rosten war er gleich schnell wie der Sud. Sound war erbärmlich im Vergleich zu Ritmo und Alfa.

Noch grausliger war der Corrado. Da hat der ganze Vorbau sich verzogen ging man mal hart auf die Bremse. Der billigere Delta konnte das um einiges besser. Beim Corrado gingen regelmässig die vorderen Bremsklötze in Flammen auf.

Golf III meiner Frau hat gerade mal 80k gehalten danach war einfach alles kaputt. Der Passat wurde glücklicherweise von einem Laster ins Nirvana befördert - ich hätt der Scheisskarre sonst den Gnadenschuss gegeben.

Niemals wieder VAG. Die haben einen Kunden lebenslänglich verloren und das bedeutet viel Verlust.

#5 - 05.09.2012, 22:14 von Udo Kaiser

ich finde der golf ist, egal in welcher auflage, ein hässliches auto. ich verstehe nicht warum man die menschheit seit so vielen jahren mit diesem langweiligen eckigen auto nerven muss. nie wuerde ich mir so ein teil kaufen.

#6 - 06.09.2012, 11:08 von

Ich hatte einen Golf II, Baujahr 1986. Ich fuhr damit bis 2001. Es war ein zuverlässiges und robustes Auto, das mich nie im Stich gelassen hat. Ausserdem hatte es einen deutlichen Vorteil gegenüber heutigen Autos: Man konnte fast alle Reparaturen selbst durchführen. Es kam aber nicht oft vor, dass man etwas reparieren mußte, meist waren es nur Kleinigkeiten bzw. Verschleißteile.

1999 wurde der Simmerring undicht, das ließ ich in einer freien Werkstatt günstig reparieren. 2000 fuhr mir ein unbekannter Unfallverursacher in eine Tür, als das Auto parkte. Auf dem Schrottplatz fand ich eine Ersatztüre, die ich passend lackiert und eingebaut habe. Zum Schluss habe ich den Wagen an Bekannte aus Osteuropa verkauft - er fährt übrigens noch heute!

Das Markenzeichen des VW Gold II war eigentlich, dass er zu überhaupt keiner Generation gehörte. Der Golf II war ein klassenloses Auto. Damit fuhren Studenten, Auszubildende und auch Manager und Professoren. Der Golf II war damals das einzige Auto, mit dem man genauso gut auf dem Campingplatz als auch vor dem Staatstheater vorfahren konnte. Das galt auch noch für den Golf III. Beim Golf IV begannen dann die Preise abzuheben.

Ein Auto nach dem Muster eines VW Golf II fehlt heute. Ein zweckmäßiges und robustes Auto, an dem sich keine überflüssige Technik befindet, das man mit üblichem Werkzeug selbst reparieren kann. Ein Auto, dass in allen gesellschaftlichen Schichten verbreitet ist. Mir hat das zweckmäßige eckige Design sehr gut gefallen. Mit den schwülstigen Autos von heute kann ich nichts anfangen, manche sind ja so schwülstig gebaut, da denkt man eher an schwüle Träume statt an ein Auto.

Besser als der Golf II hat mir bisher nur der Mercedes 200 gefallen, auch wenn der seine Tücken hatte, wie während der Fahrt aufspringende Türen, naja, da hinten niemand saß, habe ich beide Türen einfach mit Gepäckbändern von innen zusammengebunden, bis ich die Zeit gefunden hatte, das zu reparieren.

Nur die VAG-Vertragswerkstadt bei uns im Ort kann ich nicht empfehlen. Ich habe das meiste selbst gemacht, nur Ende der 90ger Jahre ließ ich den Simmerring in einer freien Werkstatt tauschen.

#7 - 14.03.2014, 12:00 von Kai Bonte

Ein Auto, uns alle zu einen

Sind Sie "Generation X"? Ein "Digital Native"? Oder doch "Generation Y"? Seit den Achtzigern werden ständig neue Etiketten für Altersklassen erfunden - eine davon war die "Generation Golf". Zur Vorstellung der neuesten Ausgabe des VW-Bestsellers erklärt einestages die populärsten Generationen-Begriffe. Von Benjamin Maack