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Franz Beckenbauers frühe Karriere: Der Kaiser, der König der Löwen, die Watschn

DPA Statt zum FC Bayern wollte Franz Beckenbauer unbedingt zu 1860 München. Bis er 1958 auf einen zornigen Löwen-Spieler traf - Gerhard König verpasste ihm die folgenreichste Ohrfeige der deutschen Fußballgeschichte. Und das kam so.
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#1 - 15.06.2018, 09:24 von Hermann Fesel

Watschntanz

Watschn rahmten also die Karriere des Franz, heute die von enttäuschten Lichtanbetern. Gestern lief auf Phoenix ja eine Doku mit reichlich dunkel dräuenden Wald- und Wiesnfahrten durch die Exilgegenden des Franz. Und irgendwie hat man das Gefühl, als ginge es eh nicht um die berüchtigten 6,7 Mio für Schmierstoffe zwecks WM-Heimholung, sondern um seine "Erfolgsbeteiligung" von 5 Mio. Die Vortäuschung von Ehrenamtlichkeit wiegt dabei offenbar schwerer als die kolportierten Beträge selbst.
Denn natürlich hat man geahnt, dass wenn Fedor Radmann in der Nähe ist, vom öligen "Höfl-Mänätschment" ganz schweigen, auch Money round goes. Beckenbauer weiss um diese Nuance auch, er ahnte, dass ihm da auch seine probate Nonchalance im Umgang mit Kontroversitäten nicht mehr schützen würde und schweigt seitdem. Aber drauflosgeplaudert hat er eh schon genug in seinem Leben.
Und hat damit Satiriker zu Hochform auflaufen lassen, legendär die "Laudatio" von Wiglaf Droste auf den Franz zu seinem 60er, vielleicht hätte er sich mal in diesem Spiegelbild betrachten sollen, statt mit BILD eine vermeintliche Lebensversicherung abzuschliessen.

#2 - 15.06.2018, 10:20 von Salfer Karl

Endlich

mal wieder ein versöhnlicher Artikel über Beckenbauer, der doch über Jahrzehnte sehr vielen Menschen sehr viel Freude bereitet hat, als Fußballer, als Trainer, und als wohl einer der maßgeblichen Initiatoren der WM 2006 (wie auch immer diese zustande gekommen ist). Es kommt immer darauf an, aus welcher Perspektive man einen Menschen, sein Handeln und die daraus entstehenden Kausalkatten betrachtet. Man könnte soweit gehen, dass die WM 2006 der Startschuss für die erstmals wieder aufkeimende Deutschtümelei war, also wer ist eigentlich letztlich schuld an der AFD, dem heutigen nationalen Gedankengut und dessen Ausleben? Richtig, ja er, die Lichtgestalt.

#3 - 15.06.2018, 10:34 von Gerd Diederichs

Was mich eher interessieren würde ...

... ist, ob der FCB ohne Franz je zu irgendeiner Bedeutung gelangt wäre und ob die vielen anderen Ikonen, die der Verein angezogen hat, sich womöglich auch bei den Löwen versammelt hätten, oder ob sich dann ein ganz anderes Tableau ergeben hätte, an dem mehrere Vereine beteiligt gewesen wären. Ja, stimmt, ist müßig, aber als Denkexperiment doch nicht völlig uninteressant, finde ich.

#4 - 15.06.2018, 11:15 von Franz Pestenhofer

Tja, die kleinen Dinge machen manchmal den Unterschied

ich wurde u.a. Löwenfan, weil ich mit einem Kumpel im zarten Alter von etwa Jahren am Trainingsgelände des FC Bayern war und die damaligen Stars (um 1973 rum) , ich weiß nimmer, ob es konkret Breitner oder Beckenbauer war, einer von den beiden war es, meinem Spezl kein Autogramm geben wollten, weil er als 60er Fan erkennbar war ( die Trainingsgelände liegen in Fussreichweite auseinander, wir pilgerten von einem zum anderen). Diese Arroganz hat mich damals schon abgeschreckt.

#5 - 15.06.2018, 15:32 von Wilhelm Meyer

Die PR-Maschine rollt

Tut mir leid, aber bei diesem Artikel aus gerechnet bei SPON hat so ein Geschmäckle. "Jetzt ist aber mal wieder gut, der Franz ist ja doch ein Guter." Ein paar schöne Anekdoten aus der guten alten Zeit und die "Lichtgestalt" kann wieder makellos und ohne Schatten strahlen.