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Mumien-Fund vor 25 Jahren: Der Fluch des Ötzi

DPA Beim Alpwandern entdecken Helmut und Erika Simon 1991 eine ledrige Leiche, es ist die älteste Mumie der Welt. Der Ötzi macht das Ehepaar weltberühmt. Dann verschwindet Helmut Simon plötzlich in den Bergen.
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#1 - 14.09.2016, 11:36 von Barbara Koch

Das Letzte

Da werden Millionen mit der Mumie verdient und die Finder um einen angemessenen Finderlohn geprellt. Was sind schon EUR 175.000, wovon dann auch noch ein großer Teil an die Anwälte geht. Es ist ein Armutszeugnis für den italienischen Staat und seine Tourismusindustrie.

#2 - 14.09.2016, 12:45 von Robin Morgan

So peinlich

Mich stört weniger der Finderlohnbetrag - immerhin wurde ohne Arbeit und Fleiß etwas gefunden, als die schäbigen Versuche diesen Betrag nicht zahlen zu müssen. Nicht der korrekten Stelle gemeldet, nicht ordentlich abgesichert, direkt danach gesucht. Wie können sich die Verantwortlichen noch im Spiegel ansehen? Machen einen Haufen Geld, bekommen eine tolle Publicity und Touristenströme und den Findern die das möglich machten, wird auch nur das kleinste Fitzelchen Anerkennung mißgönnt. Pfui!

#3 - 14.09.2016, 12:52 von hannah parow

#1 mach dir nix draus. Das Geld für ne Runde den Weg verlassen is doch prima. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass die Erforschung und Konservierung von so einem Ötzi Unsummen verschlingt. Wenn mal ein so ein Museum grüne Zahlen schreibt ist es nur zu begrüßen, passiert sonst nämlich nicht so oft. Von dem Geld fährt auch keiner ins Luxushotel das geht unter Garantie gleich wieder zurück (- Minus das was sich Politik und Kommunen krallen). Also kein Grund hier nen großen Aufstand zu starten. Grad Italien hat ja nun nen ernsthaftes Finanzierungsproblem bezüglich der Erhaltung von Kulturgütern und steht ja auch sonst nicht so fit da. Und nebenbei muss man Italien auch anrechnen, dass sie ihre Kulturgüter als Bildungsauftrag wahrnehmen und allen Schülern, Studenten und Lehrern kostenlosen Eintritt in alle staatlichen Denkmäler spendieren. Mal ausgerechnet wieviele Einnahmen denen dadurch entgehen? Und Weiterkrümeln tut das Zeug trotzdem. Wie gesagt die Höhe der Restaurierungs- und Erhaltungskosten möchtest du nicht genauer wissen...

#4 - 14.09.2016, 14:07 von Maya Uhde

Museum wahrt Ötzis Würde als Mensch

Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, Ötzi sehen zu können und das ist wirklich faszinierend. Am meisten berührt hat mich die Tatsache, dass überhaupt kein Rummel oder Trubel in diesem Museum war. Auch die Kinder waren sehr still und vor dem Fenster, durch das man den gekühlten Ötzi sehen kann, fand ein Defilee statt wie bei einem "normalen" Toten - nicht wie bei einer Sensation.
Offensichtlich ist es dem Bozener Museum gelungen, Ötzis Würde als Mensch zu bewahren.
Ich muss oft an ihn denken.

#5 - 14.09.2016, 14:27 von Ralf Möller

Finderlohn

Ja, warum eigentlich? Kann man nicht mehr als zufrieden sein, die wohl weltberühmteste Mumie gefunden zu haben und weltweit namentlich genannt zu werden? Das ist doch bereits unbezahlbar! Worin besteht die Mehrleistung gegenüber einem Fund einer "gewöhnlichen" Gletscherleiche? Hätte Sie dafür auch Finderlohn verlangt? Wieso müssen immer alle sofort den nächsten Gedanken daran verschwenden, wie man nun bestmöglich daran verdienen kann?
Viel Spaß mit dem GELD! Hoffentlich hat sich Stress für den jahrelangen Rechtsstreit um das GELD auch gelohnt und sie sind nun glücklicher als zuvor!

#6 - 14.09.2016, 15:14 von Sven Meier

Finderlohn für eine Leiche

Da muss man erst einmal drauf kommen.

An dem Ötzi verdient doch keiner "Millionen". Die Forschung freut sich und das sollten die Finder auch tun.

#7 - 14.09.2016, 18:39 von Wolfgang Hornfeck

....

Schade, daß wir nicht in einer vernünftigen Welt leben. In der hätten die Italiener ohne Gerichtsprozess einen angemessenen Finderlohn angeboten, vielleicht sogar etwas anderes als Geld, eine Einladung ins Museum, ein lebenslanger Eintritt, ein Ferienaufenthalt, etwas Ideelles, und die Finder hätten ihn still genommen oder sogar ebenso ideell darauf verzichtet, weil es Belohnung genug ist, so einen einmaligen Fund gemacht zu haben.

#8 - 14.09.2016, 20:46 von Klaus-Martin Bitter Solutions

Wieso gehen €55.000 von den €175.000 an die Anwälte?
Muss das denn nicht die unterlegene Partei bezahlen?
Oder waren es doch nur €120.000 Finderlohn (lächerlich wenig bei solch einem Fund: €120 Mio. wären wohl angemessener)?

#9 - 15.09.2016, 09:05 von Barbara Koch

Es geht auch mir nicht in erster Linie ums Geld...

... aber alles, was dann nach dem Fund der Mumie passierte, ist schon der Gipfel der Schäbigkeit. Es muß doch einiges an Geld zu verdienen sein, wenn sich Italien und Österreich schon mit dem Metermaß um die Lage des Fundorts streiten. Dieser Rechtsstreit um Finderlohn setzt dem Ganzen nur die Krone auf.

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