Schrift:
Ansicht Home:
Forum
einestages Blogs

"Räumt sofort das Haus. Ihr Schweine!"

Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die www-Version.
#1 - 18.05.2012, 15:29 von

Zu schreiben, daß ausgerechnet Springer bürgerlich-konservative Werte beschwor, ist ein dreifacher Schlag ins Gesicht jedes Bürgerlich-Wertkonservativen.
Springer war ein Hetzblatt! Diesen primitiven Aufwieglern Bürgerlichkeit, Konservativismus, oder überhaupt irgendwelche Werte (außer Geldwerte) zuzuschreiben, ist entweder naiv, oder zynisch.

#2 - 20.05.2012, 22:34 von Horst Jungsbluth

Springer und seine Zeitungen dienten nur als Vorwand und Rechtfertigung für die Gewaltverbrechen der RAF, deren Sprache und Aktionen jenen der NS-Schlägertrupps in der Weimarer Republik verdammt ähnelten. Der spätere Bundeskanzler Schröder war der Meinung, dass er für erfolgreiches Regieren nur Bild, BamS und Glotze benötige, was eigentlich dagegen spricht, dass diese beiden Zeitungen Bürgerlich-Konservative ansprach. Hinsichtlich des Falles Dutschke ist nach der Enthülllung der Stasi-Tätigkeit des Polizisten Kurras zu überprüfen, ob nicht hier die Stasi ein ganz perfides Spiel über mehrere Banden zum Zwecke einer Revolte betrieben hat.

#3 - 20.05.2012, 22:34 von Michael Blanc

Das Springer-Bashing ist nach wie vor ein Hobby der deutschen Intelligenzija

http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/05/15/eine-bank-als-zufalliges-opfer/

#4 - 22.05.2012, 17:54 von Tom Jowker

Ulrike Meinhofs Rolle bei "Konkret" beschränkte sich nicht auf den einer Kolumnistin, sondern sie war immerhin mehrere Jahre lang Chefredakteurin der Zeitschrift.

#5 - 22.05.2012, 17:54 von Tom Jowker

Nur unzureichend wird allerdings in dem Artikel beschrieben, wie sehr auch der Verlag Axel Springer, und ganz besonders die Bild-Zeitung, in dieser Zeit unverhohlen zu Gewalt und Lynchjustiz aufrief. Die Beschuldigungen, Springer trage wesentliche Schuld an dem Mordanschlag auf Dutschke, sind nicht weit hergeholt.

Das kann man z.B. in einem SPON-Beitrag vom 30.4.2012, geschrieben von Dutschkes Sohn, nachlesen. Er ruft in Erinnerung, was die "Bild" zwei Monate vor den Schüssen auf Rudi Dutschke geschrieben hatte:

'Unter der Überschrift "Stoppt den Terror der Jungroten jetzt!" schrieb ein Redakteur: "Man darf über das, was zur Zeit geschieht, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Und man darf auch nicht die ganze Drecksarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen... Unsere Jung-Roten sind inzwischen so rot, dass sie nur noch rot sehen, und das ist gemeingefährlich und in einem geteilten Land lebensgefährlich. Stoppt ihren Terror jetzt!" Ein dunkel gerahmtes Foto meines Vaters wurde zusammen mit dem Artikel abgedruckt.'

Auch der Rest des Beitrags von Marek Dutschke [http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/marek-dutschke-axel-springer-war-kein-opfer-a-829694.html] ist übrigens lesenswert, schon weil er die heute kaum vorstellbare Stimmung der Zeit recht gut erläutert.

#6 - 22.05.2012, 17:54 von Tom Jowker

>Das Springer-Bashing ist nach wie vor ein Hobby der deutschen Intelligenzija
>
>http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/05/15/eine-bank-als-zufalliges-opfer/

Können Sie mir erklären, was der angegebene Blogeintrag mit "Springer-Bashing" zu tun hat?

#7 - 14.03.2014, 11:59 von Kai Bonte

"Räumt sofort das Haus. Ihr Schweine!"

Wände stürzten ein, die Explosion riss ein Loch in die Mauer: Vor 40 Jahren zündete die RAF im Hamburger Springer-Verlagshaus mehrere Sprengsätze. Ein ehemaliger leitender Mitarbeiter erinnert sich an den Moment der Detonation, die Angst danach - und die Gefahr, die noch Stunden im Gebäude lauerte. Von Katja Iken