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Türkische Ruinenstadt Kayaköy: Das verlorene Paradies

Christoph Gunkel Einst war das türkische Kayaköy ein lebendiger Ort, heute pfeift dort der Wind durch die leeren Gassen einer Geisterstadt. Schuld ist ein Abkommen zwischen Athen und Ankara, das Tausenden ihre Heimat nahm.
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#1 - 19.05.2016, 11:38 von T. Franz

Flucht und Vertreibung

Wir Deutschen kennen uns damit gut aus. Als Täter und auch als Opfer. Unselige Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Schlimme ist, ich bin nicht wirklich zuversichtlich, dass die Menschheit aus ihren Fehlern gelernt hat.

#2 - 19.05.2016, 11:55 von

Buch über Kayaköy

Mehr über Kayaköy findet man im historischen Roman von Louis de Bernieres, "Traum aus Stein und Federn",

#3 - 19.05.2016, 12:27 von Bernhard Richert

Kann so etwas wieder passieren? Auch in Europa?

Leider muß man diese Fragen klar bejahen. Wir haben es in den 90gern in Jugoslawien gesehen. Nach dem Zerfall des Sozialistischen Lagers zerfiel auch Jugoslawien. Verantwortungslose Politiker hetzten die Völker gegeneinander auf. Mit dem Slogan, daß es uns alleine besser geht, entstanden europäische Kleinstaaten, die die assimilierten Minderheiten mißachteten. Diese wiederum bildeten noch kleinere Enklaven, z. B. die Republik Srpska in Bosnien-Herzegowina oder den Kosovo in Serbien. In Georgien, Aserbaidshan, Armenien und zuletzt in der Ukraine laufen ähnliche Entwicklungen ab.
Die häufige Verletzung des Internationalen Rechts, insbesondere des Gewaltverbotes aus Artikel 2 der UN Charta durch die USA und andere Nato-Staaten führte dazu, daß jeder, der sich stark genug fühlt, seine tatsächlichen oder vermeintlichen Rechte militärisch durchsetzt.
Die Lösung dieser Probleme besteht in der Rückkehr zum Völkerrecht, der Auflösung der Militärbündnisse, dem Verbot des Waffenexportes und der Beschränkung der Aufgaben der Armeen auf die Verteidigung des eigenen Landes. Dazu brauchen wir aber zuerst Friedenspolitiker.

#4 - 19.05.2016, 13:21 von Oliver Mohr

?

Heißt das wirklich "christliche Ottomanen" oder soll es nicht "christliche Osmanen" heißen?

#5 - 19.05.2016, 13:32 von Siegfried Wittenburg

Gefahr

"Mit dem Slogan, daß es uns alleine besser geht, entstanden europäische Kleinstaaten, die die assimilierten Minderheiten mißachteten. Diese wiederum bildeten noch kleinere Enklaven..." - Richtig. Diese Gefahr besteht heute wieder. Siehe "Kleinbritannien", Schottland, Katalonien... Der meiner Meinung nach aus der Geschichte heraus verstandene bessere Weg zeigt in eine entwickelte Europäische Gemeinschaft mit einer Integration, die bis in die letzten Winkel reicht. Das ist eine gewaltige Aufgabe und die Gefahr besteht, dass die Menschen diesen Weg nicht durchhalten. Doch auch die Entwicklung von Demokratien erhielt Rückschläge - und es gibt sie doch.

#6 - 19.05.2016, 15:28 von Ioanna Mylonaki

Tal der Tränen VS Geschichte

Nette progriechische Darstellung des Kleinasien-Feldzuges. So sah es eigentlich aus: Der am 10. August 1920 unterzeichnete Vertrag von Sèvres (Paris) zielte nicht nur auf die Auflösung des Osmanischen Reiches, sondern auch auf die Aufteilung der Türkei in Interessensphären oder auf die Abtretung ganzer Gebiete. Griechenland hoffte, seine großgriechischen Träume zu realisieren. Daneben machten sich die Armenier und die Kurden Hoffnungen auf eigene Staaten. Durch diesen Vertrag erhielt Smyrna nach 5 Jahren griechischer Verwaltung das Recht des Anschlusses an das Königreich Griechenland; der Vertrag wurde von der machtlosen Regierung des Sultans, aber natürlich nicht von Kemal Atatürk und seiner Nationalversammlung in Ankara unterschrieben. Einen tragischen Fehler seitens der Griechen, deren Ziele größer waren als die, die sie vorgaben, bildete das "Unterlassen" einer Definition des genauen Ausmaßes der griechischen Besatzungszone von Smyrna/Izmir (Sakarya liegt nicht in deren Umgebung, sondern südlich von Ankara!). Nach dem Vorstoß der griechischen Truppen bildeten sich türkische Partisanengruppen, langsam begann der griechisch-türkische Krieg. Parallel dazu setzte die innenpolitische Spaltung Griechenlands in zwei verfeindete Lager for (auch nach dem Vertrag von Sèvres). Die Anti-Entente Fraktion, die seit Ende 1920 an der Macht war, hatte nicht den Mut, mit aller Energie eine friedliche Lösung der Klein-Asien Frage zu suchen. Man kann das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen; die zeitgenössische griechische Historiographie hat sich lange mit der Frage nach den Ursachen und den Hauptverantwortlichen jenes desaströsen Feldzugs befaßt.

#7 - 19.05.2016, 15:43 von Theo Schlag

Livisi 2008

2008 ist diese Internetseite von mir erschienen. Da findet man einige Parallelen ...
Livisi hatte ich bereits 1986 zum ersten Mal besucht:
https://theo48.wordpress.com/6-hellas-und-nachbarn/die-megali-idea-und-ein-dorf-wie-livisi/

#8 - 19.05.2016, 16:09 von Theo Schlag

Livisi 2008

2008 ist diese Internetseite von mir erschienen. Da findet man einige Parallelen ...
Livisi hatte ich bereits 1986 zum ersten Mal besucht:
https://theo48.wordpress.com/6-hellas-und-nachbarn/die-megali-idea-und-ein-dorf-wie-livisi/

#9 - 19.05.2016, 23:03 von Frank Bennesch

Ich war auch da

und da stand/steht ein alter Feigenbaum (ca. 250j. alt) und waren die lecker. Da gibt es auch ein Platz, da kann man mit Kamelen reiten oder gepflegt abhängen. Die spielen da chillige Musik. Das ist auch ein Gebiet, wo der Süden, besser Südwesten der Türkei sehr Waldreich ist. Schön da und nicht so über laufen, aber kaum Strand.

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