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Verbrechen durch NS-Ärzte: Morden im Namen der Wissenschaft

USHMM / NARA In unvorstellbar grausamen Experimenten töteten und quälten Ärzte im "Dritten Reich" unter dem Deckmantel der Forschung. Medizinische Institute leugneten ihre dunkle Vergangenheit - über viele Jahrzehnte.
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#1 - 09.03.2016, 10:37 von Jan Dreilich

ich habe diese unmenschliche

Zeit studiert. Ja es war eine sehr brutale Zeit, total enthemmt. Der Mensch braucht nur geringen Anlass und Möglichkeit um sein Monster zu erwecken.um so mehr ist es wichtig das Rechtstaat und Demokratie funktionieren und erhalten bleiben, damit die Monster nicht wieder erweckt werden.

#2 - 09.03.2016, 10:52 von Klaus Pupke

Die Bestien

und ihre Helfer wurden nie juristisch belangt. Eines der widerlichsten Kapitel unserer Geschichte. Guter Artikel, aber die juristische Aufarbeitung wird nicht erfolgen bzw. käme zu spät. Mit Namen sollten sie dennoch alle veröffentlicht werden und ihr beruflicher Werdegang nach 1945. Es war sogar mõglich mit so einer Vergangenheit Karriere zu machen.

#3 - 09.03.2016, 11:23 von Michael Schmidt

Nicht nur

die Täter und ihre Taten lassen einen sich schämen. Schlimm, und nach 70 Jahren immer schlimmer werdend, ist die Haltung nach dem Krieg, die Rechtfertigung, und die Leugnung bis heute, dass nicht nur Einzelpersonen, sondern ganze Institutionen beteiligt waren und durch ihre Leugnung bis heute sind.

#4 - 09.03.2016, 11:34 von Katharina Gruber

Die Hölle auf Erden

Diese Berichte sind eigentlich unvorstellbar und aufgrund der Grausamkeit beinahe unlesbar. Wäre ich eine gläubige Christin, wäre mir spätestens seit diesem Kapitel der Geschichte klar: Die Hölle existiert real auf Erden. Nichts trägt mehr Liebe in sich als der Mensch, jedoch gibt es wohl auch keine Kreatur auf Erden, die sich derart gewissenlos, sadistisch und brutal gegenüber derselben Spezies verhält. Und ich denke ebenfalls, dass sich so ein Kapitel immer wiederholen ließe... darum wehret den Anfängen!

#5 - 09.03.2016, 11:55 von Rudolf Hege

Überschätzte

Hier sieht man wieder, dass die ganze überschätzte Vernunft und Logik immer nur so weit reicht, wie die Grundannahmen, auf denen sie aufbauen. Praktisch alle Verbrechen der Menschheit, wurden "logisch" begründet, sei das Töten oder Vertreiben von "Wilden" (die natürlich der Zivilisation weichen mussten) oder das Vernichten anderer Rassen oder Glaubensrichtungen. Immer wurden die Verbrechen "vernünftig" begründet. Es scheint so, als wäre Menschlichkeit (im Sinne von tue keinem an, was Du nicht angetan bekommen möchtest) ziemlich unvernünftig...

#6 - 09.03.2016, 12:07 von Zelda Hut

Medizin

Versuche an Lebewesen im allgemeinen sind immer verwerflich. Hier sehe ich persönlich auch keinen unterschied, ob Menschen oder Tiere sinnlos gefoltert werden.
Bei Tieren ist die sinnhaftigkeit am fraglichsten, weil die gewonnen Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar sind.
Menschenversuche haben teilweise die Medizin vorangebracht.

Allerdings verurteile ich solche Versuche die gehören alle Verboten

#7 - 09.03.2016, 12:36 von

Das Perverse an diesen....

.....Menschenversuche war, das vielen gewonnene Daten und Erkenntnisse die Grundlage für weitere Anwendungen und Forschungen waren und sind, das aber den heutigen Medizinstudenten natürlich nicht erzählt wird. Auf jeden Fall ein sehr grausames Vermächtnis aus dunklen Zeiten und man spürt heute noch die seelischen und körperlichen Qualen der "Probanden". Widerlich und ausgeführt von Menschen, die einst den hippokratischen Eid geschworen haben.

#8 - 09.03.2016, 13:33 von Wulf-Dieter Künnne

Entsetzliche Grausamkeiten im deutschen Namen!

Der Bericht macht auch nach 70 Jahren sehr traurig, betroffen und wütend zugleich. Warum konnten solche widerlichen Experimente an Menschen nicht verhindert werden? Wie konnten "Mediziner" so verkommen und ihr spezielles Wissen skrupellos gegen andere Mitmenschen einsetzen? Getarnt als "Dienst für die Wissenschaft" lebten sie ihre krankhaften Perversionen an den Schwächsten der Gesellschaft aus. Erschreckend ist auch, dass diese Täter nach dem Kriege als Kinderärzte oder anderweitige Spezialisten in diesem Beruf arbeiten durften. Dabei waren es Verbrecher, deren Taten nicht genügend aufgeklärt wurden. Das Nachkriegsdeutschland hat leider weggesehen und sich lieber mit dem "Wirtschaftswunder" beschäftigt. Um solche Entgleisungen und andere Nazi-Gräueltaten zukünftig zu verhindern, ist die öffentliche Dokumentation, wie durch diesen Artikel, sehr, sehr wichtig. Das Spiegel-Team von "einestages" leistet hierbei einen sehr anerkennenswerten Beitrag – auch wenn die Berichte in der Seele schmerzen.
09.03.2016, DK

#9 - 09.03.2016, 14:18 von Henning Griebel

So etwas passiert

wenn alle Regulative durch "Menschen" aufgehoben werden, die sich ob ihrer Allmachtsideen jenseits jeder Realität bewegen. Das erklärt, warum ein großer Teil der Angeklagten in den Nürnberger Prozessen auf "nicht schuldig" plädierte. Aus heutiger Perspektive ist so ein Verhalten nicht ansatzweise erfassbar. - Derzeit beschleicht mich ein großes Unbehagen, wenn ich die Entrechtung und Entdemokratisierung in Europa miterlebe. Mir wird so schlecht dabei!

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