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Befragung in Deutschland: So leben Männer ihre Sexualität

Getty Images/ EyeEm Forscher haben Tausende 45-jährige Männer zu ihren sexuellen Neigungen gefragt - und zur praktizierten Realität. Ein Ergebnis: Viele Homosexuelle in Deutschland leben mit Ehefrau und Kindern.
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#20 - 03.10.2018, 15:41 von kumi-ori

Zitat von Chatzi
Bei all den Zweifeln und dem Meckern der Foristen hierzu scheint sich keiner die Frage zu stellen, warum Homosexuelle Männer Frauen heiraten und Kinder mit ihnen groß ziehen, statt ihrer wahren Neigung nachzugehen. Quasi eine Selbstverleugnung par excellance! Rudolf Moshammer bezeichnete sich einst in einem Interview über sein Leben als nicht homosexuell, er liebe Seelen, egal ob Mann oder Frau. Körperlich wurde er jedoch nur mit männlichen Escorts, heimlich. So kam er auch zu Tode. Tragisch! Noch tragischer finde ich, dieses Schauspiel vor der Gesellschaft bis zum natürlichen Tod aufzuführen, sich quasi lebenslang selbst zu belügen, um der Meinung anderer Willen. Das ist doch hier in dieser Befragung eindeutig zu Tage getreten und wurde mAn bestätigt. Ich selbst bin schwul und hatte noch nie Sex mit einer Frau, wozu auch? Meine sexuelle Identität zu finden war extrem schwierig, nur, als es mir klar war, fand ich mich damit ab. Das scheinen viele nicht verkraften zu können, und nur das ist hier die wahre Tragödie! Noch heute mit 52 treffe ich gelegentlich mit Frauen verheiratete Männer zum Sex, und sie tun mir unendlich leid, weil sie psychische Wracks sind und ihre eigene Identität verleugnen, tagtäglich!
Können Sie sich nicht vorstellen, dass Homosexuelle vielleicht in einer Familie klassischen Zuschnitts leben wollen und dabei trotzdem im Schlafzimmer mit einem Mann zusammen sind? Warum soll es nicht jeder so machen dürfen, wie er/sie das will, solange er jemanden findet der das als Partner mitmacht. Ihr Plädoyer für Linientreue bei der Homosexualität finde ich genauso abzulehnen, wie den Zwang zu monogamer Heterosexualität, Zölibat und Missionarsstellung Seitens der Kirchen.

#21 - 03.10.2018, 17:27 von RalfBukowski

@herwescher

Zitat von herwescher
Jeder, der vor 1978 geboren ist, weiß, dass es nach 40 keine Sexualität mehr gibt, die diesen Namen verdient ... Egal ob Hetero-, Homo- oder Auto- ...
Ähem, doch, sowas soll es durchaus geben. Und ich bin kein Einzelfall (Jahrgang 1964). Kommt immer drauf an, wie und mit wem (und eventuell mit wie vielen) man das veranstaltet. Das kann schon deutlich intensiver sein als mit 20. Aber jeder, wie er meint (oder kann).

#22 - 03.10.2018, 18:10 von fuffel

nun

Zitat von kumi-ori
Können Sie sich nicht vorstellen, dass Homosexuelle vielleicht in einer Familie klassischen Zuschnitts leben wollen und dabei trotzdem im Schlafzimmer mit einem Mann zusammen sind? Warum soll es nicht jeder so machen dürfen, wie er/sie das will, solange er jemanden findet der das als Partner mitmacht. Ihr Plädoyer für Linientreue bei der Homosexualität finde ich genauso abzulehnen, wie den Zwang zu monogamer Heterosexualität, Zölibat und Missionarsstellung Seitens der Kirchen.
ja, zumindest der Gesetzgeber hält sich immer weiter aus der Normierung heraus.
Aber gesellschaftlich liegt je nach Exposition, Setting ein erhöhter Streßlevel an.
Denn das "Schlafzimmer" wird sofort eingeblendet...sobald wir abweichen.
Das biologische Programm dürfte mehr auf die Breite ausgerichtet sein. Pegelt sich halt ein - im Mix aus wirtschaftlichen Zwängen, sozialer Anpassung und dem eigenen Wunsch nach Sicherheit und Stabilität.
Sollte einer dieser Punkte wegfallen - wirds spannend.

Lustig das Sie vom "Partner" schreiben der dies mitmacht.
Was genau "mitmacht"? Und warum brauchen Sie (dafür) einen Partner?

#23 - 03.10.2018, 18:10 von fuffel

nun

Zitat von kumi-ori
Können Sie sich nicht vorstellen, dass Homosexuelle vielleicht in einer Familie klassischen Zuschnitts leben wollen und dabei trotzdem im Schlafzimmer mit einem Mann zusammen sind? Warum soll es nicht jeder so machen dürfen, wie er/sie das will, solange er jemanden findet der das als Partner mitmacht. Ihr Plädoyer für Linientreue bei der Homosexualität finde ich genauso abzulehnen, wie den Zwang zu monogamer Heterosexualität, Zölibat und Missionarsstellung Seitens der Kirchen.
ja, zumindest der Gesetzgeber hält sich immer weiter aus der Normierung heraus.
Aber gesellschaftlich liegt je nach Exposition, Setting ein erhöhter Streßlevel an.
Denn das "Schlafzimmer" wird sofort eingeblendet...sobald wir abweichen.
Das biologische Programm dürfte mehr auf die Breite ausgerichtet sein. Pegelt sich halt ein - im Mix aus wirtschaftlichen Zwängen, sozialer Anpassung und dem eigenen Wunsch nach Sicherheit und Stabilität.
Sollte einer dieser Punkte wegfallen - wirds spannend.

Lustig das Sie vom "Partner" schreiben der dies mitmacht.
Was genau "mitmacht"? Und warum brauchen Sie (dafür) einen Partner?

#24 - 03.10.2018, 19:09 von NewYork76

Nein?

Zitat von herwescher
Jeder, der vor 1978 geboren ist, weiß, dass es nach 40 keine Sexualität mehr gibt, die diesen Namen verdient ... Egal ob Hetero-, Homo- oder Auto- ...
Ich bin vor 1978 geboren und Sie tun mir Leid.

Vielleicht einmal offen und ehrlich mit dem Partner (m/w) ueber Wuensche und Beduerfnisse sprechen?

Mein Sex mit 20 war ziemlich schlecht rueckwirkend betrachtet. Das ganze macht heute schon viel mehr Spass.

#25 - 03.10.2018, 21:45 von kumi-ori

Zitat von fuffel
ja, zumindest der Gesetzgeber hält sich immer weiter aus der Normierung heraus. Aber gesellschaftlich liegt je nach Exposition, Setting ein erhöhter Streßlevel an. Denn das "Schlafzimmer" wird sofort eingeblendet...sobald wir abweichen. Das biologische Programm dürfte mehr auf die Breite ausgerichtet sein. Pegelt sich halt ein - im Mix aus wirtschaftlichen Zwängen, sozialer Anpassung und dem eigenen Wunsch nach Sicherheit und Stabilität. Sollte einer dieser Punkte wegfallen - wirds spannend. Lustig das Sie vom "Partner" schreiben der dies mitmacht. Was genau "mitmacht"? Und warum brauchen Sie (dafür) einen Partner?
Ich verstehe hier nicht ganz, was unklar ist. Ich äußerte mich zu Menschen, die in einer klassischen Familie leben, mit einem Partner des anderen Geschlechts verheiratet sind, Kinder gezeugt oder geboren haben, vielleicht auch immer noch Sex in der Ehe haben, aber eben eigentlich mit jemanden des eigenen Geschlechts schlafen wollen.

Ich denke, dass es möglich ist, seine Familie (samt Ehepartner) ernsthaft zu lieben, ohne dabei auf den Sex mit jemand anders zu verzichten. Ich glaube, dass es Ehepartner gibt, die das verstehen und akzeptieren, und dass es welche gibt, die das ablehnen und nicht "mitmachen" und sich deshalb trennen. Dann ist die Familie am Ende. Das habe ich gemeint.

#26 - 03.10.2018, 22:16 von willib55

Meine Partnerin mag es gerne auch mit Frauen oder auch mal mit mehreren Männern, alles ok so.

#27 - 04.10.2018, 08:57 von Ruck Ruck Taubenmensch

Habe bei der Befragung mitgemacht

Lustig, dass ich noch einmal etwas davon höre. Als ich 45 war, wurde ich von der Uni Düsseldorf angeschrieben, ob ich bei einer Prostata-Krebs-Studie teilnehmen wollte. Die Daten aller 45-jähriger Männer hat die Uni übrigens vom Einwohnermeldeamt bekommen.
Der Fragebogen zur Sexualität war dabei eher Nebensache, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich die Fragen nicht immer geschickt fand. Wenn man nach Oralsex gefragt wird, dann ist es doch entscheidend, ob passiv oder aktiv. Man konnte aber nur ankreuzen: ja oder nein, also habe ich ja angekreuzt, weil ich aktiv war (hetero), passiv aber leider darauf verzichten muss, da die Partnerin es nicht will und ja auch keiner gezwungen ist. Es ist natürlich nur eine Vermutung, aber ich denke, dass das leider eine häufige Kombi ist und der Passiv-Oral-Wert für Hetero-Männer tatsächlich deutlich unter 58% ist.
Aber wenn bei der Studie rauskommt, dass angeblich 22% der Männer nicht masturbieren, dann ist es ja egal, wenn auch hier der Wert hinten und vorne nicht stimmt.

#28 - 04.10.2018, 10:51 von Bastian__

das Problem bei solchen Studien

das Problem bei solchen Studien ist die unterschiedliche Definition und Verständnis der Fragen, zwischen dem Ersteller der Fragen und dem Probanden. z.B. da wurde ein Präsident gefragt, ob er Sex mit Monica Lewinsky hatte; er hat verneint. Genauso gibt es bei vielen der Fragen der Studie ein unterschiedliches Verständnis für die Definition der Begriffe in den Fragen.
Genaus wie der Begriff Liebe. Da wird von vielen unterstellt, das wenn man jemanden liebt auch mit dieser Person Sex haben muss, sonst wird etwas unterdrückt. Da soll man mal Fragen, welche Eltern ihre Kinder lieben und welche aufgrund der Liebe mit diesen Sex hatten; da werden viel (mit Recht) die Frage stellen: wie krank im Kopf ist der Fragesteller.
Und Glücklich sein, ist für jede Person etwas anders; genauso wie sich für manche Menschen gewisse Zustände ausschließen, wohingegen wieder andere Menschen mit beiden Zuständen umgehen können.
- Bei mit ist es so, das ich in vielen dieser Fragebögen die Fragen so sind, das ohne Erklärung der Fragen, sowohl ja als auch nein möglich sind. -

#29 - 04.10.2018, 11:13 von Pless1

Zitat von Chatzi
Bei all den Zweifeln und dem Meckern der Foristen hierzu scheint sich keiner die Frage zu stellen, warum Homosexuelle Männer Frauen heiraten und Kinder mit ihnen groß ziehen, statt ihrer wahren Neigung nachzugehen. Quasi eine Selbstverleugnung par excellance! Rudolf Moshammer bezeichnete sich einst in einem Interview über sein Leben als nicht homosexuell, er liebe Seelen, egal ob Mann oder Frau. Körperlich wurde er jedoch nur mit männlichen Escorts, heimlich. So kam er auch zu Tode. Tragisch! Noch tragischer finde ich, dieses Schauspiel vor der Gesellschaft bis zum natürlichen Tod aufzuführen, sich quasi lebenslang selbst zu belügen, um der Meinung anderer Willen. Das ist doch hier in dieser Befragung eindeutig zu Tage getreten und wurde mAn bestätigt. Ich selbst bin schwul und hatte noch nie Sex mit einer Frau, wozu auch? Meine sexuelle Identität zu finden war extrem schwierig, nur, als es mir klar war, fand ich mich damit ab. Das scheinen viele nicht verkraften zu können, und nur das ist hier die wahre Tragödie! Noch heute mit 52 treffe ich gelegentlich mit Frauen verheiratete Männer zum Sex, und sie tun mir unendlich leid, weil sie psychische Wracks sind und ihre eigene Identität verleugnen, tagtäglich!
Sie haben sicher Recht - aber nicht immer.

Es gibt doch unterschiedliche Motivationen, aus denen man als homosexuell ausgerichteter Mann doch eine Frau heiratet und mit ihr Kinder hat. Eine ist sicher, die eigene Homosexualität vor anderen zu verbergen. Eine andere ist es aber auch, eine Familie haben zu wollen mit eigenen Kindern. Ein dritter Aspekt: man kann einen Menschen lieben und mit ihm sein Leben teilen wollen, ohne sich sexuell besonders zu ihm hingezogen zu fühlen. Es ist unbestritten wichtig, seiner sexuellen Neigung folgen zu können. Es muss aber nicht in jedem Fall unser ganzes Leben bestimmen.

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