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Bewegung statt Schmerzen: Sechs Ratschläge für einen starken Rücken

Getty Images/Blend Images Der Frühling ist da, Zeit für Bewegung: Welche Sportarten stärken den Rücken? Und worauf muss man achten? Sportmediziner Michael Eichler gibt Antworten.
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#1 - 26.03.2018, 11:44 von hrboedefeld

Dehnen nicht unterschätzen

die durch ständiges Sitzen verkürzten Sehnen und Muskeln gezielt dehnen hilft ungemein. sicher genauso wichtig wie das Training an sich...

#2 - 26.03.2018, 12:05 von Sibylle1969

Radfahren

Radfahren kräftigt zwar nicht allzu sehr den Rücken, ist aber dennoch gut geeignet bei Rückenproblemen. Denn es ist ein rückenschonender Ausdauersport. Und Ausdauersport ist ja unbestritten notwendig. Wer also nicht gerne schwimmt, für den ist Radfahren ideal. Wichtig ist, dass die Sitzhaltung weder ganz aufrecht (dann kriegt man alle Unebenheiten voll in die Lendenwirbelsäule) noch zu stark nach vorne geneigt ist (das verstärkt u.U. Rückenschmerzen). Als ich meinen Bandscheibenvorfall hatte, musste ich sowohl am Rennrad als auch am Trekkingrad die Sitzhaltung etwas aufrechter gestalten.
Mir tut Radfahren gut: immer wenn ich mal Rückenschmerzen habe und aufs Fahrrad steige, wird es besser, mein Rücken wird durch die Bewegung anscheinend lockerer.
Ich setze in Sachen Rücken auf Kieser-Training (2x pro Woche), Pilates (1x pro Woche) sowie regelmäßiges Radfahren, im Winter auf der Trainingsrolle.

#3 - 26.03.2018, 20:04 von raimondo.civetta

Tango!

Meine Empfehlung: argentinischen Tango tanzen. Ist ausser ausgewogenem Körpertraining auch eine gute Übung fürs Gleichgewicht; fördert generell das Bewusstsein für den eigenen Körper und den des jeweiligen Tanzpartners. Argentinischer Tango ist zudem der geeignetste (vielleicht sogar einzige) Tanz für einen derart kreativen, subtil-sinnlichen, nicht-verbalen und sogar verspielten Austausch mit zuvor unbekannten Personen. Der direkte Kontakt und das Fühlen der Musik bereichern ebenfalls.

#4 - 26.03.2018, 23:26 von VoKut

Der wichtigste Hinweis fehlt!

Ich habe seit spätestens meinem 18 Lebensjahr einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbel-, seit spätestens meinem 24 Lebensjahr einen weiteren im Brustwirbelbereich.
Mein gesamter Rücken ist somit aus meiner Krankenzusatzversicherung ausgenommen!
Hauptfehler aller Betroffenen ist eine "Schmerzvermeidungshaltung"!
Dann kommen nämlich Verspannungen der Muskulatur hinzu, die schmerzhafter sein können als die ursächlichen Schmerzen.
Mein Mittel dagegen: Heiß duschen/baden. Und zwar so heiß, dass man es gerade noch so aushält (Wichtig: Haben Sie wie ich eine hohe Schmerztoleranz, lieber etwas kälter anfangen um Verbrennungen zu vermeiden!).
Und nun bewegen, immer hart an der Grenze des Aushaltbaren.
Bereits nach 10 Minuten (und erst recht nach dem Duschen/Bad) werden Sie eine wesentliche Linderung feststellen.
Bei mir zumindest wirkt dies seit rund 35 Jahren.
Allen Betroffenen eine gute Besserung!

#5 - 27.03.2018, 14:56 von reifenexperte

Diese Sportempfehlungen

kosten viel Geld und bringen wenig, weil die wenigsten Leute dabei bleiben. Nur wer die Bewegung in den Alltag einbaut profitiert dauerhaft.

#6 - 31.03.2018, 17:05 von 112211

Pilates?

Kein Wort zu Pilates? Sonderbar. Dafür Gewichte im Studio? Pilates ist einfach zu praktizieren, nach einigen Stunden mit Anleitung kann man das auch gut und ohne teure Geräte zu Hause fortsetzen. Außerdem integriert man die typische Körperhaltung, die man bei gutem Pilates-Training erlernt hat, in den Alltag.

#7 - 31.03.2018, 18:04 von RoPsy

Fragliche Empfehlungen

...leider einer von vielen Gesundheitsartikel, in dem sogenannte "Experten" Tipps geben, die sich leider jeglicher Evidenz entziehen. Ich bin selber Arzt und hatte einen Bandscheibenvorfall. Aus Eigeninteresse und -nutzen habe ich mich daher mit wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Rückenschmerzen befasst. Das Ergebnis ist leider ernüchternd. Abgesehen von Tipp 1 im Artikel, dass Bewegung gegen Rückenschmerzen hilft, sind alle anderen Tipps einfach nur frei formulierte Ratschläge, die keine wissenschaftliche Grundlage haben. Einige davon höchst fraglich: Wie kommt der "Experte" zu dem Hinweis, dass man mit hohen Gewichten die Rückenmuskeln trainieren muss, um Rückenschmerzen zu beseitigen? Keine Untersuchung legt solche Vermutungen nahe. Oftmals sind bei Rückenschmerzen Rückenmuskeln enorm verspannt und brauchen nicht zusätzlich Kräftigung? Auch das ist nicht bewiesen aber solche pauschalen Aussagen wie vom "Experten" sind schlichtweg nicht zu halten. Genauso wie die Empfehlungen mancher Sportarten und der Hinweis auf Gefahren anderer. Welche Grundlage haben solche Ratschläge? Ich kann in der Literatur keine Evidenz dafür finden!

Für alle die gerne Sportarten betreiben vor denen gewarnt wird bzw. sich anders bewegen möchten, als vom "Experten" empfohlen sei daher gesagt: Solange sich ihr Körper nicht meldet, können sie es getrost machen. Denn solange es keine Untersuchungen dazu gibt, welche Sportarten wirklich helfen oder schaden, muss man Aussagen wie dieses vermeintlichen "Experten" nur als eines betrachten: Reine Stammtischgespräche!