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Gesundheit

Lebenskrise: Vom Schwergewicht zum Gleichgewicht

Getty Images/EyeEm Weg von höher, schneller, weiter: Michael Klotzbier, Ex-160-Kilo-Mann, begräbt seine Mission, unter 100 Kilo zu wiegen. Warum? Weil er als "Botschafter der Dicken" gegen die Stigmatisierung von Übergewichtigen kämpft.
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#40 - 12.02.2019, 08:48 von Celegorm

Ich bin ja regelrecht davon beeindruckt, dass jemand angeblich für einen Triathlon trainieren und dabei pro Woche hunderte Kilometer abspulen kann, aber trotzdem sogar in der Phase 10+kg zulegt. Aus eigener Erfahrung fällt es mir schwer, mir vorzustellen, wie das überhaupt möglich sein soll. Mit einem "Bierchen hier, Törtchen da" geht das jedenfalls nicht, da muss man schon geradezu masslos in sich hinein stopfen. Das "Schöne" an intensivem Training ist ja gerade, dass man praktisch unbeschränkt essen kann und trotzdem zusehen muss, dass man nicht noch Gewicht verliert..

#41 - 12.02.2019, 10:00 von pizzerino

als teilweise betroffener

wünsche ich alles Gute.
Die Forumsmeinung lautet sehr oft: "wenn du es richtg machst dann klappts auch". Das ist gefährlich, weil der Umkehrschluss erst recht krank macht . Im Hirn.
Finde deinen Weg und verinnerliche dir, dass manchen Menschen einfach kein BMI 24 gegeben ist während andere ohne jede Überlegung essen können und eher mal etwas zu mager werden.

#42 - 12.02.2019, 10:02 von schrumpel500

der_anonyme_schreiber hat völlig recht

Ich habe großen Respekt vor der Leistung des Autors, der in der Öffentlichkeit ein schwieriges Experiment gewagt hat. Nach meiner Ansicht ist er nicht gut beraten worden. Allein nur mit Sport abnehmen wollen, reicht bei einer Sucht nicht aus. Bewegung ist Voraussetzung für ein gesundes Gewicht. Als zweites geht es um das Frustessen, also darum, wie wir uns selbst belohnen. Wer sich überwiegend mit Essen belohnt ist esssüchtig.

Es ist natürlich schade, traurig, bitter, dass der Autor so viele Schcksalsschläge hinnehmen musste. Er nimmt die erneute Gewichtszunahme als Niederlage wahr und redet jetzt das Übergewicht schön. Für ihn sind Übergewichtige nicht faul, unidszipliniert oder krank. Wenn Sucht eine Krankheit ist, sind Übergewichtige krank.

Warum sind sie krank? Nach meiner Erfahrung sind Süchtige unglücklich, und wie der Autor schreibt, hat jeder Übergewichtige (Süchtige) seine eigene Geschichte - und sein eigenes Unglück, für das er nicht verantwortlich ist. Er ist aber wie jeder Übergewichtige (Süchtige), so wie jeder andere Mensch auch, daür verantwortlich wie er mit seinem Unglück umgeht. Für manche ist der Rucksack den sie aus ihren Familien mitbekommen haben, eine zu große Last. Da hilft Sport natürlich beim Abnehmen, aber wenn Abnehmen das erste und einzige Ziel ist, kommt es wie bei jeder Sucht, bei der ausschließlich Abstinenz das Ziel ist, zum Rückfall.

Es sollte in erster Linie nicht darum gehen, abstinent zu leben, sondern so weit wie möglich selbstbewusst und einigermaßen glücklich zu leben, damit man bei Frust nicht in das Suchtmittel flüchtet.

#43 - 12.02.2019, 10:18 von Christoph

Völlig zurecht wird heutzutage in vielen Medien der Drang nach ungesunder Schlankheit kritisiert, Auftritte von zu dürren Models werden sogar teilweise verboten. Warum wird dann ungesundes Dicksein entschuldigt und durch einen solchen Beitrag eines Dicken schon fast propagiert, zumal es nicht nur um ein paar Kilos zu viel über dem optimalen BMI handelt, sondern eher schon um Fettleibigkeit?

#44 - 12.02.2019, 10:52 von herrschläfer

Jeder Rückfall...

... in alte Gewohnheiten ist ein Gewinn, keine Niederlage. Du lernst aus deinen Fehlern, wie man es nicht schafft. Beim nächsten Anlauf kannst du bewusst diesen Fehler verhindern und erhöhst jedes neue Mal deine Chance, es zu schaffen.
Nur Aufgeben darfst du nicht. In Zukunft wirst du es dir jeden Tag danken.

#45 - 12.02.2019, 10:53 von Leser161

Ging nach hinten los

Mit diesem Artikel haben sie den Übergewichtigen einen Bärendienst erwiesen. Bestätigt er doch leider Vorurteile. Viel Erfolg bei allem was sie tun, aber seien sie vorsichtig, wenn sie für Andere sprechen.

#46 - 12.02.2019, 12:11 von MikeEnRegalia

Essen als Unterhaltung ...

An alle Übergewichtigen: Esst einfach mal einen Monat lang nur Steak. Sonst nichts. Hunger? Auf Steak? Falls ja, dann haut rein, ansonsten warten. Falls ihr Veganer seid: Dann esst einen Monat nur Kartoffeln. Natürlich ohne Gewürze, ohne Beilagen.

Was bewirkt das? Ganz einfach: Das Essen hat plötzlich keinen Unterhaltungswert mehr. Ich halte seit einigen Jahren ca. 40kg Gewichtsverlust und bin jetzt normalgewichtig. Ich esse alles mögliche, auch ungesunde Sachen, und treibe zwar regelmäßig Sport, aber nicht völlig übertrieben. Mein Erfolgs"geheimnis": Fokus auf proteinreicher Ernährung, wenig Kohlenhydrate, aber auch 90% der Zeit sehr "langweilige" Gerichte wie Steak, Steak mit Gemüse, Eier, Fisch. Schmeckt gut, ist aber auch langweilig ... und das ist gut so. Je langweiliger eure Rezepte sind, desto weniger kommt ihr in Versuchung, Essen als Unterhaltung zu sehen.

#47 - 12.02.2019, 12:31 von gg0815

Entstigmatisierung ?

Wer Stigmatisiert denn Übergewichtige ? Kein gesunder Geist würde so etwas tun. Ich behaupte mal ungeprüft die meisten sind gesund. Übergewicht hingegen als solches gehört tatsächlich nicht in unsere Zeit.
Es ist verdammt ungesund. Es verursacht enorme Kosten.
Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür das solche unguten Dinge zu Tugenden verklärt werden sollen.
Nochmal ganz klar der Übergewichtige soll es genießen oder sich helfen lassen., ganz wie es Ihm beliebt. Ein Kampf, Werbung etc fürs Übergewicht jedoch sollte haftungsrechtlich und strafrechtlich ( Körperverletzung ) verfolgt werden.

#48 - 12.02.2019, 13:01 von lexrab

Beiträge ??

Zitat von super-m
Es nervt mich, dass sich so viele übergewichtige auf Kosten anderer gehen lassen, dass ich deren Folgekrankheiten mit meinen Angaben finanzieren muss und die Behandlung von Menschen, die ohne eigenes Verschulden unter Krankheiten leiden, deswegen möglicherweise zu kurz kommt. Jeder Raucher zahlt indirekt für sein Laster über die Tabaksteuer an die Krankenkassen, wann müssen endlich stark Übergewichtige ihren Beitrag leisten?
Wo wollen Sie denn da die Grenze ziehen ? Alkoholiker, Drogenkonsumenten, Extremsportler, Motorradfahrer, Skifahrer, Bewegungsmuffel, Computerjunkies, Spielsüchtige etc., etc, wann leisten die denn ihren Beitrag ? Hab übrigens einen BMI von 28 - wäre das noch o.k.?

#49 - 12.02.2019, 13:21 von fatherted98

Nicht vergessen bitte...

Zitat von Celegorm
Ich bin ja regelrecht davon beeindruckt, dass jemand angeblich für einen Triathlon trainieren und dabei pro Woche hunderte Kilometer abspulen kann, aber trotzdem sogar in der Phase 10+kg zulegt. Aus eigener Erfahrung fällt es mir schwer, mir vorzustellen, wie das überhaupt möglich sein soll. Mit einem "Bierchen hier, Törtchen da" geht das jedenfalls nicht, da muss man schon geradezu masslos in sich hinein stopfen. Das "Schöne" an intensivem Training ist ja gerade, dass man praktisch unbeschränkt essen kann und trotzdem zusehen muss, dass man nicht noch Gewicht verliert..
....Triathlon Training und der Wettkampf an sich hat nun mal überhaupt nichts mit Gesundheits-Sport zu tun sondern ist Leistungssport der hohen Kategorie....und auch des Verschleißes. Solche Kraftanstrengungen quittiert der Körper mit Schmerzen und Dauerschäden.

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