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Schmerzhafte Virusinfektion: Impfung gegen Gürtelrose wird zur Kassenleistung

Getty Images/iStockphoto Krankenkassen übernehmen künftig die Kosten für eine Impfung gegen Gürtelrose. Das Angebot gilt für alle Menschen ab 60 Jahren, für verschiedene Risikogruppen auch früher.
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#1 - 08.03.2019, 11:08 von permissiveactionlink

Ein Fest für Impfgegner-Gegner !

Die Erkrankung Herpes zoster beweist, dass die Standartbehauptung der Impfgegner, eine durchgestandene Erkrankung verleihe lebenslangen Schutz vor dem dafür verantwortlichen Krankheitserreger, gar nicht zutrifft. Denn diese im Text vorgestellte Impfung richtet sich eindeutig an Menschen, die bereits in der Kindheit mit den Windpocken infiziert waren. Wer keine Windpocken hatte, den dürfte diese Impfung nicht vor Herpes zoster, sondern eher vor den Windpocken bewahren. Zwei Gründe dafür könnten dafür verantwortlich sein : 1. Die erworbene Immunität nach dem Erkranken der Windpocken bleibt im Körper nicht über so lange Zeit bewahrt, oder 2. die Viren, die sich in den Nervenzellen vor dem Immunsystem verstecken, mutieren in ihrem Versteck über die Jahrzehnte so stark, dass das Immunsystem bzw. die speziellen B-Zell-Gedächtnisklone die Viren nicht mehr als ihr individuelles Antigen identifizieren können, sobald die Viren im Alter auf Grund anderer Erkrankungen die Verstecke verlassen, und den Körper erneut infizieren.

#2 - 08.03.2019, 12:08 von estark

Einmal Herpes, immer Herpes

Das Windpocken-Gürtelrosevirus bleibt wie jedes andere Herpesvirus im Körper. In diesem Fall in Gefühlsnervenzellen. Mit nachlassendem Immunsystem (auch unser Immunsystem wird vergesslicher) steigt das Risiko einer Gürtelrose. Gegen Vergesslichkeit hilft Üben, in diesem Fall das Immunsystem durch eine Impfung an das Virus erinnern. Aber dies wird Impfgegner nicht überzeugen. Wissen was man nie hatte (oder durch Leugnen ignorierte) lässt sich nicht auffrischen. Oder es gibt demnächst die Gürtelroseparty für Senioren.

#3 - 08.03.2019, 12:38 von lupo44

Kann man nur begrüßen diese erneute wichtige Impfung.....

unter den Umständen eine globalisierten Welt sollte diese Thema ganz doll im politischen Focus gerückt werden.Bestimmte Impfungen sollten in Deutschland zur Pflicht erklärt werden per Gesetz.Damit schützen wir das Leben und sparen sehr viel Geld und Leid.Eine Schutzerfüllung für Jedermann ist kein Eingriff in das persönliche Leben als Negativfaktor ,sondern in diesen Fall Ein Schutz für alle Menschen die hier leben.

#4 - 08.03.2019, 13:18 von permissiveactionlink

Schaum vor dem Mund

Die Impfgegner werden vermutlich schon deshalb wieder hysterisch ausflippen, weil es sich bei dem Vaccin um einen adjuvantierten Totimpfstoff handelt. Was da wieder alles höchst gefährliches drin schlummert, vielleicht sogar Aluminiumoxid-hydroxid in homöopatischer Dosis ! Es sollte Allgemeinwissen sein, dass Impfungen mit Proteinen oder Zellbestandteilen ohne passende Adjuvantien meist zu keinem dauerhaften Impfschutz führen. Bei Lebendimpfstoffen ist das anders, aber die eignen sich nicht für alle Patienten. Bei abgeschwächten Viren kann es sogar zur Rückmutation zum höchst infektiösen und gefährlichen Virus kommen, in erster Linie bei RNA-Viren, die schneller mutieren (früher : "Impfpolio"). Die körpereigene zelluläre Immunreaktion gegen VZV (Varizella Zoster Virus) bzw. HHV-3 (Humanes Herpes Virus 3) tritt verhältnismäßig schnell nach Neuauftreten der Viren in Aktion. Deshalb bewegt sich die Neuinfektion auch nur entlang vorhandener Nervenbahnen. Die Impfung gegen VZV dient deshalb nur dazu, im Körper seit der Windpockeninfektion vorhandene B-Gedächtniszellen zu boosten, sprich zur Proliferation zu bringen, so dass eine Immunreaktion durch patrollierende B-Zellen noch früher eintritt und ein Fortschreiten der Infektion entlang der Nervenbahnen noch stärker bekämpft. Genau aus diesem Grund kommt es auch selten mehrmals hintereinander zu mehreren Gürtelrosen beim selben Patienten : eine solche boostet das zelluläre Gedächtnis natürlich auch. Warum also nicht durch Impfung bereits die erste Gürtelrose verhindern ?

#5 - 08.03.2019, 14:05 von tipto

Wenn das Risiko vermindert wird...

ich habe mich impfen lassen. Eine Gürtelrose reicht als Erfahrung. 3 Tage ein mehr als üblich schmerzender Arm und Energielosigkeit sind nichts gegen 6 Wochen Schmerzen aber glücklicherweise keine Folgeschäden.

#6 - 08.03.2019, 14:29 von cindy2009

seit wann?

Seit wann gibt es denn die Impfung schon? Ich hatte die letzten Jahr zwei Mal das Vergnügen einer Gürtelrose. Da hätte mir doch der Arzt eine Imfpung vorschlagen sollen?

#7 - 08.03.2019, 16:07 von permissiveactionlink

#6, cindy2009

Seit dem 13.12.2018 empfiehlt die Stiko des RKI die Impfung gegen Gürtelrose mit dem adjuvantierten Subunit-Totimpfstoff "Shingrix" von GSK (Lebendimpfstoffe konnten hingegen aus verschiedenen Gründen nicht empfohlen werden). Dieser Impfstoff ist bereits seit Mai 2018 erhältlich. Bisher war er aber in der Bundesrepublik noch nicht zugelassen bzw. war nicht in die Liste der Impfempfehlungen der Stiko aufgenommen. Dies ist jetzt durch den Gesetzgeber (im Bundesgesetzblatt) nachgeholt worden, sodass auch Impfrisiken von staatlicher Seite mit abgesichert sind. Die Krankenkassen sind aber nur verpflichtet, Patienten über 60 Jahre eine solche Impfung zu erstatten, oder bei Patienten über 50 Jahre aus einer (nachweispflichtigen !) Risikogruppe. Da Sie offenbar bereits mehrfach eine Gürtelrose entwickelt haben, sollte Ihr behandelnder Mediziner eine Antikörpertitermessung bezüglich HHV-3 in Ihrem Blutserum in Erwägung ziehen. Wie bereits von mir gepostet, reicht eine Gürtelrose im Normalfall bereits aus, um die zelluläre Immunantwort zu boosten. Möglicherweise verfügt Ihr Immunsystem nicht über geeignete B-Gedächtniszellen.

#8 - 08.03.2019, 19:51 von gammoncrack

Aus eigener Erfahrung:

Ich hatte vor 15 Jahren eine Gürtelrose. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Impfmöglichkeit zu nutzen.

Wer nicht will, lernt dann wenigstens, wie sehr schmerzhaft eine Gürtelrose sein kann.

#9 - 09.03.2019, 10:12 von shanjue

Manche Kassen übernehmen die Kosten bereits

Habe mich nach überstandener Gürtelrose dieses Jahr impfen lassen - obwohl mein Hausarzt mir davon abriet. Er war offensichtlich nicht auf dem aktuellen Stand hinsichtlich des jetzt eingesetzten Impfstoffes. Auch damit muss man rechnen, wenn man einen Arzt oder Apotheker fragt.

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