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Gesundheit

Verdauung und Psyche: Darmalarm

Corbis Im menschlichen Darm leben etwa hundert Billionen Bakterien. Forscher beginnen erst, ihr Zusammenspiel zu verstehen. Eins aber ist sehr wahrscheinlich: Die Untermieter haben einen großen Einfluss - vielleicht sogar auf unser Verhalten.
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#1 - 08.02.2015, 09:41 von trompetenmann

Darmgehirn

Die Erkenntnis, dass der Darm direkt mit unserem Gehirn "verbunden" ist und somit nicht nur für die körperliche, sondern auch für die psychische Gesundheit wichtig ist, ist nicht neu. Dass man durch Stuhltransplantation sich mit psychische Krankheiten anstecken kann, finde ich erstaunlich.

#2 - 08.02.2015, 09:51 von gerhard5260

Übergewicht...

"Forscher vermuten... dass Bakterien uns dick machen können..." Völlig unabhängig von Darmflora, genetischer Veranlagung etc. kann ein Mensch NICHT zunehmen, wenn er nicht mehr Kalorien pro Tag zu sich nimmt, als er pro Tag verbraucht. Auch die Biologie ist letztendlich der Physik untergeordnet.

#3 - 08.02.2015, 10:22 von sok1950

es ist aber ein Unterschied wenn

Zitat von gerhard5260
"Forscher vermuten... dass Bakterien uns dick machen können..." Völlig unabhängig von Darmflora, genetischer Veranlagung etc. kann ein Mensch NICHT zunehmen, wenn er nicht mehr Kalorien pro Tag zu sich nimmt, als er pro Tag verbraucht. Auch die Biologie ist letztendlich der Physik untergeordnet.
zwei Menschen z.b. rohe Karotten oder Vollkornbrot essen.

Der Eine verwertet die Karotten und das Vollkornbrot wesentlich besser als der Andere - schon haben beide die gleiche Anzahl von Kalorien gegessen, aber der Eine mit der besseren Verwertung hat de facto mehr Energie zu sich genommen.

Der Mensch ist eben doch kein einfaches physikalischen System und die Biologie kann die Physik aus tricksen.

#4 - 08.02.2015, 10:34 von Ursprung

Wie Sterne im All

Interessanter Artikel.
Dem Thema folge ich als nachdenklicher Laie schon laenger.
Es laesst sich auf dieser Grundlage vortrefflich und auch logisch spekulieren und nachdenken:
wir sind demnach wohl nicht ein "Individuum", sondern schlicht eine Symbiose, die von mehr Symbionten "unterhalten" (gebildet) wird, als Astronomen an Sternenzahl ermitteln koennen.
Und:
womoeglich genau das (Darminhalt) macht uns zum unverwechselbaren Individuum.
Die hohe Zahl der Symbionten in uns (auch Koerperzellen kann man mitzuzaehlen) macht es, dass wir annehmen duerfen, dass es jeden von uns kein zweites Mal so und in dieser Zusammensetzung im Universum noch einmal geben duerfte. Nicht jedenfalls nach mathematisch plausibler Waehrscheinlichkeit.
Noch mehr: diese Billionen Symbionten koennen ja miteinander nicht nur auf eine Weise interagieren, sondern in Aberbillionen Interaktions-Varianten.
Das potenziert noch die Chance zur Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit einer biologischen Entitaet aus Mikroorganismen, die jeder von uns (sogar eine Ameise ist aehnlich organisiert) nun mal ist.
Wir verschleudern uebrigens zudem ganze Wolken von Mikrooerganismen in unsere Umgebung und hinterlassen so Spuren, die nur uns zuordnungsbar sind.
Z. B. in jedem Hotelzimmer koennen deshalb nicht nur Hunde (oder Katzen) noch 24 Stunden nach der Abreise unser Dagewesensein identifizieren, sondern auch die NSA mit technischen Detektoren.
Die Hirnforscher steuern uebrigens den Verdacht bei, dass unser Hirn nicht ganz unaehnlich dem Darm funktioniert: die Hirnzellen und deren Interaktionsmoeglichkeiten sind zwar theoretisch auch nicht unendlich viele.
Aber doch so gross, dass Astronomen mit allen ihren Rechnern sie ebensowenig listen koennten, wie sie bislang ihre Sternenzahl im All annehmen.

#5 - 08.02.2015, 10:43 von fridagold

Zitat von gerhard5260
"Forscher vermuten... dass Bakterien uns dick machen können..." Völlig unabhängig von Darmflora, genetischer Veranlagung etc. kann ein Mensch NICHT zunehmen, wenn er nicht mehr Kalorien pro Tag zu sich nimmt, als er pro Tag verbraucht. Auch die Biologie ist letztendlich der Physik untergeordnet.
Es ist doch unbestritten, dass es Menschen (und auch Tiere) gibt, die futtern können ohne Ende und trotzdem gertenschlank sind. Andere sündigen ab und zu und gehen auf wie Hefeteig. Physikalisch gut erklärbar, wenn die Verwertung der Energie aus der Nahrung indiviudell ist: Zwar enthält dann die Nahrung die gleiche Energie, aber was im Körper ankommt, ist unterschiedlich.

#6 - 08.02.2015, 10:56 von solitaryway

Zitat von gerhard5260
"Forscher vermuten... dass Bakterien uns dick machen können..." Völlig unabhängig von Darmflora, genetischer Veranlagung etc. kann ein Mensch NICHT zunehmen, wenn er nicht mehr Kalorien pro Tag zu sich nimmt, als er pro Tag verbraucht. Auch die Biologie ist letztendlich der Physik untergeordnet.
Deren Vermutungen scheinen aber nicht gegen physikalische Grundsätze zu verstossen. Insofern ist Ihr Argument verfehlt - ausser Sie wollen damit unbedingt Etwas anderes hervorheben (Verantwortung?). In dem Falle hätte es aber gerade nichts mit Physik oder Biologie zu tun und würde es als Ablenkung werten.

#7 - 08.02.2015, 11:05 von aleman61

Kalorien zählen

Zitat von gerhard5260
"Forscher vermuten... dass Bakterien uns dick machen können..." Völlig unabhängig von Darmflora, genetischer Veranlagung etc. kann ein Mensch NICHT zunehmen, wenn er nicht mehr Kalorien pro Tag zu sich nimmt, als er pro Tag verbraucht. Auch die Biologie ist letztendlich der Physik untergeordnet.
Den Kalorienverbrauch kann man ganz gut messen, was Sie aber kaum bestimmen können, ist die Energie die im Essen steckt und wie sie im Körper umgesetzt wird. Im Gegensatz zu dem alten Experiment der thermischen Verbrennung, ist der Körper nämlich kein Feuer. Außerdem müßten Sie von der Enerigieaufnahme die unverbrauchte Energie, also Kot und Urin abziehen. Leider wird das in der Kalorienrechnung der diäaten nicht gemacht. Das Kalorienrechnenist leider keine Wissenschaft.

#8 - 08.02.2015, 11:09 von exilator_

Ein Erklärungsversuch

Wir Menschen leben symbiotisch mit der Erde und welchen Einfluss wir auf den Wirt haben weiss so ziemlich jeder. Für mich ist klar, dass Symbionten den Wirt in vielen Bereichen beeinflussen und verändern.

exilator

#9 - 08.02.2015, 11:33 von vanny1984

Zitat von gerhard5260
"Forscher vermuten... dass Bakterien uns dick machen können..." Völlig unabhängig von Darmflora, genetischer Veranlagung etc. kann ein Mensch NICHT zunehmen, wenn er nicht mehr Kalorien pro Tag zu sich nimmt, als er pro Tag verbraucht. Auch die Biologie ist letztendlich der Physik untergeordnet.
Diese Formel ist an sich logisch und zutreffend, keine Frage. Allerdings bin ich mit der Ausnahme, die das Gegenteil beweist, verheiratet ;).

Mein Mann übt eine sitzende Tätigkeit aus, macht keinen regelmäßigen Sport in der Freizeit und nimmt pro Tag locker um die 3000-4000kcal zu sich (in Form von festen, selbstgekochten Mahlzeiten und viel Süßkram nebenher). Theoretisch müsste er auf diese Weise massives Übergewicht haben. Er wiegt aber gerade mal 72kg auf 1,90m! Auf alle möglichen Krankheiten wurde er übrigens bereits (erfolglos) durchgecheckt, weil jeder Arzt bei einem so langen, dürren Kerl sofort das Bedürfnis bekommt, eine Diagnose stellen zu wollen ;). Ist er nun ein physikalisches Wunder oder könnten gerade beim Thema Übergewicht nicht doch noch eine ganze Menge mehr Faktoren reinspielen, unter anderem auch physische, von Darmbakterien bis hin zu Hirnstoffwechselprozessen ;)?

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