Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Gesundheit

Vorstoß des Gesundheitsministers: Spahn will Fettabsaugen zur Kassenleistung machen

Getty Images Therapeutischer Nutzen nicht nachgewiesen - mit diesem Argument lehnen Krankenkassen es ab, das Absaugen von Körperfett zu bezahlen. Der Gesundheitsminister will ihnen die Entscheidung darüber abnehmen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 2/9    
#10 - 11.01.2019, 08:57 von furorteutonikus

Einstieg

Vielleicht ist das nur der Einstieg in eine neue Welle von Operationen, da Hüft- Rücken und Knie -OPs aktuell deutlich in der Kritik stehen? Auch wenn es sich hier vorrangig um Lipödemen handelt, kann davon ausgegangen werden dass "kreative Diagnosen" zukünftig auch beleibten Nicht-Lipödemen-Patienten OPs bezahlt werden würden.

1. Lobbyarbeit Spahns?

#11 - 11.01.2019, 08:59 von welt_frieden

Zitat von claus7447
Um welche Gruppen sich unser Minister kümmert. Gibt es keine anderen Probleme davor? Ich hätte gern eine nasenkorrektur.
Kann es sein, dass Ihnen Lipödem nichts sagt? Goolge oder Ecosia und Co. wären Ihre Freunde zur Weiterbildung.
Das ist mitnichten irgendeine kosmetische Korrektur, sondern eine ernsthafte Störung/Erkrankung.

#12 - 11.01.2019, 08:59 von Plasmabruzzler

Fettabsaugen vs. Lipödem

Anhand der Überschrift dachte ich, es ginge ums ordinäre Fettabsaugen, was meist aus ästhetischen Gründen gemacht wird. Es handelt sich aber offenbar um Behandlung von Lipödemen, die eine enorme Einschränkung der Bewegungsfreiheit für die Betroffenen zur Folge hat. Wer nicht weiß, was ein Lipödem ist, kann ja mal danach im Internet suchen. Solchen Leuten muss geholfen werden, das ist doch eine ganz klare Sache. So etwas von den Patientinnen selbst zahlen zu lassen ist schon dreist.

#13 - 11.01.2019, 09:03 von karlo1952

@ 4. Lipödem - Aber Ihnen dürfte schon klar sein,

dass unter dem Deckmantel dieses Krankheitsbilds jedem Hautarzt Tür und Tor geöffnet werden nach dieser Diagnose abzurechnen, wie es bei genügend anderen Krankheitsbildern auch der Fall ist.

#14 - 11.01.2019, 09:04 von deichkind88

@selfrandom

Zum Einen ist die Diagnose bzw. Erkrankung „Lipödem“ eine sehr seltene und zum anderen werden unendlich viele Patienten auf ihrer Überweisung als Diagnose „Lipödem“ stehen haben (haben es teilweise jetzt schon, denn mit psychologischem Gutachten und mehreren diagnostizierenden Ärzten wird der Eingriff bereits jetzt manchmal als Kassenleistung angerechnet), so dass die Kasse nicht mehr hinter her kommen wird mit der Prüfung und sehr, sehr viele Fälle, die schlichtweg eine Adipositas als Grunderkrankung aufweisen, werden als „Lipödem“ behandelt.
Passiert jetzt schon sehr oft und nicht nur in der plastisch/ästhetischen Chirurgie, sondern vielen anderen Bereichen. Da werden abrechnunhsfähige Erkrankungen diagnostiziert, einfach nur, um den Patienten einen Gefallen zu tun, sich selbst viel Diskussion zu ersparen und schon läuft es als Kassenleistung.

PS. Ich arbeite auf einer interdisziplinären Chirurgie inklusive PC.

#15 - 11.01.2019, 09:08 von m82arcel

@Fee66

Es gibt auch viele, die sich durch (Extrem-) Sport Knochen brechen, Bänderrisse zuziehen oder die Gelenke ruinieren. Auch das bezahlt dann die Allgemeinheit.
Sofern wir hier nicht von Absaugungen aus optischen Gründen sprechen (meine vier Weihnachtskilo werde ich auch ohne Absaugung los), finde ich es durchaus sinnvoll, wenn die Kassen die Kosten übernehmen. Auf jeden Fall sinnvoller, als die Kostenübernahme bei Globuli und Co.

#16 - 11.01.2019, 09:13 von sYn Sunnyy

Brustverkleinerung?

...bitte auch das eher und unproblematischer bezahlen. Ist bei großen Größen sehr wichtig. Die Krankenkassen zahlen das erst wenn Probleme vorhanden sind. Oft ist absehbar das es zu Probleme kommt, welche auch nach der OP je nach schwere nicht ganz weg sind.
Der Versicherte müsste die OP selbst bezahlen, wenn er keine Probleme möchte.

#17 - 11.01.2019, 09:23 von nikaja

viel Wind

In jedem Falle gelingt es ihm und seinem PR-Berater viel Wind zu machen. Ob am Ende die Ergebnisse überzeugen, bleibt den aufmerksamen Journalisten überlassen. Ist der Pflegenotstand behoben oder wird nur jetzt eine andere Sau durchs Dorf getrieben, weil er sich am 1.Thema die Zähne ausgebissen hat, ohne weiter zu kommen? Gesunde Ernährung ist die beste Vorsorge. Wann verschwinden die übermäßig gesüssten "Lebens"-Mittel aus den Regalen? Ist zwar die Domäne von Fr.Kloeckner, aber die bekommt ja ausser sanften Fuerzchen auch nichts zustande. Bevor Ärzten teure Adipositas Operationen subventioniert werden, müssen erstmal solche Basics wie Zucker und Zusatzstoffe geregelt werden.

#18 - 11.01.2019, 09:26 von kroganer

@2

Naja, wenn man bedenkt das auch Raucher Folgeerkrankungen als Kassenleistung durch gehen oder eine Leberzerose und andere durch zu viel Alkohol hervorgerufene Krankheiten. Dann kann man das auch durchgehen lassen, oder?

#19 - 11.01.2019, 09:30 von mghi

Irrsinn

Der therapeutische Nachweis fehlt; das reicht doch eigentlich. Das Geld brauchen wir für Menschen, die seltene Erbkrankheiten haben, was sehr sehr teuer ist oder evtl. neue Krebsmedikamente benötigen; auch sehr sehr teuer. Weiterhin sind Rehabilitationsmaßnahmen, früher Kur genannt, etwas zu stark eingeschränkt worden. Hier sehe ich echten Änderungsbedarf. Das Geld sollten wir nicht dafür ausgeben, dass demnächst Millionen von Tätowierungen entfernt werden müssen, weil die Tätowierten ansonsten psychische Schäden erleiden. Auf diese Krankenkassenlesitung warte ich noch.

    Seite 2/9