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Air Berlin: Dürfen sich Arbeitnehmer kollektiv krankmelden?

DPA Wenn sich plötzlich viele Arbeitnehmer krankmelden, steckt dahinter offensichtlich ein abgesprochener Ausstand - doch ein Unternehmen kann nicht viel dagegen tun. Es sei denn, jemand hat zum wilden Streik aufgerufen.
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#10 - 12.09.2017, 18:09 von reisender2013

Überhaupt kein Verständnis

habe ich für Simulanten. Und ob sie sich einen Gefallen tun ist nicht sicher. Die Krankmeldungen werden erfasst. Und ein möglicher neuer Arbeitgeber wird bestimmt ungern Piloten einstellen oder übernehmen, die als Simulanten aufgefallen sind.

#11 - 12.09.2017, 18:11 von Soordhin

Man könnte natürlich auch dasselbe Mittel gegen Zukunftsängste einsetzen wie bei CEO Winkelmann, der sich nicht nur sein Gehalt plus maximalem Bonus für die Laufzeit seines Vertrages durch eine insolvenzsichere Bankbürgschaft hat garantieren lassen, nein, er hat selbstverständlich auch ein Rückkehrrecht zu Lufthansa zu seinen alten oder besseren Konditionen.

#12 - 12.09.2017, 18:22 von columbo1

Zitat von Hippolais
Dürfen Ärzte kollektiv krankschreiben?
Bei den meisten Arbeitgebern muss man den Krankenschein doch erst am dritten Tag vorlegen.

#13 - 12.09.2017, 19:16 von Mc Catweazle

Dieser getarnte Streik und das gepokere um AirBerlin bringt die ganze Branche in Verruf. Ausfälle, Verspätungen, Streiks, mieser Service ... Was sagt eigentlich der Verkehrsminister dazu?
Ach so, der sagt ja nie etwas!

#14 - 12.09.2017, 19:57 von mueller1

Spassvogel

Zitat:
Die Krankmeldungen seien "existenzbedrohend" für die Airline. Der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus erklärte, die Ereignisse vom Dienstag "gefährden das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung massiv".

Aha, nicht die Insolvenz von Air Berlin ist existenzbedohend, sondern die Krankmeldungen der Piloten. Kaum zu fassen, mit welch hohlen Phrasen hier versucht wird, die Stimmung der Öffentlichkeit zu beeinflussen.

#15 - 12.09.2017, 20:12 von wire-less

Gefälligkeit vom Arzt

Ich wünsche diesen Ärzten das jemand ihre komplette Belegschaft krank schreibt. Moral scheint weder bei Piloten noch bei Ärzten hoch im Kurs zu stehen.

#16 - 12.09.2017, 20:39 von Havel Pavel

Als Pilot sicher nicht unkritisch!

Es ist schon erstaunlich welches Risiko die Piloten damit eingehen ihre Fluglizenz zu verlieren, von arbeitsrechtlichen Folgen mal ganz abgesehen! Ich kenne dies zur Genüge aus meiner Zeit als Militärpilot hier mussten jegliche Erkrankungen stets peinlichst dokumentiert werden und ebenso die Genesung und Wiedererlangung der Flugtauglichkeit, was oft zahlreiche Checks und Tests beinhaltete. Schon allein deshalb war jeder der Kameraden bestrebt durch seine Lebensweise keine Gesundheitsgefährdung aufkommen zu lassen. Und auf die bescheuerte Idee sich grundlos krankschreiben zu lassen wäre ohnehin keiner gekommen, zumal dies bei den durch die Flugmediziner durchgeführten Tests wohl ganz bestimmt aufgeflogen wäre und der Betreffende wohl mit endlosen Untersuchungsmassnahmen aller Art zu rechnen gehabt hätte und bis zur Klärung als fluguntauglich eingestuft worden wäre, was natürlich für die künftige Laufbahn negative Auswirkungen zur Folge gehabt hätte. Aber bei zivilen Fliegern schaut man wohl nicht so genau hin, na ja die haben ja auch keine Bewaffnung an Bord sondern "nur" Menschen. Schon ziemlich dreist was sich hier abspielt und ganz und gar nicht dazu geeignet den Pilotenberuf in seriösem Licht erscheinen zu lassen. Wenn sie sagen sie seien wieder gesund wird der aufgesuchte "Arzt" sie wieder "gsundschreiben" und sie werden wieder ohne weitere Tests auf die Passagiere losgelassen. Schon allein mit dem Gefühl sowohl den Arzt als auch meinen Diestherren betrogen zu haben hätte ich ein ungutes Gefühl im Bauch und vor allen Dingen wäre das notwendige Vertrauensverhältnis ernsthaft beschädigt!

#17 - 12.09.2017, 20:40 von victoria101

Also...

... wenn ein Pilot von Air Berlin zu mir kommt und mir sagt, dass ihn die Existenzängste umtreiben und er völlig fertig sei, nicht in der Lage, zu fliegen, dann schreibe ich ihn natürlich krank. Ich will ja nicht dafür verantwortlich sein, dass ein Flugzeug abstürzt.
Es werden wohl nicht alle 100 Piloten zum gleichen Arzt gegangen sein. Entsprechend weiß der einzelne Arzt erst hinterher, dass das abgesprochen war.

#18 - 12.09.2017, 21:38 von Newspeak

Das deutsche Streikrecht ist eines der arbeitgeberfreundlichsten der Welt. Die Insolvenzverursacher werden oeffentlich nicht angeklagt, aber weil ein Bruchteil der Piloten "krank" ist (vielleicht sind es einige ja wirklich, weil so eine Insolvenz mit unmittelbar drohendem Jobverlust eine aussergewoehnliche psychische Belastung darstellt), wird sofort hart kritisiert. Deutschland kann eben nur Schwaechere fertigmachen, an Staerkere traut man sich aus Feigheit gar nicht ran.

#19 - 12.09.2017, 22:19 von invictus

Facepalm

Zitat von Havel Pavel
(...)
Sie haben noch vergessen ein Saluterien der Piloten ein zu fordern!
Strammes Stillgestanden, wie es der "Dienstherr" will. Bloss nicht über Hintergründe nachdenken, bloss nicht SELBST denken. Dafür gibt es ja den Dienstherren, dem man blind vertraut - zur Not bis in den Tod, nicht wahr?

Gott bewahre uns vor so einer Empathielosigkeit. Sie haben Glück, dass Menschlichkeits-Test kein Bestandteil der Fliegerei sind.

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