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Altes Konzept reloaded: Deutsche Bahn will wieder Werkswohnungen bauen

picture alliance / dpa Die Deutsche Bahn will ihren Mitarbeiten helfen, eine Wohnung zu finden - und dafür unter anderem Flächen in Konzern-Besitz bebauen. Baureif ist bisher allerdings keines der Grundstücke.
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#1 - 10.07.2019, 16:15 von so-long

Dann sollte

die DB höhere Gehälter zahlen, anstatt sich im Wohnungsmarkt zu tummeln. Das dadurch fehlende Kapital für die eigentlichen Bahnzwecke soll dann von der Allgemeinheit aufgebracht werden?

#2 - 10.07.2019, 16:33 von OberstSL

Na endlich...

...Hoffentlich ist das nur der Anfang und andere ziehen nach.

#3 - 10.07.2019, 16:54 von unpolit

Erst überlegen...

Zitat von so-long
die DB höhere Gehälter zahlen, anstatt sich im Wohnungsmarkt zu tummeln. Das dadurch fehlende Kapital für die eigentlichen Bahnzwecke soll dann von der Allgemeinheit aufgebracht werden?
Wir brauchen Bahnmitarbeiter in HotSpots des Mietmarktes. Die sollten, auch wegen der Arbeitszeiten, in der Nähe wohnen können.

Was hilft es, wenn die Tarife für ALLE, auch die in Hintertupfingen, um einen kleinen Beitrag angehoben werden? Denen im Hotspot ist damit immer noch nicht geholfen.
Übrigens, auch der geldwerte Vorteil einer Werkswohnung ist zu versteuern.

#4 - 10.07.2019, 16:59 von Freidenker10

Gut so! Der Rückzug der großen Unternehmen aus der sozialen Verantwortung kann rückgängig gemacht werden, auch wenn die Aktionäre dann ein paar Cent weniger erhalten. Früher war es doch normal das sich große Arbeitgeber um ihre Angestellten gekümmert haben, aber dann ist alles dem Shareholder Value geopfert worden. Wäre wirklich schön wenn wir ein paar "Errungenschaften" der Moderne zurückdrehen könnten!

#5 - 10.07.2019, 17:07 von nici_d

Armutszeugnis der Tarifparteien

Zitat: "... zahlt nach Tarif, aber die Mitarbeiter verdienen häufig nicht genug …"
Vielleicht sollten Betriebsräte und Gewerkschaften mal ihre Hausaufgaben machen? Die sind mit schuld daran, dass Deutschland zum Niedriglohnland wird, bei Steuern und Abgaben aber spitze ist.

#6 - 10.07.2019, 17:20 von jogola

Reisezeit

Zitat von unpolit
Wir brauchen Bahnmitarbeiter in HotSpots des Mietmarktes. Die sollten, auch wegen der Arbeitszeiten, in der Nähe wohnen können. Was hilft es, wenn die Tarife für ALLE, auch die in Hintertupfingen, um einen kleinen Beitrag angehoben werden? Denen im Hotspot ist damit immer noch nicht geholfen. Übrigens, auch der geldwerte Vorteil einer Werkswohnung ist zu versteuern.
Die Bahn muss um 6:00 in "Hintertupfingen" losfahren, damit sie um 8:00 Uhr in z.B. München sein kann. Abends fährt die letzte Bahn um 20:00 dann sind die Leute um 22:00 zu Hause. Wo würden Sie als Schaffner oder Lokführer wohnen wollen: In "Hintertupfingen" oder in München.

#7 - 10.07.2019, 17:42 von descartes

Zitat von so-long
die DB höhere Gehälter zahlen, anstatt sich im Wohnungsmarkt zu tummeln. Das dadurch fehlende Kapital für die eigentlichen Bahnzwecke soll dann von der Allgemeinheit aufgebracht werden?
Was sollte das bringen ausser Mieten in die Höhe zu treiben?
Nein, der angedachte Weg geht eindeutig in die richtige Richtung um auch die Mieten kontrollieren zu können!
Andere Grosskonzerne sollten diesem Beispiel folgen. Wen gut verdienende Facharbeiter dem offenen Wohnungsmarkt den Rücken kehren könnten, wäre das ein erfolgreiches Konzept um die Mietpreissteigerungen endlich in den Griff zu bekommen!
Jedenfalls erfolgsversprechender als "Enteignungen" und ähnliche Hirnflatulenzen.

#8 - 10.07.2019, 17:44 von balou78

Ich propagiere diese Idee schon länger...

Statt Mietpreisbremse etc pp sollte man alle Arbeitgeber ab einer gewissen Größe (zB 100 MA) verpflichten in direkter Nachbarschaft der Arbeitsstätte Wohnraum für die einkommenschwächsten 20% der Mitarbeiter zu schaffen bzw bereitzuhalten. Quasi den AG zur einer sozialen Verantwortung zwingen, die früher (da war sowieso alles besser ;-) durchaus üblich war.
Würde mich interessieren wohin die Reise dann geht, sicher nicht mehr nach B-, HH-, F-, M-City!

#9 - 10.07.2019, 17:49 von nach-mir-die-springflut

Die fetten Jahre sind vorbei

Die BVG (Berliner Verkehrsgesellschaft) in Berlin hatte auch einst Häuser, ganze Straßenzüge, für ihre Bediensteten in ihrem Eigentum*. Dann brauchten Politiker Geld. Und küssten die Heuschrecken. Die Frage ist, muss Politiker ein Lehrberuf werden, an dessen Ende eine IHK-Prüfung steht? Nicht dass der Politiker deswegen vor Doofheit gefeit wäre, aber man hätte einen Standard, auf den er verpflichtet wäre, auf den man ihn verpflichten könnte.

* Gemeinnützige Heimstättenbaugesellschaft der BVG GmbH

"Die Wohnanlage Lichtenberg (früher: BVG-Siedlung) ist eine denkmalgeschützte Wohnanlage im Berliner Ortsteil Lichtenberg. Die denkmalgeschützte Wohnanlage wurde zwischen 1925 und 1930 von der Gemeinnützigen Heimstättenbaugesellschaft der BVG für die Beschäftigten der Berliner Straßenbahn-Betriebs-Gesellschaft (der späteren BVG) errichtet. Sie liegt in der Nähe zum Betriebshof Lichtenberg."
https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnanlage_Lichtenberg

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