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Deutsche Auswanderin in Chile: "Leider gibt es hier zu viele Machos"

Privat Julia Krez, 33, arbeitet als Chemikerin unter lauter Männern in der Wüste Chiles, zwölf Stunden am Tag. Als promovierte Wissenschaftlerin hat sie es besonders schwer. Weg will sie trotzdem nicht.
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#10 - 11.02.2019, 14:06 von chrisse

@roenga

Welches Anspruchsdenken meinen Sie denn?
Dass Ihre Stimme als Frau das gleiche Gewicht hat wie die ihrer männlichen Kollegen?

#11 - 11.02.2019, 14:18 von roenga

Zitat von Zita
"Westlich feministisches Anspruchsdenken!" Welchen Artikel haben Sie denn gelesen? Den, in dem sich eine Frau wünscht, auf der Arbeit ernstgenommen und respektiert zu werden? In dem sie sich wie ein Mann benimmt, sich also ganz wie Sie es wünschen, den herrschenden Sitten anpasst, womit die Männer aber nicht klarkommen? Wo genau verlangt sie denn, dass die Männer sich an ihr orientieren sollen? Im Gegenteil, sie schreibt ja sogar, dass sie sich an deren Vorstellungen anpasst (Smalltalk, sich auf Zuspätkommer einstellen). Vielleicht den Text noch mal lesen?? Ganz allgemein: Interessanter Artikel, weil er sich nicht im "hach, ich lebe am Meer"-Gesülze verliert, wie leider so viele Auswandererberichte, sondern wichtige Themen wie z.B. die Krankenversorgung anspricht. Dadurch wird das Bild sehr viel runder.
"Welchen Artikel haben Sie denn gelesen?" Den, in dem sich Frau aus Deutschland tatsächlich erst mal wundert, dass die Belegschaft einer Mine in der chilenischen Wüste fast nur aus Männern besteht und das dann auch beklagt. Dann wundert sie sich, dass der Neuankömmling aus Deutschland zuerst einmal nicht sofort akzeptiert wird, sondern erst einmal Leistung zeigen (12 Stunden Arbeit am tag!!!) und sich in die Gemeinschaft integrieren muss (Achtung Männer!!!).

#12 - 11.02.2019, 14:22 von Flying Rain

Chile...

Chile... ich würde es mal so sagen. Man sollte nicht aufs Maul gefallen sein als Frau in Südamerika. Da muss man schon einen gewissen Grad an Selbstbewusstsein mitbringen. Meine kleine Schwester hat ein Jahr dort gearbeitet und ist dort bestens durchgekommen. Duckmäusschen fallen dort freilich auf die Schnauze...

#13 - 11.02.2019, 14:25 von roenga

Zitat von zeichenkette
Wieso, die Minderheit will doch gar nicht besonders behandelt werden, sie will nur genau so behandelt werden wie die Mehrheit. Zu fordern, dass man Minderheiten benachteiligen darf, DAS ist Anspruchsdenken. Oder etwa nicht?
Wo bitte haben Sie denn gelesen, dass die Minderheit benachteiligt wurde? Welcher Neuankömmling, gleich welchen Geschlechts, Rasse, Religion etc wird denn sofort akzeptiert und darf sofort auf Augenhöhe mitsprechen, ohne sich zuerst eingearbeitet und bewiesen zu haben? Männer untereinander akzeptieren dieses Revierverhalten der alteingesessenen. Frauen vermuten halt immer sofort Sexismus. Die Dame selbst gibt ja später zu, dass sie hier ihren Kollegen aus einem anderen Kulturkreis etwas entgegenkommen musste.,

#14 - 11.02.2019, 14:25 von Mardor

Gequatsche

Zitat von roenga
Soso, in einer Arbeitsumgebung, in der Frauen die absolute Ausnahme sind, sollen die 99% sich also gefälligst mehr an den 1% orientieren. Das nenne ich westlich feministisches Anspruchsdenken! Realistischer wäre es, wenn die Minderheit sich innerhalb bestehender Gesetze und Regeln der Mehrheit anpasst. Genauso gut könnte die Dame und die wenigen neuen amerikanischen Kolleginnen verlangen, dass alle anderen gefälligst deutsch oder englisch lernen.
Was für ein dummes Zeug Sie da von sich geben!

Im Übrigen, da es bei Ihnen ja am Textverständnis zu hapern scheint: Die Frau ist Chemikerin, Dr. rer. nat. und hat damit fachlich auch mehr Einblick als ca. 99 Prozent ihrer Kollegen.

#15 - 11.02.2019, 14:30 von roenga

Zitat von Pickle__Rick
Oh ja Anstand und Respekt gegenüber einer Kollegin zu erwarten ist in der Tat furchtbares feministisches Anspruchdenken. Was bildet die sich eigentlich ein? Die verlangt sogar allen Ernstes, dass sich Untergebene an ihre Anweisungen handeln.
Respekt ist aber auch, nicht zu versuchen, als Minderheit der Mehrheit sein westlich geprägtes Gesellschaftsbild aufzwingen zu wollen. Wer als Neuankömmling glaubt mal eben so dazwischenhauen zu können, um sich Respekt zu verschaffen und den vielen anderen mal zu zeigen wie das so laufen soll, der muss sich nicht wundern wenn er (sie) auf Widerstand stößt. Das ginge einem Mann aus Deutschland in Chile auch nicht anders.

#16 - 11.02.2019, 14:33 von roenga

Zitat von chrisse
Welches Anspruchsdenken meinen Sie denn? Dass Ihre Stimme als Frau das gleiche Gewicht hat wie die ihrer männlichen Kollegen?
Dass die Stimme einer Person, die neu im Land und der Firma ist und Sprache und Gebräuche noch nicht so genau kennt, am Anfang nie die gleiche Gewichtung hat, wie die der etablierten Kollegen. das diese Person auf die anderen zugehen muss und nicht umgekehrt.

#17 - 11.02.2019, 14:37 von Zinnober reden

Als hellweisse

und noch rothaarige Frau erregt man überall bei den schwarzhaarigen Männern Aufsehen. Und ihre Einlassung über die KV ist ja nichts Neues denn sie dürfte wissen , welche Versicherten in Deutschland einen Soforttermin bekommen. Es gilt immer noch: Fremde Länder andere Sitten.

#18 - 11.02.2019, 14:39 von HevoHo

Die mutigen Chilenen...

"Die Chilenen sind mutiger. Wenn sie Geld haben, sparen sie es nicht, sondern geben es für das Leben aus. Sie kaufen sich ein schönes Auto oder einen großen Fernseher - ohne lange darüber nachzudenken." - Die einen nennen es mutig, ich nenne es naiv, leichtsinnig, verschwenderisch und verantwortungslos. Das ist wohl dann der angesprochene Kulturunterschied...

#19 - 11.02.2019, 14:47 von Rookie

feministisch gefärbt

Wenn Hochschulabsolventen erfahrene Mitarbeiter die Welt erklären wollen und sich danach wundern, dass sie die grandiose Ideen nicht sofort implementieren ist bekannt. Die Autorin interpretiert das so, dass dies aufgrund ihres Geschlechts erfolgte. Das ist aber nur Ihre Annahme. Besserwisser sind nicht überall willkommen und gute Ideen müssen erstmal richtig verkauft werden. Soll auch für Frauen gelten :-)

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