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Ein Verkäufer von Straßenzeitungen erzählt: "Obdachlose werden weggejagt wie Tiere"

DPA Er hat zwei Ausbildungen absolviert und wurde trotzdem arbeitslos und obdachlos. Der Verkäufer einer Straßenzeitung berichtet von seinem größten Wunsch.
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#1 - 26.12.2018, 07:43 von Outdated

Es ist tatsächlich ein Armutzeugniss

Das im ach so reichen Deutschland, Leute überhaupt auf der Straße schlafen müssen.
Hier werden immer gern Geldgeschenke in alle Welt diskutiert, oder einflussreiche Gruppen hoffiert, jenen die wirklich mal eine Hand gereicht brauchen werden aber sonst gerne ignoriert.
Bitte mehr Berichterstattungen über solche Misstände, nur so wird unser Land besser.

#2 - 26.12.2018, 07:43 von freidenker49

Eine anrührende Weihnachtsgeschichte

Aber der Hintergrund der Obdachlosigkeit scheint nur hier und da durch. Alkoholismus. Weiterhin darf die Alkoholindustrie unbehelligt eine Wahnsinnswerbung betreiben für dieses Nervengift. Die Alkoholsteuern könnten drastisch erhöht werden. Auf Wein wird derzeit überhaupt keine Alkohol Steuer erhoben. Mit den Einnahmen könnten dann die gewünschten warmen Schlafsäcke verteilt werden. Oder noch besser alle Alkoholabhängigen müssten mit den Erträgen aus der Alkoholsteuer einen kostenlosen Entzug machen dürfen.

#3 - 26.12.2018, 08:04 von sir.viver

Eines verstehe ich nicht

So ehrbar auch der Verkauf der Zeitung ist. Warum kommt er nicht auf die Idee ein „Bewerbungsschreiben-Suche Arbeit“-Schild neben sich zu stellen? Bei dem angeblichen Fachkräftemangel würde sich doch bestimmt auch ein Arbeitsplatz finden lassen, zumal so ein Schild ein Motivierungsschreiben darstellt. So einem Menschen würde man doch sehre gerne helfen wollen, oder sehe ich was falsch?

#4 - 26.12.2018, 08:08 von casbavaria

Nicht der typische Obdachlose

Sehr anerkennenswert, dass er versucht, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen - doch er entspricht sicherlich nicht dem typischen Obdachlosen!
In den meisten Fällen spielen Alkohol und andere Drogen eine große Rolle, und in den Unterkunftsangeboten für Obdachlose sind Drogen aus guten Gründen verboten, die Betreuer dort können sich nicht täglich mit randalierenden Alkoholisierten auseinandersetzen. Zudem - im Artikel wird es kurz angeschnitten "ein polnisches Pärchen". In den Großstädten ist die Zahl der Obdachlosen durch osteuropäische Obdachlose sehr stark angestiegen, in vielen Städten stellen sie inzwischen mehr als 50% der Unterkunftslosen. Und für diese Menschen ist Deutschland schlicht nicht zuständig, sondern der Herkunftsstaat, es gibt aus gutem Grund keinerlei Sozialleistungen.

#5 - 26.12.2018, 08:56 von AlTheKingBundy

Genauer hinschauen

Man muss stets etwas genauer hinschauen. Auf der einen Seite stehen viele unwürdige Arbeitsverhältnisse, z.B. wenn man in Vollzeit arbeitet und man trotzdem staatliche Hilfen in Anspruch nehmen muss oder Wohnraum nicht mehr bezahlbar ist. Auf der anderen Seite steht der Mensch, der auch Verantwortung für sich selbst übernehmen muss und soll. Diese Seite wird leider oft vergessen. Wenn man eben lieber seiner Sucht nachgeht und keinen festen Wohnsitz haben möchte (gibt es auch) oder ein ungeregeltes Leben vorzieht, dann muss man auch mit den Konsequenzen leben.

#6 - 26.12.2018, 08:58 von xlabuda

ich bin sprachlos - genau sowas kommt dabei heraus, wenn der Staat

Zuviel zahlt.
"Den Stress dort konnte ich nicht aushalten" - "als Fachkraft für Rinderzucht fand ich in der Stadt keinen Job" und 2 Ausbildungen gemacht. Frage: hast du jemals gearbeitet oder nur die Ausbildungen gemacht. Nach 2 Tagen Anwesenheit schon Burnout.

Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn der Staat auch noch passende Wohnungen mit Vollverpflegung zur Verfügung stellt.

Und ich Idiot gehe 50 Jahre arbeiten und habe noch immer eine kleine Firma, die der Staat bis aufs Blut ausquetscht.

#7 - 26.12.2018, 08:59 von rudolfsikorsky

Irgendwie alles seltsam und unnormal was in D so abgeht . Eine Schande das Menschen auf der Strasse nicht leben sondern verrotten muss man sagen . Der Mensch hat 500 ! zum Leben? Die habe ich ( Handwerker) beileibe nicht mal im Entferntesten ( wegen Miete u.s.w.). Ist doch abartig was hier abläuft.

#8 - 26.12.2018, 09:09 von awes

Ich möchte es wirklich wissen

Auf ALG II, also Hartz IV hat doch jeder Bundesbürger Anspruch. Mir sind psychische Erkrankungen bekannt, aufgrund derer es möglich ist so aus dem System herauszufallen, das auch Hartz IV oder Grundsicherung nicht mehr greifen aufgrund ihres Reglements. Das allein ist schon tragisch genug. Aus wirklichem Interesse die Frage, wie geht es bei ALG II Anspruch und der Möglichkeit dessen Forderungen zu erfüllen, wohnungslos zu werden?

#9 - 26.12.2018, 09:12 von dasfred

Obdachlose sind keine homogene Gruppe

Da sind gescheiterte Existenzen anzutreffen, Alkoholiker, Drogenabhängige, Zuwanderer, Wanderarbeiter und viele andere. Jeder für sich braucht sein eigenes, individuelles Hilfskonzept. Unsere Gesellschaft beschränkt sich auf ein Minimalangebot an Schlafplätzen im Winter, Tafeln und Kleiderkammern. Mit dem Verweis auf individuelle Freiheit entledigt sich die Gesellschaft der Verantwortung. Jeder einheimische Obdachlose darf sich eine günstige Wohnung suchen, für die das Amt zahlen muss. Aber niemand vermietet an Obdachlose. Betreuung in Bezug auf Gesundheitsvorsorge kostet Geld. Ebenso wie Therapie. Also lässt man alles wie es ist und wir werden auch in zwanzig Jahren noch Geschichten wie diese lesen können.

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