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Frag die Karriereberaterin: Wie komme ich bloß zurück nach Deutschland?

Getty Images Auslandserfahrung gehört im Job dazu - aber bitte nicht zu viel. Denn irgendwann wird einem die alte Heimat fremd. Wer dann trotzdem dort eine Stelle finden will, sollte sich vorher ein paar Fragen stellen.
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#1 - 13.10.2017, 12:10 von fatherted98

Niemand...

....legt Wert auf Auslandserfahrung. Das ist eher hinderlich und wird als Bruch des Lebenslaufs angesehen...vor allem weil die Tätigkeit oft nicht ins Profil passt oder aber der Personaler Angst bekommt, das Gehalt könne zu hoch ausfallen. Weder Fortbildungen noch Auslandsaufenthalte sind gern gesehen in Deutschen Personalbüros.

#2 - 13.10.2017, 12:36 von theroadtoutopia

Das hängt wohl von Branche und Firmengrösse ab

Zitat von fatherted98
....legt Wert auf Auslandserfahrung. Das ist eher hinderlich und wird als Bruch des Lebenslaufs angesehen...vor allem weil die Tätigkeit oft nicht ins Profil passt oder aber der Personaler Angst bekommt, das Gehalt könne zu hoch ausfallen. Weder Fortbildungen noch Auslandsaufenthalte sind gern gesehen in Deutschen Personalbüros.
Ich habe während 45 Jahren im Umfeld der Software-Entwicklung genau das Gegenteil erlebt, und zwar in international agierenden Konzernen.

#3 - 13.10.2017, 14:11 von tommy1808

Zitat von fatherted98
....legt Wert auf Auslandserfahrung. Das ist eher hinderlich und wird als Bruch des Lebenslaufs angesehen...vor allem weil die Tätigkeit oft nicht ins Profil passt oder aber der Personaler Angst bekommt, das Gehalt könne zu hoch ausfallen. Weder Fortbildungen noch Auslandsaufenthalte sind gern gesehen in Deutschen Personalbüros.
Wenn die Tätigkeit nicht ins Profil passt ist alles ein Bruch im Lebenslauf.
Wenn die Tätigkeit passt, ist das ein Pluspunkt und Gehaltsvorstellungen hat man in der Regel schon vorher geklärt.

#4 - 13.10.2017, 14:13 von xireney

Geht auch eindeutiger: Kurze Check-Liste

Frau Hoferts Stundensatz (oder Zeilensatz) ist sicherlich ein Vielfaches höher als meiner auf Grund der Tätigkeit als freiberuflicher Karrierecoach. Auch hat Sie sicher mehr Informationen im Fall...daher ist auch jede Beurteilung spekulativ: Es fehlt: Alter der Dame, woher sie kommt, wohn Sie will (oder flexibel brd-weit?), familäre Bindung etc. Welche Branche(n)?
Hier meine Liste zur Orientierung Punkte die Dame betreffend:
* Räumliche Orientierung (Region?), Stadt, land?
* Welche Branchen?
* Wieviel verdienen? Will/brauch ich?
* Bezug der aktuellen Firma zu Deutschland? (Partnerfirmen/Kunden)
* eigenes altes Netzwerk? uswusf.
Der tipp "japanisch" suchen ist sicher der beste Tipp von Frau Hofert, Stichwortsuche zeigt erstaunende Ergebnisse.
Ansonsten überlegen wo die Spezialkenntnisse Sinn machen? Japanischkenntnisse sind speziell, aber durchaus brauchbar:
* z.B. Zweigstellen japanischer Firmen in Deutschland (Canon, Fuji, Toyota, Automobile).
*bestimmte Branchen: Airlines/Logistik/Automobil/Hotels // Institutionen (Universitäten)
*bestimmte Regionen: Düsseldorf/Köln (viele Japaner:), Frankfurt (Luftfahrt/Automotive/Hotels, Messe, Kongress)
*Deutsch-Japanische Handelskammer (Firmenliste :)
*Evtl. zum Einstieg auch Sprachkurse, Tourguide, Übersetzer etc.
Es gibt auch in Deutschland mittlerweile genug Firmen/Branchen/Regionen die kapiert haben dass Auslandserfahrung gut ist...wenn man natürlich etwas flexibel ist und geduldig, da noch nicht bei allen "HR-Managern" angekommen ist dass es die lebenslange Dauerstellung kaum noch gibt und ein LL mit vielen Wechseln als "schwierig, belastend" gesehen wird.

#5 - 13.10.2017, 14:45 von ph.latundan

1978 ging ich als abteilungsleiter einer tochtergesellschaft ins ausland und wurde geschaeftsfuehrer. das vergleichbare level in dtld war bereichsleiter. nach rd. 5 jahren ueberlegte ich zurueck zu gehen. die bedingungen waren nicht gut, ich blieb. nach 7/8 jahren bot man mir die stelle als bereichsleiter an. millionenumsaetze, aber ein schleudersitz. ich lehnte ab. nach 13 jahren in einem nord-asiatischem land habe ich mich nach hongkong versetzen lassen. kurz danach uebernahm ich ganz suedostasien, meine ruecknamegarantie nach dtld durch die muttergesellschaft wurde gestrichen. ich blieb bis zur pensionierung mit 55 jahren und habe mich in einem sued-ost-asiatischem land zur ruhe gesetzt. ich habe nicht einen tag bereut. freiheit, gutes gehalt, damals noch c u. f -fluege, kaum steuern uvm. nach 18 jahren in asien kann man nicht mehr zurueck nach europa/dtld. da geht man ein, keine luft zum atmen, endlose kleingeistigkeit. sie werden in dtld eingehen wie eine primel ohne wasser.

#6 - 13.10.2017, 15:13 von Newspeak

...

Ich kenne Japan nicht, aber alles ist besser als das kleingeistige und selbstzufrieden braesige Deutschland, wo man Steuersaetze oberhalb von 40% fuer voellig normal haelt, und auch, dass man im Prinzip auf allen Ebenen ausserhalb des absoluten Topmanagements zu niedrig entlohnt wird.

#7 - 13.10.2017, 15:32 von PriseSalz

Dürftig

Dieser Artikel ist mehr als dürftig, Allgemeinplätze statt wirklicher Info. Ich habe mein gesamtes Berufsleben im Ausland verbracht, keine Deutschenklubs besucht, spreche den lokalen Lingo. Meine Tochter ist auf 3 Kontinenten zuhause, spricht 5 Sprachen, kann sich vor Job-Angeboten kaum retten. Ja, sagt sie, sie fühle sich als Deutsche - und parliert dann munter in Spanisch mit mir. Wenn ihr nicht Englisch dazwischenkommt :-) Oder Mandarin, aber das vestehe ich nicht.

#8 - 13.10.2017, 16:24 von TommyWong

Ojeeeh...

Papageiengeplapper der Mackie getriebenenen personalabteilungen. Vor nicht langer zeit haben letztere genau das gegenteil erzählt. Im beraterzyklus von 3 jahren wird dann wieder eine andere doktrin durchs dorf getrieben. Hätte mir mal etwas eigenständig-fundiertes mit mehr tiefgang und globaler zukunftsvision für den Spon gewünscht.

#9 - 13.10.2017, 18:33 von theroadtoutopia

Ein paar Anmerkungen

Zuerst einmal sollte jedem, der für längere Zeit (Minimum ein halbes Jahr) und auch öfter ins Ausland gewechselt ist, klar sein, dass interessierte zukünftige Arbeitgeber davon ausgehen, dass man räumlich flexibel ist. Wer also die Absicht hat mal für ein oder zwei Jahre ins Ausland zu gehen, anschiessend aber unbedingt eine ortsfeste Tätigkeit suchen will, der wird diesbezüglich eventuell Probleme bekommen.

Generell gilt meiner Erfahrung nach sogar, dass Bereitschaft zu örtlichem Wechsel innerhalb Deutschlands in der Vergangenheit, dies auch genauso bezüglich Flexibilität gesehen wird.

Wer also in Zukunft einen ortsfesten Job in Deutschland sucht, der sollte sich wirklich genau überlegen, ob er zeitweise ganz woanders hin wechseln möchte.

Eine Bemerkung zum Beitrag von ph.latundan. Ich kann bestätigen, dass mindestens zwei drittel aller mir persönlich bekannten Leute, die ein- oder mehrmals längere Zeit ins Ausland gegangen sind, letztendlich nicht mehr nach Deutschland zurückkommen wollten und es auch nicht taten. Ich kenne diesbezüglich zwar fast ausschliesslich die Software- und Systementwicklungswelt, aber dort konnte ich diesen Effekt seit den 1970er Jahren beobachten. Das hat übrigens nicht mit objektiven besser-schlechter-Bewertungen zu tun, sondern ist ausgesprochen individuell. Ich kenne beispielsweise auch viele Briten, einige Franzosen und ein paar Nordamerikaner (Kanada und USA), die irgendwann einmal dauerhaft in Deutschland geblieben sind.

Tja - dann gilt halt immer noch ein wenig der Satz, dass der Berg nicht zum Propheten kommt. Es gibt mit Sicherheit in Deutschland (wie überall) weit mehr Firmen die lokal oder nur innerhalb Deutschlands agieren und kaum oder keine Kontakte in andere Länder pflegen. Für diese Firmen ist Auslandserfahrung uninteressant. Man muss also damit rechnen, dass man nicht (annähernd) in seiner Wunschumgebung eine Stelle findet.

Wie gesagt, wenn man mal eine gewisse Zeit in anderen Teilen der Welt gearbeitet hat, dann wird man diesen Stempel auch nicht mehr los. das sollte man sich klarmachen, ehe man weggeht.

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