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Hilfe von der WG-Therapeutin: "Meine Mitbewohnerin hat mich angezeigt"

Getty Images/Westend61 Lena ist neu in der Stadt und zieht in eine WG. Mitbewohner Ben unternimmt viel mit ihr. Doch als Lena mit einem Freund von Ben zusammenkommt, fangen die Probleme an. Was kann er tun?
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#30 - 01.06.2018, 18:41 von ichliebeeuchdochalle

Zitat von Cascara LF
... 1) Ben wäre besser beraten sich auch einen Anwalt zu nehmen und die Mietschulden wieder einzufordern. Zahlungsaufforderungen, Mahnungen, wenn nötig auch Vollstreckungsbescheide und die Hälfte des gemeinsamen Bootes dafür wäre ein guter Gegenwert. Das alles aber mit juristischer Unterstützung. Ob eine Klage wegen Verleumdung etc. sinnvoll und aussichtsreich ist, weiß ein Anwalt besser. Der Umstand, daß Ben auf den Bluff der Änwältin seiner Ex-Mitbewohnerin reingefallen ist, war dumm. Das Einschalten eines Anwalts hier hätte ihm mehr helfen können, als seine eigenen Versuche die Dinge zu regel. Das muß man schon dann merken, wenn man ein Anwaltsschreiben mit solchen Ausssagen bekommt. 2) Und 700 EUR abschreiben und unter Erfahrung zu verbuchen? Das ist mal gar keine Lösung.
1) Meine Güte, was für ein verkorkstes Leben steckt hinter einer solchen Meinung? Wie lange soll sich denn das halbe Leben des Ben um diesen Mist drehen? Habt Ihr, die Ihr das so seht, kein richtiges Leben ... so mit wirklich wichtigen Dingen ... 2) Genau das ist die Lösung, denn der zeitliche und nervliche Bohei wiegt viel schlimmer.

#31 - 01.06.2018, 18:44 von ichliebeeuchdochalle

Zitat von Esib
Zitat Artikel: "Lena wollte sich von Ihnen abgrenzen, hat mit ihrer Anzeige allerdings wahnsinnig übertrieben." Zitat Ende Hätte das die Autorin auch geschrieben, wenn die Verhältnisse umgekehrt gewesen wären? Das war schlicht Erpressung (schwere Straftat) und Falschbeschuldigung (Offizialdelikt) . Das ist nicht "wahnsinnig übertrieben", das ist im höchsten Maß kriminell.
Das kann die Autorin so nicht schreiben, weil es ja sein kann, daß Bens Wahrheit nicht die objektive Wahrheit ist.

#32 - 01.06.2018, 19:21 von supergrobi123

Na!

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Das kann die Autorin so nicht schreiben, weil es ja sein kann, daß Bens Wahrheit nicht die objektive Wahrheit ist.
Also wenn ein Mensch berichtet, Opfer einer Straftat geworden zu sein, und um Hilfe bittet, dann darf man nicht darauf eingehen, sondern rät ihm offiziell, die Sache ruhen zu lassen und das verlorene Geld abzuschreiben?
Mit der Begründung, der Ratsuchende könnte ja die Unwahrheit erzählen?
Na!
Ob Sie diese Einstellung auch im Fall Weinstein vertreten?
Ich ahne: nein.

#33 - 01.06.2018, 21:35 von amade-xml

Kein fachgerechter Rat

Der Beitrag des Ratsuchenden enthält einige Ansätze in den beschriebenen Verhaltensweisen und dem vergangenen Ablauf des vergangenen persönlichen Miteinanders welche auf eine Personlichkeitsstörung(Borderline) seitens der ehemaligen Mitbewohnerin schließen lassen.
"Überlebende" so einer Beziehung mit Borderlinern werden solche Schilderungen bekannt vorkommen.
Der Rat der Psychologin geht da komplett von weg, da es wahrscheinlich nicht zu ihrem Sachgebiet gehört und man nur aus einer Beziehung heraus "Erfahrung" damit sammeln kann. Als Empfehlung für eine fachgerechte Beratung sei hier "Suzanna Pavic" genannt, deren Kontaktdaten übers Internet recherchierbar sind.

#34 - 01.06.2018, 21:46 von ArndKling

Wirklich? Ben "ist schuld"

Liebe Frau Stiehler / (Haug)?
ist das so? Ben ist schuld. weil er mehr Zeit mit Lena verbracht hat? Ich finde ihre Empfehlung nicht als objektiv, sondern durchsetzt durch das Vorurteil, Ben würde an Lena hängen. Es geht hier aber um begründete (fiskalische) Anliegen von Ben, abgesehen, dass die Anzeige von Lena "auf der Beziehungsebene" vollkommen unbegründet war. Ich empfehle Ben einen Anwalt und eine Durchsetzung seiner berechtigten Forderungen. Und ich spare hier mal die Beziehungsebene aus.

#35 - 01.06.2018, 21:54 von Ironspargel

ich bin entsetzt über den Ratschlag.
Plötzlich ist der Mann derjeniger der auf der imaginären Anklagebank sitzt und muss, obwohl ihm Schaden zugefügt wurde, auf sein Geld verzichten.
Hier wird nicht mehr sachlich, unabhängig vom Geschlecht beraten, sondern der Mann muss wieder zugunsten der Frau zurückstecken, obwohl die Frau eindeutig das Fehlverhalten gezeigt hat.
Passt in den heutigen Zeitgeist, die Männer sind immer Schuld..egal wieso.
Danke für den Bericht.

#36 - 02.06.2018, 09:42 von muffelin

Beruhigt euch doch mal n bisschen :-)

Weder die Sachebene noch die Beziehungsebene kann in so einer Ratgeberkolumne von der Autorin ausreichend und mit sämtlichen Facetten erfasst und beurteilt werden. Ben, so er real ist, wird seine Sicht der Dinge, wie wir alle das tun, durchaus "beschönigend" dargestellt haben. Wissen wir, in welchem Ton und in welcher Intensität die Auseinandersetzungen zwischen den beiden stattgefunden haben? Fernanalysen sind immer ganz doll einfach. Meetoo-Debatte bzw. konkrete wie gesellschaftliche Täter-Opfer-Rollen sind hier mMn ohne weitere Kenntnisse auch überflüssig.

Das hier ist ne Ratgeberkolumne. Nicht weniger und nicht mehr. Sehe das wie der eiermann #15 (?). Erste Anregung an Ben zu Distanz und ggf Anwalt reicht. Weiterdenken kann und darf er selbst.

#37 - 03.06.2018, 10:11 von fanasy

Liebe Mitforisten,

Ben hat der WG-Psychologin geschrieben und nicht einem WG-Anwalt. Daher ist ihr Vorgehen als Psychologin richtig, die geschilderten Probleme auf der Beziehungsebene zu erörtern. Ihre Einschätzung ist genial, weil sie aus den gegebenen Informationen naheliegende Schlüsse zieht: Segelboot, Bedenken gegen kleineres Zimmer, Freund geht Beziehung ein, Stalkingvorwurf, etc. Nur weil ihr, liebe Foristen, diese Zusammenhänge nicht knüpfen könnt, braucht ihr nicht lästern. Die Sachebene klärt ein Anwalt, sofern beauftragt.

#38 - 03.06.2018, 10:47 von ramon

Ganz vernünftige Vorschläge...

...und man kennt ja auch nicht die Darstellung der Gegenseite. Wenn Beziehungen oder Freundschaften so hässlich enden, ist das meistens ein schleichender Prozess zu dem beide Seiten in der ein oder anderen Form beitragen, auch wenn die Beteiligten sich üblicherweise die Schuld gegenseitig zuweisen. Es zeugt vom gesunden Menschenverstand der Therapeuten, Ben aus einer neutralen Position zu raten sich selbst ehrlich zu hinterfragen, loszulassen und offene Mietfragen über einen Anwalt zu klären. Die Freundschaft bzw Beziehung ist so was von tot, auch wenn er es so nicht wahr haben möchte. MeToo, Genderdebatten sind Interpretationen und eher kontraproduktive Argumente, um Ben bei seinem konkreten Problem weiterzuhelfen.

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