Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Karriere

Online-Bewerbung: Worauf es ankommt, wenn Sie sich per E-Mail bewerben

iStockphoto/ Getty Images Sachlich, knapp, prägnant: So sollte sich eine Bewerbung per Mail lesen. Doch es gibt einige Fehlerquellen - die sich zum Glück leicht vermeiden lassen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/2    
#1 - 23.07.2019, 16:29 von pamhalpert

3 Dateien sind auch ok

Schickt man nur eine Datei, muss neben dem individuellen Anschreiben auch der (meist) immer gleiche Lebenslauf und auch die (eigentlich immer gleichen) Zeugnisse erneut in ein PDF gedruckt werden. Deswegen bietet es sich eigentlich an, nur das Anschreiben immer neu zu erstellen und getrennt von Lebenslauf & Zeugnissen zu halten. Kein Personaler dieser Welt wird Sie aussondieren, nur weil Sie 3 statt 1 Datei geschickt haben. Auf Bewerberplattformen wird auch oft diese heilige Dreifaltigkeit verlangt.

#2 - 23.07.2019, 19:00 von sbn-s

Theorie (Hochschule) vs. Praxis

-1- Eine Online Bewerbung ist eine Bewerbungsmappe, die über ein Portal, sorich Website versendet wird. Die E-Mail Bewerbung ist zwar auch "online", sie fällt aber nicht unter den Begriff Online Bewerbung. Einfach mal Stellenangebote in der Jobbörse der Arbeitsagentur ansehen, um diese Unterscheidung nachvollziehen zu können und zwar unter "Bewerbungsarten"

-2- Die Reihenfolge im Artikel ist schlicht falsch. Anschreiben, ggf. Deckblatt, Lebenslauf und zuletzt die Zeugnisse und Zertifikate.

-3- Das Anschreiben in der E-Mail sollte wirklich äußerst kurz und knapp sein, wobei Ausdrücke wie etwa "Ihre Stellenanzeige hat mein Interesse geweckt..." mega langweilig klingt und fast jedem Personalverantwortlichen bekannt sein dürfte.

Eine kreative Einleitung wie etwa die jeweiligen Umstände einer Branche oder eines Berufsbilds, aber auch einen Link zu eigenen Person, wecken hingegen das Interesse des Lesers.

#3 - 23.07.2019, 19:30 von Nonvaio01

Omg

ich dachte wow , deutschland im 21 jahrhundert, aber nach 2 absaetzen war es das schon wieder. Erstellen sie eine PDF datei die alles enthaelt und zwar in dieser reihenfolge.....Ich lebe seit 20 jahren im Ausland, und habe mich seit 20 jahren nur online beworben. das geht alles ueber Agency's oder direct.
Son firlefanz wie da erklaert wird habe ich noch nie gemacht

#4 - 23.07.2019, 20:07 von dummzeuch

Ich dachte, man schickt Word-Dokumente?

Am besten in dem Dateiformat der jeweils neuesten Version. Oder ist das inzwischen nicht mehr so?
Schließlich kann man so gleich zeigen, dass man sich mit der meistbenutzten Office-Software auskennt. Und lesen kann dieses Format ja schließlich auch jeder. Man sollte es aber vermeiden, zur Formatierung Formatvorlagen zu verwenden, das wirkt unprofessionell. Besser jeder Zeile ein eigenes Format zuordnen, das lockert das Dokument auf und zeigt die technische Kompetenz des Bewerbers.

[/Sarkasmus]

#5 - 23.07.2019, 20:23 von vaikl

Super Idee,...

...das mit dem Verpacken aller Dateien und Zeugnis-Dokumente in ein PDF. Die billigste Firmen-Firewall und der primitivste Spamfilter kloppen übergroße Mailanhänge in den Papierkorb, liebe Frau Professor. Wichtigster Tipp zur Online-Bewerbung: diesen Artikel *nicht* lesen.

#6 - 23.07.2019, 21:19 von st_anja

bloss nicht

als ich, dann auch noch dich gedruckt gelesen habe, nur eine pdf zu schicken, habe ich mir den Rest des Artikels gespart.

Eine Datei wird zu gross, die bekommen sie nirgends hochgeladen. Die Dateien dürfen nur eine bestimmte sehr geringe Größe haben.
Anschrift, CV und Zeugnisse sind getrennt. Das ist zwangsläufig so, ist aber auch sinnvoll.

Diese klaren Vorgaben finde ich aber schon auch wieder sehr deutsch.
International gesehen, wird erst einmal über linkedin und Co kommuniziert (Anfrage oder man fragt jemanden in seinem Netzwerk), dann NUR der CV geschickt (ohne Geburtsdatum, ohne Foto), dann wird telefoniert (oder remote call)............dann gibt es das Interview entweder vor Ort mit anderen die remote zugeschaltet sind.

Da wird dann unter anderem die fachliche Eignung im Gespräch überprüft.

Ok, beim vertraglichen wird dann erst nach dem Geburtsdatum gefragt.

Ja ja Dokmentenreihenfolge :)

.. Pragmatismus ist besser.

#7 - 23.07.2019, 22:37 von bananaaa!

Jaaaa!

“Ich habe mit Interesse Ihre Stellenanzeige gelesen und freue mich, Ihnen meine Bewerbung zu senden." Und ab in die Tonne! Selten sowas Dämliches gelesen. Die Email ist genau Ihre einzige Chance durch interessante Information, kurz und prägnant, den Personaler für sich zu interessieren bzw die nächste Ebene, die fachlich kompetenten Leute mit denen Sie zusammenarbeiten werden, zu erreichen. Dass Sie sich für die Ausschreibung interessieren zeigt ja schon die Existenz der Email. Wenn die aber Mist ist, liest keiner mehr die Anhänge. Vielleicht bei einer Bewerbung als Papierschubser, aber nicht bei interessanten oder gar coolen Jobs.
Also raus mit den Highlights Ihrer Ausbildung, und mit dem was Sie anderswo erreicht haben! Habe ich immer so gemacht, in Deutschland wie im Ausland, und bis auf eine Ausnahme immer genau die Stelle bekommen die. mich am meisten interessiert hat. Das eine andere Mal hab ichs selber vergeigt, zu fusselig in der Probevorlesung :-)

#8 - 24.07.2019, 09:50 von sh.stefan.heitmann

Zitat von dummzeuch
Am besten in dem Dateiformat der jeweils neuesten Version. Oder ist das inzwischen nicht mehr so? Schließlich kann man so gleich zeigen, dass man sich mit der meistbenutzten Office-Software auskennt. Und lesen kann dieses Format ja schließlich auch jeder. Man sollte es aber vermeiden, zur Formatierung Formatvorlagen zu verwenden, das wirkt unprofessionell. Besser jeder Zeile ein eigenes Format zuordnen, das lockert das Dokument auf und zeigt die technische Kompetenz des Bewerbers. [/Sarkasmus]
Und das eingebaute Makro für den Virus nicht vergessen ;)

#9 - 24.07.2019, 10:20 von Claus S.Schoenleber

Der wichtigste Tipp fehlt natürlich...

Bewerbungen enthalten sensibelste Informationen, nämlich die eigene - meist vollständige - Biografie. E-Mails werden immer noch auf den meisten Übertragungswegen unverschlüsselt gesendet (das gilt nicht für Portalformulare). Ein willkürlicher Test bei 10 Firmen ergab, dass nur eine einzige ganz selbstverständlich ein Verschlüsselungsverfahren zur Bewerbungsübertragung anbot. Die anderen wussten noch nicht einmal, wovon die Rede war und dass sie dazu gesetzlich verpflichtet sind. Die in SPON zitierten Experten sollten bitte zumindest so kompetent sein, dass sie das ebenfalls wissen und mitteilen können.

Übrigens: Jede Firma hat eigene Vorstellungen, wie eine digitale Bewerbung abzulaufen hat. Die finden Bewerber meistens unter "Karriere" - "Wie bewerbe ich mich?". Wer das nicht beachtet und stattdessen den sinnlosen Tipps folgt, die man hier und in anderen Traktaten oft lesen kann, hat schon verloren.

    Seite 1/2