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Rat vom Jobcoach: Ich muss mit Alpha-Männern arbeiten - wie setze ich mich durch?

Getty Images/Westend61 Teamarbeit gehört in vielen Unternehmen selbstverständlich dazu. Doch was ist, wenn Kollegen dominieren, statt zu kooperieren? Die Karriereberaterin rät: Hinterfragen Sie als erstes sich selbst.
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#10 - 06.12.2018, 15:12 von jk1!

Frage an die Autorin

Haben Sie jemals praktische Berufserfahrung in den von Ihnen beschriebenen Umfeldern und Spannungsfeldern gesammelt, oder geben Sie nur theoretisches Wissen als Ratschlag weiter?

#11 - 06.12.2018, 15:19 von zynik

Zitat von whitewisent
20% der Männer sind Alphas, und das ist auch sinnvoll, denn Gruppendynamik funktioniert nunmal nur mit Befehlskette und Kompetenzpyramide.
Haben sie das aus der neusten Kollegah-Lektüre?

#12 - 06.12.2018, 15:29 von zynik

Der Wunsch irgendwie "alpha" zu sein impliziert doch schon den Minderwertigkeitskomplex. Vielleicht sollte man den Kollegen in einer ruhigen Minute einfach mal fragen, warum er denn so gern "alpha" sein möchte und was ihn denn seiner Meinung nach dazu macht.

#13 - 06.12.2018, 15:31 von BettyB.

Selbstreflexion gegen Alphatiere

Klasse. Der Witz des Jahres, obwohl es schon fast verstrichen ist. Ansonsten: Bis in die Rente selbstreflektieren, wann aus den Alphatieren Cetas werden. Ehrlich, das hilft. Später...

#14 - 06.12.2018, 15:53 von cobaea

Zitat von derBob
Zitat: "Ich fühle mich von dir überfahren und möchte Zeit zum Nachdenken haben." So eine Antwort freut alle Projektteammitglieder. Insbesondere wenn dringende Entscheidungen anstehen und der Meilenstein bedrohlich nahe ist.
So einen Quark sagt man nur, wenn man künftig ganz unten in der Hackordnung enden will. So ein Ratschlag verwechselt das Vorgehen in einer Gruppentherapie mit demjenigen in einem Arbeitsteam. Alphamännchen ("Silberrücken") beeindruckt man damit jedenfalls nicht. Man signalisiert ihnen nur, dass man sich nicht durchsetzen kann und künftig das geborene Opfer sein wird. Gegen Silberrücken hilft nur: Zähne zusammenbeissen und durch. Wenn in der Gruppendiskussion um ein Problem das Alphamännchen mal wieder die eigenen Vorschläge erst übergeht, um sie zwei Minuten später als seine eigene Eingebung zu präsentieren: dazwischengrätschen mit "nett, dass du meinen Vorschlag übernehmen willst". Bloss kein Tandardei! Und wenn er beim ersten Mal nicht darauf eingeht: wiederholen. Der alte Spruch heisst: Beim ersten Mal hört sowieso keiner zu, beim zweiten werden sie langsam wach und beim dritten Mal wird's zum Thema.

#15 - 06.12.2018, 15:55 von Ceebiscuit

Die Frage hat nicht genug Fleisch am Knochen für diese lange Antwort

Also hat die Autorin hier Jeopardy gespielt oder gibt auf jede Frage immer den gleichen Ratschlag. Ich kann mit dieser Fragestellung jedenfalls nichts anfangen. Es gibt keine konkrete Problembeschreibung sondern es wird allgemein nach einer Verteidigungs- (oder Angriff ?) Strategie gefragt. So wie ich das lese, kann das ja nicht nur das Problem eines AN sein, sondern da muss ja wohl ein Team gemeinsam Synergien finden und Doppelarbeit eliminieren. Worum solls schon sonst gehen? Ganz profane Rationalisierungsmaßnahmen im Büro...da muss doch im Noramlfall weder jemand um seinen Job noch um sein Ansehen fürchten...Ist mir alles etwas zu persönlich genommen...man muss sein Ego auch öfters mal daheim lassen, dann kann einen niemand ernsthaft verletzten

#16 - 06.12.2018, 15:59 von cobaea

Zitat von whitewisent
"20% der Männer sind Alphas, und das ist auch sinnvoll, denn Gruppendynamik funktioniert nunmal nur mit Befehlskette und Kompetenzpyramide. Darum ist es eher von Bedeutung zu klären, welche Position jemand in einem Team einnehmen möchte.
Sie verwechseln da Militär mit Team. Man braucht nicht in jedem Team einen "General", der den anderen befiehlt, was sie zu tun haben. Schon gar nicht in Behörden (um die geht es ja in dem Text). Da kann es im Team nur um Zusammenarbeit in definierten Fragen gehen - ansonsten sind Aufgaben in Verwaltungen jeweils klar umrissen. Klären, wer welche Position im Team einnehmen möchte - ich lach mich schlapp. Wer wird schon sagen "Leute, ich bin mit der untersten Stufe der Hackordnung zufrieden. Schustert mir ruhig alle Aufgaben zu, dieihr nicht erledigen wollt"? Und 20% Alphamänner - das bilden sich ein paar Typen vielleicht ein. Dürfte aber weit von der Realität entfernt sein. Es gibt immer deutlich mehr als fünf Indianer pro Häuptling.

#17 - 06.12.2018, 23:55 von solitaryway

"Wer sich bisher hinter seinem Fachwissen verschanzen konnte, muss sich nun herausfordernden kommunikativen Situationen stellen "
Dem stimme ich nicht zu. Fachwissen bzw. echte höhere wären die einzigen Punkte, den ich gelten lasse (und da ist es egal, ob ein besserer Vorschlag vom "Alpha" oder "Beta" kommt.). Ansonsten bitte ich den Alpha, zu gehen, damit ich wieder meiner Arbeit nachgehen kann. Notfalls ignoriere ich ihn. Das mag barsch wirken, aber bei barschen Alphaverhalten muss man sich nicht über entsprechende Reaktionen wundern. Ich finde, dass man normalerweise schon mal proaktiv vorsorgen sollte, dass man solche Leute erst garnicht nicht anzieht. Wenn schon vorher klar ist, dass sie bei einem selbst nur auf Granit beissen, kommt es erst garnicht auf oder erledigt sich relativ schnell von selbst.

#18 - 07.12.2018, 00:45 von kfp

Zitat von dasfred
Mit Selbstreflexion sollte man schon beginnen, bevor man einen Beruf ergreift. Dann kann ich meine eigene Komfortzone wesentlich besser abstecken. Wenn ich mich kenne, weiß ich besser, auf andere zuzugehen. Ich muss nicht warten, bis das Alphamännchen auf mich zukommt, sondern kann es abholen und auf meine Ebene ziehen. Selbst in der Lage zu sein, aktiv zu agieren, gibt Sicherheit, zu warten und zu reagieren begrenzt meine Möglichkeiten und meinen Einfluss. Wer sich selbst sicher ist, strahlt das auch aus und wird als kompetenter wahrgenommen.
Hatten Sie schonmal wirklich mit Alphas zu tun? Von denen wird niemand wegen irgendwelcher innerer Werte "als kompetenter wahrgenommen". Weil die dafür erst mal die nötige Aufmerksamkeit und Interesse, irgendwas wahrzunehmen, mitbringen müssten. Alphas sind stattdessen auf Selbstdarstellung fixiert, und wenn sie etwas wahrnehmen, dann allenfalls, ob jemand Anstalten macht, ihnen ins Revier zu pinkeln...

#19 - 07.12.2018, 06:19 von eunegin

Männchen - Weibchen - Personaler

Aus meiner über 20jährigen Personalererfahrung: es gibt Alphamännchen und Alphaweibchen unter denen Frauen und Männer leiden. Interessanterweise haben kinderlose Alphaweibchen noch weniger Verständnis für familiäre Belange als die männlichen Counterparts, jedoch haben es unter deren Fuchtel zuweilen ergebene Männer einfacher. Bei Alphamännchen ist es allgemein schwierig. Der Personalabteilung kommt die Aufgabe zu, dies zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen - doch dazu braucht ein Unternehmen eine HR-Abteilung mit Rückgrat (das davon aus erfährt!!) und eine Leitung, die sich nicht von den Alpha-Show-Angestellten einwickeln lässt. Besteht die Leitung selbst aus diesem Typus, sollte man sich im Interesse des eigenen Wohlbefindens aus der Situation ziehen und aus der gesicherten Position heraus wegbewerben.

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