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Studie zur Gehaltstransparenz: Kaum einer nutzt den Anspruch, die Gehälter der Kolleg

AFP Das Entgelttransparenzgesetz sollte für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern sorgen - doch die Bilanz nach einem Jahr ist vernichtend: In den Betrieben spielt es kaum eine Rolle.
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#1 - 07.01.2019, 10:05 von Newspeak

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Ich finde, man sollte die Information ueber Gehaelter oder auch Einkommen einfach immer und ausnahmslos oeffentlich machen. Dann liesse sich sehr viel besser darueber diskutieren, was eine gerechte Entlohnung fuer eine Aufgabe ist. Vor allem wuerde dann sicher fuer viele Menschen zum ersten Mal ueberhaupt sichtbar werden, wie ungerecht die Gesellschaft ist, und welche Personen sich nur bereichern.

#2 - 07.01.2019, 10:08 von ford_mustang

Mann Frau ist nicht das alleinige Problem

Gehaltsverhandlungen mögen vielleicht in gewissen Gehaltstufen klappen. In der Realität ist das Quatsch, da man meist keine zuverlässigen Informationen hat, wieviel man realistisch fordern kann. Die Tipps im Internet sind auch alles andere als realitätsnah. Warum nicht wie in Österreich Pflicht, Mindestgehalt muss in der Stellenausschreibung angegebenen werden.

#3 - 07.01.2019, 10:10 von ruhepuls

Ein Gesetz, gemacht von Politiker*innen...

Wen wundert das? Dieses Gesetz wurde am "grünen Tisch" von Menschen gemacht, die in Verordnungen und Anträgen denken - und für das Leben nichts anderes ist als eine Ansammlung von Zeichen auf dem Papier. So funktioniert die Welt der Politiker (vor allem der zweiten und dritten Reihe): Machen wir eine schöne neue Verordnung und die Welt ist "besser".
Zum Glück für die Welt sind die meisten Menschen klüger als diese Griffelspitzer und wissen, dass es im "realen Leben" nicht so zugeht, wie in einem juristischen Seminar. Aber lasst die Jungs und Mädchen in Berlin ruhig weiter ihr Papier produzieren - dann sind sie wenigstens beschäftigt...

#4 - 07.01.2019, 10:10 von quark2@mailinator.com

Ist ja eigentlich auch logisch. Wenn ich der Meinung bin, meine Arbeit sei mehr Geld wert, dann brauche ich als Argument nicht die Gehälter meiner Kollegen. Ich geh einfach hin und sage, was ich denke. Auf der anderen Seite steht der Höhe des eigenen Gehalts immer irgendwie die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes gegenüber. Wenn ich den Schritt wirklich gehe, riskiere ich es, meinen AG zu verärgern und bei eventuellen Beförderungen, Dienstreisen, Weiterbildungen, Kundenkontakten, etc. etc. übergangen zu werden. Plötzlich hat man Weihnachten nie mehr Urlaub. Das riskiert man nur, wenn man sicher ist, daß man deutlich zu wenig bekommt. Aber wenn man das denkt, tritt §1 in Kraft, s.o.

#5 - 07.01.2019, 10:16 von Phil2302

Seltsam

Die Autoren der Studie erklären das auch mit festen Gehaltsschemata für Mitarbeitergruppen in diesen Betrieben, "während in kleinen UnternehmenLöhneöfter individuell ausgehandelt werden". Und da steht dann drin, dass Frauen weniger verdienen? Ach ne stimmt, es geht beim sog. Paygap ja nicht um die gleiche Arbeit, sondern um unterschiedliche Arbeit mit unterschiedlichen Arbeitsstunden. Aber Glückwunsch an die paar Leute, denen es etwas gebracht hat.

#6 - 07.01.2019, 10:18 von ColynCF

Vielleicht hören die Damen und Herren in den diversen Redaktionen mal auf, sich von irgendwelchen Schreihälsen auf der Straße oder Shitstorms ins Bockshorn jagen zu lassen.

In allen tariflich organisierten Bereichen ist Equal Pay längst realisiert. Oder zeigen Sie mir doch bitte mal Tarifverträge, die noch irgendwelche Geschlechterklauseln beinhalten.

#7 - 07.01.2019, 10:20 von quark2@mailinator.com

Zitat von Newspeak
Ich finde, man sollte die Information ueber Gehaelter oder auch Einkommen einfach immer und ausnahmslos oeffentlich machen. Dann liesse sich sehr viel besser darueber diskutieren, was eine gerechte Entlohnung fuer eine Aufgabe ist. Vor allem wuerde dann.....
Wir hatten das in ziemlich großem Umfang in der DDR. Das führt zu ziemlichem Unfrieden und vor allem nicht zu Gerechtigkeit, weil leider die meisten Menschen dazu neigen, die eigenen Leistungen höher einzuschätzen als jene anderer Menschen. Neid, Gleichmacherei, ... persönlich fand ich es eine befriedende Erfahrung, nach der Wende, daß Gespräche über das Gehalt unter Kollegen tabu waren.

#8 - 07.01.2019, 10:22 von svizzero

Die falsche Forderung

"Gleicher Lohn für vergleichbare Arbeit." Nicht die vergleichbare Arbeit sondern die vergleichbare LEISTUNG soll gleich entlöhnt werden. Wenn sich jemand ins Zeug legt darf er auch ruhig mehr verdienen. Egal ob Mann oder Frau. Minimalisten, Dienstler nach Vorschrift bringen ein Unternehmen nicht weiter.

#9 - 07.01.2019, 10:32 von Cascara LF

Gerechter diskutieren?

Zitat von Newspeak
Ich finde, man sollte die Information ueber Gehaelter oder auch Einkommen einfach immer und ausnahmslos oeffentlich machen. Dann liesse sich sehr viel besser darueber diskutieren, was eine gerechte Entlohnung fuer eine Aufgabe ist. Vor allem wuerde dann......
Sie meinen wohl eher es würden sich einfacher Neiddebatten entfachen lassen.
Da wo Gehälter frei verhandelt werden ist es mit gleicher Arbeit meistens nicht getan - die Qualifikation spielt hier eine gesonderte Rolle. Eine Veröffentlichung hier würde nur dazu führen, dass der Neid nicht nur unter den Leuten mit den gleichen/ähnlichen Aufgaben entsteht, sondern auch von Leuten, die in anderen Abteilungen und gänzlich andere Gehalts- oder Lohnklassen zugeordnet sind.
Nicht zu vergessen, würde so etwas Kreise in Branchen und Regionen ziehen. Eines würde aber nicht stattfinden: eine gleiche Bezahlung für alle Leute in der gleichen Berufgruppe. Und was ist schon gerecht?

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