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Umfrage zur Arbeitszeit: Die große Sehnsucht: mehr Freizeit

Getty Images/Westend61 Weniger arbeiten: Das wünscht sich laut einer Studie jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland. Im Einzelnen aber klaffen die Vorstellungen auseinander, etwa zwischen Frauen und Männern.
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#1 - 29.11.2018, 18:34 von Nordstadtbewohner

Wo ist das Problem?

Wer weniger arbeiten will, soll das halt mit seinem Arbeitgeber aushandeln. So ist das bei uns im Unternehmen. Dort wird so etwas beim Vorstellungsgespräch geklärt, denn in Deutschland gibt es Vertragsfreiheit.

Und was die im Artikel mit einberechnete Hausarbeit angeht: Das ist in meinen Augen Privatsache, wie sich Beziehungspartner die Hausarbeit teilen.

#2 - 29.11.2018, 18:35 von LDaniel

Tja

Noch nie hat man ins Deutschland weniger gearbeitet - und noch nie mehr darüber geklagt und sich beschwert und gejammert und und und

#3 - 29.11.2018, 19:04 von tom2strong

Gut, dass es jetzt diese Studie gibt

Ab Januar können dann alle die verkürzen wollen verkürzen. Dann ergeben sich vielleicht Möglichkeiten für die in Teilzeit. In ein zwei Jahren dann noch so eine Befragung. Dann sehen wir was sigh geändert hat

#4 - 29.11.2018, 19:23 von pukyswelt

Anwesenheit =! Produktivität

Wer sich Studien zum Zusammenhang von Arbeitsanwenheit (aka. Arbeitszeit) und Produktivität anschaut (https://espiridon.com/volle-teilzeit-fuer-alle-das-maerchen-von-den-acht-stunden-produktivitaet-1127), der muss völlig krank sein, wenn er bei geringerer Arbeitszeit eine Reduzierung des Gehalts akzeptiert.

#5 - 29.11.2018, 20:05 von at.engel

Wenn man die gleiche Umfrage beiden 50% macht, die unter dem Median-Einkommen liegen, wünschen sich wahrscheinlich gut 90% erst einmal, von ihrem Gehalt auch leben zu können. Ob sie dafür jetzt 35 Stunden, 40 Stunden oder auch 45 Stunden arbeiten müssen, dürfte in der Zwischenzeit den meisten egal ein.

#6 - 29.11.2018, 20:14 von brooklyner

Obacht, würde es diese Narren nicht geben, wäre das Lebenskonzept unsereins, die längst erkannt haben, dass das Lebensglück nicht in irgendwelchen Karriereplänen, sondern lediglich im „Kauf ” von mehr Freizeit/qualitativ genutzter Lebenszeit liegt, nicht mehr tragfähig, oder man müsste sich weiter nach anderen Möglichkeiten umschauen und somit zum Teil des Bösen werden. Also den Ball flach halten.

#7 - 29.11.2018, 20:33 von blickindiewelt

Bitte exakter berichten

Hallo, liebe Redakteure, es ist erstaunlich (oder, eben nicht), welcher Bias im Bericht auftaucht: "Frauen arbeiten im Schnitt insgesamt weniger als Männer"muss wohl in Wahrheit bedeuten: Frauen arbeiten im Schnitt weniger als Männer an VERTRAGLICH FIXIERTEN STELLEN." Denn UNBEZAHLT UND DAHEIM, wie auch der Artikel korrekt berichtet, arbeiten Frauen im Schnitt MEHR als Männer. Der Beitrag in seiner Wahllosigkeit der Worte nährt das Vorurteil, nur VERTRAGSARBEIT sei ARBEIT. Und Hausarbeit KEINE Arbeit. Diese Unterscheidung wird im Jahr 2018 immer noch gemacht? Erbärmlich, lieber Spiegel.

#8 - 30.11.2018, 06:51 von alafesh

Zitat von blickindiewelt
Hallo, liebe Redakteure, es ist erstaunlich (oder, eben nicht), welcher Bias im Bericht auftaucht: "Frauen arbeiten im Schnitt insgesamt weniger als Männer"muss wohl in Wahrheit bedeuten: Frauen arbeiten im Schnitt weniger als Männer an VERTRAGLICH FIXIERTEN STELLEN." Denn UNBEZAHLT UND DAHEIM, wie auch der Artikel korrekt berichtet, arbeiten Frauen im Schnitt MEHR als Männer. Der Beitrag in seiner Wahllosigkeit der Worte nährt das Vorurteil, nur VERTRAGSARBEIT sei ARBEIT. Und Hausarbeit KEINE Arbeit. Diese Unterscheidung wird im Jahr 2018 immer noch gemacht? Erbärmlich, lieber Spiegel.
Sein eigenes Nest sauber zu halten ist genauso wenig Lohnarbeit ( denn davon ist hier die Rede) wie die Zeit, die man mit seinen eigenen Kindern verbringt.
Hausarbeit und Einkommensverteilung müssen die Partner unter sich ausmachen.
Daß die Frauen es bis heute nicht schaffen, ihre Söhne zu selbstständigen Männern zu erziehen, kann man wohl in erster Linie den Frauen zum Vorwurf machen.
Suchen Sie sich einen Mann, der ohne große Absprachen erkennt, was zu tun ist und selbst Wert auf Sauberkeit legt. Die sind zwar leider etwas rar, aber es gibt sie, auch in heterosexuell.. Ich kenne mehrere. Und wenn die Partnerin genauso tickt, und nicht die zu bedienende Prinzessin spielt ( das gibt es nämlich auch), dann gibt es über den Anteil an der Hausarbeit keinen Konflikt mehr dafür mehr partnerschaftlichen Spass.

#9 - 30.11.2018, 11:00 von Sibylle1969

@1 Nordstadtbewohner

Wo ist das Problem? Viele Firmen wollen keine Teilzeitkräfte, vor allem in hochqualifizierten Positionen. Trotz Rechtsanspruch. Meine Firma hat Anfang 2018 alle Teilzeitkräfte (ausschließlich Frauen) weggeekelt, die nicht auf Vollzeit aufstocken wollten. In anderen Firmen gibt es sowas auch. Da ist es nachvollziehbar, dass man sich gar nicht traut, nach einer Arbeitszeitverkürzung zu fragen, weil man Nachteile befürchtet. Ich arbeite Vollzeit, im Schnitt 45 Stunden pro Woche. Ich würde sehr gerne meine Arbeitszeit reduzieren, könnte mir den Verdienstausfall auch problemlos leisten. Weniger Wochenstunden (real nicht mehr als 35 Stunden) und vor allem mehr Urlaubstage wären ein Traum. Ich weiß nur nicht, ob das bei dieser Firma möglich sein wird.

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