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Kultur

Abgehört 2015: Die wichtigste Musik des Jahres

Wie verhalf ein dreistündiges "Epic" dem Jazz quasi im Alleingang zum Comeback? Wie Charts-tauglich ist ein gefühlloses Gesicht? Und wie lange muss man über das beste deutsche Pop-Album grübeln? Die wichtigsten Platten des Jahres. Heute: Teil 2.
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#1 - 15.12.2015, 17:17 von Superralf

The Weeknd

die angesprochenen textzeilen beziehen sich nicht auf eine Dame, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern viel eher auf die Droge Codein, die in hip-hop kreisen sehr verbreitet ist. Vielleicht wird dadurch der Song ein wenig klarer

#2 - 15.12.2015, 17:39 von Metternich

immer dasselbe

Die Veramerikanisierung unseres Geschmacks. Immer dasselbe im Grunde. Nichts aus Italien, Südamerika, Frankreich oder sonst wo...fast nur aus den USA. Und nur dort wird "die wichtigste Musik" gemacht. Ach , werden Sie nur weiter nicht müde, Newsomes Aufnahmen als Meisterwerk zu rühmen. Ein dünnes Stimmchen, mit langweiligen Kompositionen. Egal, nicht zu ändern. Ich könnte Ihnen eine Reihe von (populärer) Musik aus diversen Ländern anbieten, die man auch als "wichtig" auszeichnen könnte.

#3 - 15.12.2015, 18:03 von warhol66

Kamasi?

Also ich lese diese Rubrik ja wirklich sehr gerne (und da es natürlich nicht meine einzige Quelle der Information über Musik ist, fühle ich mich nie so bemüßigt wie viele andere, hier in den Kommentaren Ärger darüber abzulassen, dass nun diese oder jene Platte ausgerechnet gelobt oder nicht gelobt wird). Was mich aber wirklich sehr wundert, und nicht nur hier (aber hier kann man immerhin mal direkt eine Rückmeldung hinterlassen (und auf eine Antwort hoffen)): Es gibt doch wirklich so viele interessante, gute, gelungene, spannende, auch innovative und "beste" Platten im "Jazz"-Segment, auch 2015 gab es da wieder mehr als in diese Liste passen. Und Kamasi Washingtons Album ist zweifellos auch nicht schlecht. Warum aber scheinen wirklich alle Pop-Top-Alben-des Jahres-Schreiber genau EIN Jazzalbum zu kennen? Warum kann man dann nicht so konsequent sein und bei "seinen Leisten" bleiben und eine auf Pop- und Rockalben fokussierte Liste schreiben? In den Jazzlisten kommt doch auch niemand auf die Idee, nun ausgerechnet Kendrick Lamar oder Wanda einzufügen, so als Alibi, dass man ja auch über den Horizont "seines Fachs" blicken kann. Liegt es allein daran, dass Kamasi 3 CDs vollgespielt hat? Ist das wirklich so ausschlaggebend? Wie gesagt, die Platte ist nicht schlecht, aber dass sie als einziges Jazzalbum überhaupt gewürdigt wird, ist einfach ärgerlich.

#4 - 15.12.2015, 18:51 von Plasteblogger

Die Spiegel-Liste ..

..bildet ja doch einen Konsens mit den Listen von anderen Medien. Ist ja auch klar, weil es 2015 einfach ein paar sehr gute Platten gab, z.B. Kamasi Washington. Ein paar Platten sind leider doch unter den Tisch gefallen. Wer will kann gern hier mal reinlesen http://www.plaste-blog.de/2015/12/12/2015-die-besten-platten/

#5 - 15.12.2015, 19:35 von mischamai

die Farbe der Anderen

Hab mir einmal die ganze Borcholtes angehört,also hier hat das Grauen seinen Platz gefunden.Diese Irrwege aktueller Musik noch als die Highlights des Jahres zu präsentieren,dazu gehört einfach mehr als nur wenig Sachverstand!

#6 - 15.12.2015, 20:43 von kronk

Gegenvorschläge

Es ist leicht über Musikpräferenzen zu jammern oder sich zu beschweren, weil sie dem eigenen Horizont nicht entsprechen. Konstruktiver und bereichernder wären aber Gegenvorschläge! Ich pioniere mit meinem Album des Jahres: Act IV vom The Dear Hunter. Nicht vom Prog-Etikett und der scheinenden Konzepthaftigkeit des Albums ablenken lassen - rockige und fast poppige Perlen, eingängig und doch vielschichtig, sowohl in die Tiefe als auch zwischen den Songs. Hört mal rein.

#7 - 16.12.2015, 08:37 von abby_thur

PolitRap

Was ist mit dem Trend Politrap?

"Hurra die Welt geht unter" von KIZ
"Abwasser" von der Antilopen Gang

oder auch
"Musik ist keine Lösung" von Alligatoah ?
Das sind für mich die Alben des Jahres- und ich höre sonst eigentlich fast nur Punk/Rock.

#8 - 16.12.2015, 11:43 von AliceAyres

The Epic ist für mich ebenfalls das Album des Jahres. Live hat mich weniger das „Abgespeckte“ gestört als die etwas exaltierte Sängerin.

Bei Joanna Newsom bin ich auf der Seite derjenigen, die „quälendes Jaulen“ hören. Ich habe es schon, als seinerzeit „Ys“ herauskam und alle sich vor Begeisterung überschlagen haben, nicht ansatzweise begriffen.

Erstaunt bin ich über die Wahl von The Weeknd und bewerte das eher als Vertrauensvorschuss. Tesfaye klingt zwar sehr vielversprechend (was Pop angeht). Aber auch Twin Shadow wurde ja vor nicht allzu langer Zeit schon als der neue Prince bzw. Michael Jackson ausgerufen und ich dachte bis „Confess“, das könnte was werden. Dessen diesjähriges Album war’s dann aber irgendwie nicht mehr.

#9 - 17.12.2015, 12:10 von dt17239797

Seufz, schon wieder Joanna

Schiefe Töne und eine brüchige Knödelige Stimme sind jetzt also Stimmgewalt und reine erhabene Klangschönheit. Die Musik ist durchaus interessant, allerdings muss man durch die Stimme durchhören, da Mrs Newsom die Eigenschaft hat alles ohne Punkt und Komma zuzusingen. Wer verschrobenen Folk mag, dem lege ich lieber Sufjan Stevens nahe. Der lässt seiner wundervollen Musik noch Raum zum Atmen.

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