Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Kultur

Antwort auf Augstein: Der Doppelpass ist nur ein Zwischenschritt

DPA War die doppelte Staatsbürgerschaft für Türken ein Fehler? Angesichts demonstrierender Erdogan-Anhänger in Köln meinte unser Kolumnist Jakob Augstein: Ja. Hier widerspricht ihm der Autor Imram Ayata.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 1/18   10  
#1 - 08.08.2016, 11:28 von RamBo-ZamBo

.

Doppelte Staatsbürgerschaften sind generell abzulehnen. Man muss sich schon für einen Staat entscheiden, mit allen Vor- und Nachteilen.

#2 - 08.08.2016, 11:32 von M. Michaelis

Der Kommentar liefert leider nichts was für die doppelte Staatsbürgerschaft spräche.

Solange das Konzept von Staatsangehörigkeit und Staatsbürgerschaft existiert macht eine doppelte Staatsbürgerschaft weder logisch noch psychlogisch Sinn.

#3 - 08.08.2016, 11:33 von ADie

Die doppelte Staatsbürgerschaft ist trotzdem ein Fehler

Entweder entwickelt sich die Türkei hin zu Europa, dann braucht man sowieso keine zwei Staatsbürgerschaften. Oder die Türkei entwickelt sich weg von Europa, dann müssen sich die türkisch-stämmigen Mitbürger sowieso entscheiden, zu welchen Werten sie stehen wollen. Wenn es die türkischen Werte sind, sollten sie keine deutschen Staatsbürger mehr sein.

#4 - 08.08.2016, 11:33 von gluonball

Witzig, nicht ein Argument für die doppelte Staatsbürgerschaft. Die doppelte Staatsbürgerschaft in der EU ist natürlich auch falsch, also kein Argument. Willkommen im neuen Journalismus.
Entweder doppelte Staatsbürgerschaften für alle oder für keinen, so einfach ist das.

#5 - 08.08.2016, 11:33 von lorett60

klare aussage

Wer im Zweifel links sein will versteht, dass Menschen durch demokratisches Mitmachen zu Staatsbürger werden, nicht durch Passentzug. Wer gibt angesichts brennender Flüchtlingsheime und rassistischer Gewalttaten seinen zweiten Pass auf? Augstein hat sich geirrt. Den Kampf um Herzen und Hirne aller in Deutschland lebenden Menschen gewinnt man durch Besteuerung der Superreichen und ihrer Konzerne, europäische Lösungen gegen Schlupflöcher und Ausbau betrieblicher Mitbestimmung

#6 - 08.08.2016, 11:34 von zu spät

Ein

Einwanderer erklärt uns warum wir Einwanderung brauchen. Könnte dahinter Eigeninteresse stehen?

#7 - 08.08.2016, 11:39 von lemmy

Die deutsche DNA

DNA. Wer mit solchen Begriffen hantiert, sollte per se vorsichtig sein. Ganz schnell gerät man da in ein Fahrwasser, in das man besser nicht gekommen wäre, werter Autor. Somit betreiben Sie nämlich genau das, was Sie Herrn Augstein vorhalten: eine Homogenisierung eines ganzen Landes und seiner Menschen. Doch die sind ebenso heterogen und in ihrer Meinung zur Einwanderung sehr unterschiedlicher Auffassung. Und das ist auch gut so. Leider gibt es diese Meinungsvielfalt im System Erdogan nicht. Und genau deshalb ist es befremdlich zu sehen, dass da Leute auf die Straße gehen, denen die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen wurde, um dann für ein System zu protestieren, das quasi ein Gegenentwurf zum deutschen Grundgesetz darstellt. Und Sie, werter Autor, können nicht bestreiten, dass über 80 % ihrer in Deutschland lebenden türkischen Landsleute aus Erdogan Anhängern besteht.
Da darf man dann das System der doppelten Staatsangehörigkeit getrost in Frage stellen. Denn ein Pass ist weit mehr als ein Stück Papier. Den kausalen Zusammenhang haben Sie hier übrigens geschickt versucht zu verdrehen. Es gibt ihn dennoch.

#8 - 08.08.2016, 11:41 von Wellenreiterin

Zirkelschluß

>> Dass tausende AKP-Anhänger in Köln auf die Straße gehen, hat übrigens weit weniger mit der doppelten Staatsbürgerschaft, sondern mit dem Erstarken des politischen Islam und dem Abdriften der Türkei in eine Erdogansche Autokratie zu tun.

#9 - 08.08.2016, 11:44 von schreckgespenst

Blubb

In Zeiten der Globalisierung verschwinden Grenzen und Staaten für Eliten. Der "einfache Mann von der Straße" wechselt i.d.R. nicht einfach sein Land und seine Staatsangehörigkeit. Stattdessen lebt er sein restliches Leben mit den (negativen) Auswirkungen der Globalisierung.

Aktuell sieht man doch, dass sich viele türkisch stämmige Menschen in Deutschland weder als Deutsche noch als Weltbürger sehen. Sie fühlen sich als Türken, ihr Bezugspunkt ist die Türkei. Wieso sollte man diesen Menschen noch mehr Mitgestaltung in und für Deutschland ermöglichen.

Ihr gefühlter "Idealstaat" existiert bereits mit der Türkei und ihrem Führer Erdogan. Die mit der deutschen Staatsbürgerschaft verbundenen Rechte verwenden sie, um Deutschland "ihrem" Land Türkei anzugleichen.

    Seite 1/18   10