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Aufwachsen in der Favela: Kinder im Krieg

picture alliance/ United Archiv Räuber und Gendarm mit Vaters Revolver, Polizistenmord als Streich: Geovani Martins erzählt in "Aus dem Schatten" von einem Brasilien, in dem die Kleinen lernen, dass nur das Recht des Stärkeren zählt.
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#1 - 17.04.2019, 00:18 von masterjam

frappierend genaues Abbild von Brasilien unter dem neuen Präsidenten Jair Bolsonaro?

Wenn das Buch vor über einem Jahr erschienen ist und der neue Präsident seit Januar 2019 im Amt ist, macht diese Aussage dann Sinn: „frappierend genaues Abbild von Brasilien unter dem neuen Präsidenten Jair Bolsonaro“?
Die Situation war in Brasilien niemals anders (vielleicht vor dem 2. Weltkrieg) - egal ob Linke Regierungen (unter Lulas PT) oder rechtsgerichtete Regierungen an der Macht waren. Ich kann das glaube ich gut beurteilen - ich wohne hier.
Also: lieber erst recherchieren, dann denken, danach schreiben und Polemik vermeiden.
Better next time, Spiegel-Team...
Kleiner Tipp: „an der Copacabana“ gibt es nicht. Copacabana ist der Name des Stadtteils, nicht des Strandes oder der Küstenpromenade (die heißt „Avenida Atlântica“) ;-)

#2 - 17.04.2019, 00:27 von Eine Stimme der Vernunft

Dieser Artikel stellt das Leben in Rio de Janeiro völlig falsch da

Ich lebe seit 15 Jahren zu großen Teilen in Rio de Janeiro, seit vielen Jahren in Copacabana. Das Leben hier ist wunderbar. Ich persönlich finde es sicherer als in manchen Gegenden in Hamburg, wo meine Mutter noch wohnt und wo ich auch noch häufig bin. Copacabana hat offene Straßen , gleicht eher einer europäischen Großstadt, wo Wohnungen und einkaufen und Gastronomie zusammen sind und ineinander übergehen. Man lebt hier ziemlich entspannt und in den Favelas, heute eigentlich Comunidades genannt, leben vor allen viele hart arbeitende Menschen. Nur eine Minderheit dort hat mit Drogen zu tun. Schon gar nichts ist dort schlechter geworden, wegen Bolsonaro. Nur weil er konsequenter gegen Banditen vorgehen will, ist es nicht unbedingt weniger rechtsstaatlich. Bei " Wenn die Militärs regieren, gibt es keine Drogen und keine Gerechtigkeit, wenn die Gangster regieren, gibt es immerhin Drogen. " gibt es wohl noch mehr Menschen in Deutschland, in Brasilien sowieso, die wie ich dann sagen, dann lieber die Militärs und ohne Drogen. Hört endlich auf bei SPON Rio immer so schlecht zu machen, es ist die Weltbeste Stadt zum Leben und ich kenne wirklich die Welt. Herrliches Wetter, tolle Strände, sehr freundliche lebensfrohe Menschen, nicht zu teuer. Rio ist ganz anders als es SPON regelmäßig schreibt.

#3 - 17.04.2019, 12:40 von stolte-privat

falsches Bild

In den Medien wird über die Favelas ein bestimmter Stereotyp verbreitet. Drogen, Dreck, Gewalt und Bandenkriege, ab und an schießt auch mal Polizei oder Militär dazwischen. Das die Menschen in diesen "Ghettos" aber auch hilfsbereit, kreativ und freundlich sind wird meistens unterschlagen. Ähnliches gab es in den vergangenen Jahrzehnten aber auch in Deutschland (Berlin Kreuzberg = nur Gewalt, Braunschweig West = alles voller Penner und Punker und so weiter). Es wird Zeit für eine andere Sichtweise.