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Debatte um Kreuz und Kippa: Die Grenzen des Monotheismus

DPA In Bayern sollen Kreuze in Amtsstuben aufgehängt werden. Ein gefährlicher Schritt in Zeiten, da die monotheistischen Glaubensrichtungen wieder überall auf Konfrontationskurs gebracht werden.
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#1 - 29.04.2018, 17:38 von inecht

frei von Religion = Religionsfreihet

Das deutsche Volk hat sich das Grundgesetz „ in seiner Verantwortung vor Gott“ gegeben (Präambel), ohne zu wissen, welcher Gott denn gemeint sei.
Schwere Zeiten für aufgeklärte Atheisten, die den Krieg der Irrtümer ertragen müssen.

#2 - 29.04.2018, 17:48 von apeface

Religion ist reine Privatsache!

Allerdings ist natürlich schon so, dass unterschiedliche Länder unterschiedliche kulturelle Wurzeln haben. Aber für mich steht das Grundgesetz über jeder Religion. Kreuze gehören in die Kirche - nicht in Ämter!

#3 - 29.04.2018, 17:53 von jozu2

Monotheismus ist intolerant

Da der Monotheismus andere Götter leugnet und Atheisten verteufelt, können Christentum, Islam und das Judentum nur intolerant sein - ansonsten verhalten sie sich unlogisch, weshalb das Christentum auch an Glaubwürdigkeit (zu recht) verloren hat. Deshalb neigen Christentum und Moslems auch zum Missionieren, Juden halten sich gerne für eine Elite. Traurig, wie viele Menschen schon leiden mussten, weil Menschen dem Hirngespinst eines Gottes hinterherjagen.

#4 - 29.04.2018, 17:58 von robazz

Dieser Artikel

verdient es, mehrmals gelesen zu werden!

#5 - 29.04.2018, 17:58 von gersois

Sehr gut!

Endlich einmal ein Kommentar, der diesen unreflektierten Schwätzern vom "christlichen Abendland" die Meinung geigt! ich fürchte nur, jene werden es nicht verstehen wollen.

#6 - 29.04.2018, 18:01 von Igelnatz

Heimatmuseen des Hasses...

gibt es viele. Religiöse in ideologische. Nun bin ich nicht dafür, Kreuze in öffentlichen Gebäuden aufzuhängen, aber ich möchte auch nicht besondere Rücksicht auf islamische Befindlichkeiten nehmen wie Kopftuch bei Lehrerinnen und Richterinnen und keine Hand geben o.ä... Beides ist falsch. Der Stalinismus mit gänzlichem Religionsverbot auch. Was machen wir? Moses zog 40 Jahre durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten, damit eine neue freie Generation heranwachsen konnte. So ähnlich ist das wohl jetzt auch, um im biblischen Kontext zu bleiben.

#7 - 29.04.2018, 18:11 von Max Mum

Wen interessiert denn noch monotheistischen Glaubensrichtungen?

Die Aufklärung hat u.a. aufgedeckt, dass Gott ein Geistesgespinst der Menschen ist. Siehe Ludwig Feuerbach: "Die Menschin erschuf Gott nach ihrem Bilde" :-).

Es sei jedem gestattet, seinen Spinnereien nach zuhängen, aber es ist evident, dass das dunkle Altertum und das finstere Mittelalter vorbei sind. Aber interessant, wie der Spiegel sich von der Aufklärung abgewandt hat und nun Götzenglauben betreibt. Jetzt erklärt sich, warum er immer den Traktaten von religiösen Wirrköpfen gleicht.

#8 - 29.04.2018, 18:14 von dr.joe.66

Keine Christen...

Die Kreuzfahrer waren irre-geleitet, viele von ihnen waren Abenteurer im negativsten Sinne und viele weitere schlicht irre. Christen waren sie nicht. Jeder Kirchenführer, der Gewalt predigt, ist kein Christ. Denn Gott will etwas ganz anderes von den Menschen, die ihm folgen wollen...
Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst (Jesus). Du sollst nicht töten (Gott). Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Haus... (Gott). Diese Zitate aus der Bibel sind die fundamentalsten Bibel-Worte überhaupt: Die Zehn Gebote und die Auslegung der Zehn Gebote durch Jesus.
Wer sich Christ nennt, und diese drei Dinge nicht befolgt, der ist ein Lügner. Leider haben die Kirche und einzelne Menschen im Namen Gottes unglaublich viel Unheil über diese Welt gebracht, und tun dies noch heute.
Aber das ist nicht die Schuld der Bibel, oder die Schuld Gottes. Das haben allein die Menschen zu verantworten. Vor sich selbst, vor anderen Menschen, hoffentlich vor ordentlichen Gerichten, und am Ende auch vor Gott.
Sollte ich einmal als Christ mit jüdischen Wurzeln angegriffen werden, dann hoffe ich, dass ich so reagiere wie Jesus es gesagt: Liebe deine Feinde, tue wohl denen die dich hassen, segne die dich verfluchen.
Wer das tut, der ist Christ. Alles andere ist Religion, die die Bibel für ihre Zwecke missbraucht, egal unter welchem Namen.

Ansonsten, lieber Herr Diez, ein sehr guter Artikel. Vor Allem Ihr Satz, dass man Menschen nur dafür verurteilen darf, was sie tun, der ist sehr weise!

#9 - 29.04.2018, 18:25 von diorder

Legitimation der Staaten

Wie kann sich der moderne Staat noch legitimieren, wenn selbst der Glaube an den permanenten Fortschritt durch Wissenschaft, Bildung und Technik nicht mehr hinreicht, weil die Resourcen des Planeten Erde endlich sind. Auch die Aufklärung allein reicht nicht nicht mehr. Ein gemeinsames Weltethos ist dringend erforderlich. Gemeinsam nicht gegeneinander.

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