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Flüchtlingspolitik: Die Toten des Seehofer-Putsches

AFP Mit seiner Agitation gegen Merkel befördert Seehofer eine Politik, die Tausende von Opfern fordern wird. Er kann sich dabei auf Intellektuelle wie Rüdiger Safranski berufen, islamophobe Vorboten aus der Mitte des akademischen Milieus.
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#1 - 17.06.2018, 09:39 von hadermhle

Putsch? Echt jetzt...?

Der Autor möge seinem Schöpfer danken, dass er noch keinen echten Putsch miterleben musste! So langsam machen sich manche linke "Intellektuelle" einfach nur noch lächerlich. Klar, Seehofer und die CSU sind Schuld daran, wenn im Mittelmeer Afrikaner ertrinken. Geht's noch? Mal eine blöde Frage, Herr Dietz - leben Sie CO2-neutral? Falls nicht, falls Sie stattdessen vorziehen, alle oder einen Großteil der Annehmlichkeiten unserer Technologieorten Zivilisation in Anspruch zu nehmen (und ich denke nicht, dass Sie z. B. den Kommentar in Steintafeln geritzt per berittenem Boten an den Verlag geschickt haben), dann sind sie mitschuldig an zigtausenden Kkimaflüchtlingen und -toten. Was sagen Sie, diese Behauptung sei an den Haaren herbeigezogen? Auch nicht mehr als Ihr verqueres Geschwurbel. Denken Sie das nächste Mal an Ihr Glashaus, bevor Sie mit Steinen werfen.

#2 - 17.06.2018, 09:45 von markus.pfeiffer@gmx.com

Zwei krasse inhaltliche Klöpse schon in der Überschrift

Meistens stimme ich Ihrer Meinung weitgehend zu, Herr Diez.
Dieses Mal hat mich die Überschrift (in Zusammenhang mit dem Bild) so wütend gemacht, dass ich den Artikel kaum überflogen und nicht wahrgenommen habe, was Sie schreiben.
Die Gründe: Wenn an der deutschen Grenze Flüchtlinge zurückgewiesen werden, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, dann werden diese deswegen nicht im MIttelmeer ertrinken, denn sie sind ja schon in Europa und w erden kaum zurückfahren (und schon gar nicht in einem Flüchtlingsboot zurück übers Meer nach Afrika). Außerdem dürfte es mittelfristig eher einige von der Überfahrt von Afrika in Richtung Europa abhalten, wenn sich herumspricht, wie schwer man nach Deutschland weiter kommt; D.h. tendenziell eher weniger Tote.

Wichtiger finde ich aber mein erstes Argument: Nur, weil an den deutschen Grenzen (berechtigt) zurückgewiesen wird, wird deswegen kein Mensch auf dem Mittelmeer ertrinken; diesen Zusammenhang durch die Formulierung der Überschrift (in Verbindung mit dem Bild) herzustellen, erinnert an die Fake-News - Techniken von Breitbart etc. und verleumdet den betroffenen Politiker aufs übelste.

#3 - 17.06.2018, 09:53 von Steffen Gerlach

Und die Begründung?

An welcher Stelle, Herr Diez, begründen Sie denn Ihre groß aufgehängte Behauptung, eine Änderung der Flüchtlingspolitik im Sinne der "Putschisten" zöge mehr Tote im Mittelmeer nach sich statt weniger? Zitat: "Die Toten des Seehofer-Söder-Putsches, die Zahlen sind zukünftig und schwer abzuschätzen, mehrere Zehntausend sind bislang auf der Flucht nach Europa umgekommen, sind oft Futter für die Fische." Eben. Die Zehntausenden sind sind das Ergebnis der bisherigen Politik und damit ja wohl eher noch Merkel anzulasten als Seehofer. Wer das Eingehen eines lebensgefährlichen Risikos mit einem Leben im reichen Europa belohnt, begünstigt Todesfälle, sollte man meinen. Was ist Ihre Logik, Herr Diez?

#4 - 17.06.2018, 10:01 von Charlie Whiting

Warum so zynisch?

Und warum Seehofer? War/ist der Aussenpolitiker? Wie lange dauert denn der Syrien-Krieg schon, ohne dass diplomatisch irgendwas geändert hätte? Warum wird nicht gegen Schlepper in grossem Stil vorgegangen? Warum wurde der arabische Frühling bejubelt und dann nur noch zugeschaut? Deutschland darf das nicht alleine ausbaden.

#5 - 17.06.2018, 10:12 von ennieh

Wer in seinem Land

unschuldig bedroht und verfolgt wird, dem/ der soll auf jeden Fall in unserem Land Schutz gewährt werden.
Es MUSS aber auch ganz klar geprüft werden, wer und aus welchen Gründen jemand hier ins Land kommt.
Durch das unkontrollierte Einströmen zahlreicher Desperados, die hier nach ihren Regeln ihr " besseres " Überleben praktizieren, wächst nicht nur ein tiefes Misstrauen in der Gesellschaft gegen die politischen Institutionen, die die Verantwortung für die momentan herrschenden Zustände trägt, sondern geraten auch Migranten, die schon seit Jahren/ Jahrzehnten hier integriert sind und arbeiten, unverschuldet mit in diesen Strudel des Misstrauens, Ablehnung und Immer öfter auch Hass. Allein schon aus diesem Grund muss die jetzige Asylpolitik schnellstens von den Verantwortlichen neu aufgestellt werden.

#6 - 17.06.2018, 10:14 von tedesco63

An der Realität vorbei...

Langsam müssten auch die Spiegel-Redakteure verstehen, dass die Nazi-Keule nicht mehr zieht...
Seehofer hat im Kern recht und ist konform mit den meisten Ländern Europas... näher jedenfalls als Merkel und die Gutmenschen-Fraktion bei den Grünen...
über seine Art das zu kommunizieren kann man streiten, aber wenn man Merkel nicht unter Druck setzt passiert sowieso nichts und nur die AfD profitiert davon...

#7 - 17.06.2018, 10:20 von keksguru

europäische Solidarität gibt es nicht

der Spiegel verdreht die Worte ... sogar sehr. Wo bitteschön ist da eine Solidarität? Jedes zweite EU-Land weigert sich doch vehement Flüchtlinge aufzunehmen bzw. solange die Grenzen offen waren, konnte jeder nach eigenem Geschmack entscheiden, wo er leben wollte. Und als die Grenzen dicht waren, was hat Europa da gemacht? Nichts. Und nun wo Italien keine Flüchtinge mehr aufnehmen will? Da ist nichts, aber auch garnichts solidarisch im gemeinschaftlichen Sinne. Nur jedes Land so für sich.

#8 - 17.06.2018, 10:25 von j.scheunemann

Faszinierend....

...wie Sie die Verweigerung Merkels gegen eine Realpolitik und die überfälligen Reaktionen hierauf auslegen - faszinierend!

#9 - 17.06.2018, 10:25 von ich2010

leider denkt jemand, der nach geschlossenen grenzen schreit keinen millimeter weiter. wenn die grenzen geschlossen werden hat das zunäcjst mal sehr empfindliche auswirkungen auf den güterverkehr. kontrollen erschweren und verteuern den transport der ware. und das liebe freunde bezahlt der verbraucher. bitte hinterher keine beschwerden über gestiegene preise. achso und beim camping trip nach italien bitte nicht über die wartezeit an der grenze meckern. ihr wolltet es so. wenn wir geltendes asylrecht misachten und alle flüchtlinge zurückweisen, auch die, die ein recht auf asyl haben, werden die mittelmeer anrainer die häfen schliessen und was dann? der werte "christliche" europäer schaut den ärmsten der armen schulterzuckend beim ersaufen zu.

wir brauchen eine lösung an der alle europäischen staaten gleich beteiligt werden und keine nationalistischen alleingänge durch die dann weitere abwehrreaktionen provoziert werden.
es werden auch in zukunft viele menschen aus ihrer heimat fliehen. geschlossene grenzen werden das nicht verhindern. europa findet entweder eine halbwegs humanitäre lösung oder wir können uns dann jeden tag in den nachrichten menschliche dramen anschauen. niemand erwartet, dass alle bedingungslos aufgenommen werden. es sollte einfach nur geltendes asylrecht umgesetzt werden. und zwar in allen europäischen ländern.

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