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Flüchtlingspolitik: Die Toten des Seehofer-Putsches

AFP Mit seiner Agitation gegen Merkel befördert Seehofer eine Politik, die Tausende von Opfern fordern wird. Er kann sich dabei auf Intellektuelle wie Rüdiger Safranski berufen, islamophobe Vorboten aus der Mitte des akademischen Milieus.
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#90 - 17.06.2018, 19:34 von waldschrat_72

Kapp-Lüttwitz-Putsch ? Herr Diez bitte..

..geht´s vielleicht auch eine Nummer kleiner ? Den amtierenden Bundesinnenminister in einem Atemzug mit preußischen Junkern und prä-nationalsozialistischem Treiben zu nennen. Im Kontext der Herausforderungen unserer Zeit. Jedoch leider recht zusammenhanglos. Es ist eine Kolumne. Trotzdem ein ziemlich starkes Stück. Finde ich zumindest.

#91 - 17.06.2018, 20:34 von kpkuenkele

Manche Kommentare...

... sind es ncht mal wert, dass man sie ignoriert. Ehrlich: Das Eintreten demokratisch gewählter Politiker in ihrer demokratisch legitimierten Rolle (Minister) für die Politik, für die sie gewählt wurde, soll ein PUTSCH sein?!? Nur weil dies nicht die Meinung der Kanzlerin ist, die in Deutschland vom Parlament und nicht vom Bürger gewählt wird und jederzeit durch das im GG vorgesehene demokratische Mittel des konstruktiven Misstrauensvotums ersetzt werden kann? Irre.

#92 - 17.06.2018, 20:35 von im_ernst_56

Vergleich mit dem Kapp-Putsch "perfekt"?

Zitat von helmutschoenn
es gibt nicht viele, die die Wahrheit so klar formulieren können oder wollen. Der Vergleich mit dem Kapp-Putsch ist perfekt. Aber die meisten Leser können mit diesen historischen Vergleichen wahrscheinlich nichts anfangen, da ihnen das Wissen dazu fehlt. "Den Unwissenden fällt es signifikant leichter, sich radikal zu verhalten"
Wenn Sie so historisch belesen sind, dann sollten Sie mal die Richtigkeit des Vergleichs näher begründen. Der Kapp-Putsch richtete sich gegen die von SPD, Zentrum und DDP getragene Regierung unter Gustav Bauer (SPD) und auch gegen die Weimarer Demokratie als solche. Die Putschisten wollten militärisch-gewaltsam gegen die Regierung Bauer vorgehen. Das militärische oder gewaltsame Vorgehen gegen eine legitime Regierung mit dem Ziel ihres Sturzes ist gerade das Wesensmerkmal eines Putsches. Einen Konflikt über Sachfragen innerhalb der Regierung als Putsch zu bezeichnen ist m.E. sowas von daneben, dass es schon fast weh tut. Vor allem wenn dieser Vergleich von jemandem kommt, der glaubt in der Geschichte besonders bewandert zu sein. Wenn Sie meinen, das die Vergleichbarkeit darin besteht, dass Seehofer aus Bayern kommt, "rechts" ist und sich mit einer Regierung anlegt, an der die SPD beteiligt ist, macht den Vergleich historisch nicht richtiger. Horst Seehofer mit Wolfgang Kapp und Freiherr von Lüttwitz zu vergleichen, ist absurd.

#93 - 17.06.2018, 21:54 von fortelkas

Diez liegt

.....mit seiner Analyse völlig richtig. Aber bleiben wir nicht in der historischen Vergangenheit: Europa wird es offenbar nicht schaffen, einen humanen Weg in der Flüchtlingsfrage zu gehen, aber kleine Schritte wären möglich. Die Regierungsparteien starren auf die Flüchtlingsfrage wie das Kaninchen auf die Schlange, die anderen drängenden politischen Fragen bleiben auf der Strecke. Aber es gibt ja nicht nur einen Seehofer in der Regierung, es gibt ja auch noch die SPD, die versprochen hat, sich zu erneuern. In der Regierung tut sie treu und brav ihre Pflicht, wie immer, in keiner Wahl wird sie dafür belohnt werden, weil ein einziges Thema Deutschland zur Zeit mehr im politischen Vordergrund steht als die Flüchtlingsfrage. Nur, die SPD muss sich auch mal äußern, das wäre noch nicht die Erneuerung, das braucht Zeit. Die Neofaschisten um die AfD gewinnen in Umfragen, das ist alarmierend: Die politische Linke in Deutschland hat den politischen Kampf noch nicht aufgenommen, es wird Zeit. Seehofer und die CSU machen nur noch Wahlkampf, das gilt es zu entlarven und zu bekämpfen.
Erwin Fortelka

#94 - 17.06.2018, 22:45 von seinedurchlaucht

Kein Putsch

Seehofer hat als einer der wenigen das Wahlergebnis des vergangenen Septembers verstanden. Der Autor meint weiterhin allen ernstes, dass Seehofer verantwortlich für Tote sei. Wieviel Flüchtlinge sollen wir denn aufnehmen? 100 Millionen? Oder gleich 500 Millionen? Es ist Zeit, dass man dieses Thema mit mehr Realismus angeht. Und vor allem klärt, ob die Bevölkerung das alles bezahlen möchte.

#95 - 18.06.2018, 23:27 von pennywise

Das ist der grobe Keil

den der grobe Klotz Seehofer verdient.
Sein permanent heimatlisch völkische Getöse hat die bräunliche Suppe AfD salonfähig gemacht.
Jetzt in wilder Panik um sich zu sclagen ist ein Putsch.
Und die Kanzlerin sagt hoffentlich NICHT Union schießt nicht auf Union sondern jagt den blauweißen Kasper nach München zurück.

#96 - 18.06.2018, 23:47 von rainalddassel

Es wird noch mehr kommen

Es geht das nicht am kleine Dinge wie die CSU. Es geht darum eine echte Lösung für Europa mit der kommende Zuwanderung durch die riesige Überbevölkerung aus Subsahaafrika zu finden. Es geht nicht um blauäugige Moral, die nicht real ist. Es geht auch darum dem Willen der Mehrheit der EU Bevölkerung zu entsprechen. Das ist nicht Populistisch. Das Asylrecht muß auch bewahrt werden, aber dessen Mißbrauch. Rückführungen werden nie richtig funktionieren. Daher wird außerhalb der EU Grenzen über Asyl entschieden werden müssen.

#97 - 18.06.2018, 00:30 von wynkendewild

Als Prügelknabe

Zitat von Charlie Whiting
Und warum Seehofer? War/ist der Aussenpolitiker? Wie lange dauert denn der Syrien-Krieg schon, ohne dass diplomatisch irgendwas geändert hätte? Warum wird nicht gegen Schlepper in grossem Stil vorgegangen? Warum wurde der arabische Frühling bejubelt und dann nur noch zugeschaut? Deutschland darf das nicht alleine ausbaden.
Genau das soll aber geschehen. Deutschland ist zwar nur ein ziviler Industriestandort, eingeschnürt in ein Zivilrechtskorsett, was bedeutet, dass der Arbeit der Exekutivorgane kaum bis gar keine Bedeutung beigemessen werden darf.

Deutschland kann nichts beeinflussen oder ändern. Da man aber zu feige ist denjenigen offen die Meinung zu geigen, die diese Misere verursacht haben, sucht man sich halt den aus, der sich am wenigsten zur Wehr setzen kann.

International hatte Deutschland noch nie etwas zu sagen...

MfG:
wynkendewild

#98 - 18.06.2018, 00:38 von wynkendewild

Human in wessen Sinn?

Zitat von ich2010
leider denkt jemand, der nach geschlossenen grenzen schreit keinen millimeter weiter. wenn die grenzen geschlossen werden hat das zunäcjst mal sehr empfindliche auswirkungen auf den güterverkehr. kontrollen erschweren und verteuern den transport der ware. und das liebe freunde bezahlt der verbraucher. bitte hinterher keine beschwerden über gestiegene preise. achso und beim camping trip nach italien bitte nicht über die wartezeit an der grenze meckern. ihr wolltet es so. wenn wir geltendes asylrecht misachten und alle flüchtlinge zurückweisen, auch die, die ein recht auf asyl haben, werden die mittelmeer anrainer die häfen schliessen und was dann? der werte "christliche" europäer schaut den ärmsten der armen schulterzuckend beim ersaufen zu. wir brauchen eine lösung an der alle europäischen staaten gleich beteiligt werden und keine nationalistischen alleingänge durch die dann weitere abwehrreaktionen provoziert werden. es werden auch in zukunft viele menschen aus ihrer heimat fliehen. geschlossene grenzen werden das nicht verhindern. europa findet entweder eine halbwegs humanitäre lösung oder wir können uns dann jeden tag in den nachrichten menschliche dramen anschauen. niemand erwartet, dass alle bedingungslos aufgenommen werden. es sollte einfach nur geltendes asylrecht umgesetzt werden. und zwar in allen europäischen ländern.
Dann erklären Sie mir bitte die massive Aufrüstung der Polizei, die vielen Razzien in den Asylunterkünften, den sehr häufigen Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte.

Wo hat das denn noch was mit Humanität zu tun?

Der Rest Europas will keine Flüchtlinge aufnehmen. Da wird man keine Lösung finden.Wann begreifen die Leute das endlich.

Wenn ich Menschen aufnehme, muss ich diesen eine Zukunft bieten können. Wo sind denn die Lehrkräfte und Jobs für diese Leute und deren Familien?

Hier wäre die UN gefragt. Aber Deutschland handelt in der Flüchtlingsfrage absolut nationalistisch und gegen die europäische Gemeinschaft. Am deutschen Wesen wird die Welt nicht genesen.

Statt zu moraliseren, sollten wir anfangen pragmatisch an die Sache heranzugehen. Schließlich sind Flüchtlinge auch nur Menschen.

MfG:
wynkendewild

#99 - 18.06.2018, 00:42 von wynkendewild

Intakt

Zitat von M. Michaelis
Islamophobie impliziert eine krankhafte irrationale Angst vor dem Islam. Betrachtet man den Zustand der islamischen Welt und auch dessen Einfluss auf alle Gesellschaften in denen Muslime in relevanten Zahlen leben ist an der Angst vor dem Islam nichts irrational oder gar krankhaft. Islamophobie ist ein diffamierender Begriff der aus völliger Ignoranz der Realität gegenüber resultiert. Natürlich haben wir in Deutschland noch keinen Zustand in dem man hysterische Überfremdungsängste haben muss. Damit das aber so bleibt muss man sich bewusst sein dass der Islam derzeit ein Problem ist. Praktisch überall auf der Welt.
Der Witz ist ja bei der Sache, dass ein Deutscher eine Religion in Schutz nehmen möchte, das gar nicht nötig hat. Die muslischen Staaten sind mit die reichsten der Welt, die Familienstrukturen sind dort meistens völlig intakt und verfügen häufig über ein doch recht großen Vermögenspolster.

Da wirkt solch ein Verhalten einfach nur bizarr..

MfG:
wynkendewild

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