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Kultur

Krimi-Vote: Wie fanden Sie den Transgender-"Polizeiruf"?

MDR/ Stefan Erhard Das Finale geriet aus dem Ruder. Aber als Transgender-Melodram kam der "Polizeiruf" aus Magdeburg überraschend glaubhaft daher. Oder sind Sie anderer Meinung?
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#20 - 11.02.2019, 10:23 von anders_denker

Erstaunlich das oft so abestimmt wird wie in

"wir gaben X Punkte von 10" steht. Lasst Doch bitte diesen Satz mal weg!

#21 - 11.02.2019, 10:27 von chris4you

Spannend fand ich ihn

jetzt nicht und habe daher auch nicht bis zum Ende durchgehalten...

#22 - 11.02.2019, 10:28 von Fuscipes

Zitat von kub.os
...und dazu lernen kann er auch noch. Aber was dann zu weit geht, geht zu weit, ihm völlig Unbekanntes will dann der deutsche Michel doch nicht sehen. Passt nicht ins Weltbild. Ich möchte am Sonntagabend nur unterhalten werden, nicht mehr und nicht weniger. Wie schlüssig und realitätsnah die Handlungen sind, ist mir nicht so wichtig. Eine ständig angestrengte, zauselige, leicht stutenbissige Kommissarin zu sehen, trägt sicherlich dazu bei, öfter die Augen zu schließen. Dass der wandelbare Schauspieler M. Matschke den Tatort verlässt, ist daher äußerst bedauerlich.
Matschke ohne Schatten? Bedauerlich.

#23 - 11.02.2019, 10:46 von DerAndereBarde

Gute Frage

Zitat von uwebenkert
warum wurde der Transgender nicht von einem Transgender gespielt?
Und warum werden die Gewaltverbrecher nicht von Gewaltverbrechern gespielt? Und Taxifahrer nicht von Taxifahrern? Und IT-Nerds nicht von IT-Nerds? Nur wenn ein Weißer einen Schwarzen spielt, ist das ganz schlecht.

#24 - 11.02.2019, 10:48 von ford_mustang

Jede TerraX-Dokumentation ...

mit authentischen Einspielern von Schauspielern ist sehr viel spannender und lehrreicher. Tatorte üben sich zu oft im Spagat Krimi-Anspruch und schaffen dann nicht mal eins davon. Ich bevorzuge da lieber Produktionen der Briten und Franzosen. Intelligente Erzählstränge, mit überraschenden Wendungen, und kein privater Beziehungs-Psychobrei der Ermittler.

#25 - 11.02.2019, 11:01 von ColynCF

Zitat von titzck
Der Film war gewöhnungsbedürftig und gewöhnlich. Ich verstehe die Themenwahl bei Tatort und Polizeiruf nicht. Teufesaustreibing und jetzt Geschlechtsumwandlung und Prostitution. Müssen solche Sendungen in der Hauptsendezeit sein? Müssen Kinder, die sich abends von den Eltern zur Nacht verabschieden, so etwas wirklich sehen. Was denken sie? Bekommen sie keine Angst? Die Gremien der ARD müssen sich mit diesen Fragen beschäftigen.
Die Eltern müssen sich mit der Frage beschäftigen ob sie ihre Kleinen vor den Fernseher sitzen lassen. Die elterliche Verantwortung ist nicht zum verschieben da, schon gar nichrt an irgendwelche ominösen Fernsehgremien. Beim Tatort weiss man, dass es um Mord und Totschlag und die dunklen Seiten des Menschen geht.

Den Polizeiruf fand ich eher schwach. Angstpotential eher gering. Außer vielleicht bei Kindern.

#26 - 11.02.2019, 11:05 von ancoats

Tja... Richtig schlecht war der nicht, aber eben auch meilenweit entfernt von "sehenswert". Gut, es gab jetzt auch mal eine Transgender-Verdächtige, aber wirklich ernst genommen wurde deren spezifische Lage und das daraus möglicherweise erwachsene Motiv dann doch nicht. Für die Story war das Transgender-Sein deshalb ziemlich unerheblich - außer daß es den Zuschauenden eine weitere Quizfrage eröffnete: Ist die Darstellerin selbst transgender oder nicht? (Definitiv nicht, würde ich sagen. Auch so ein Punkt: warum eigentlich nicht?) Die im letzten Viertel arg überraschend aus dem Ärmel gezauberte Auflösung wurde ja bereits in der Kritik angeführt; vielleicht bin ich ja schwer von Begriff, aber warum mordete der Polizeityp jetzt noch mal genau...? Mhm. Ich habe iüberdies grundsätzlich ein Problem mit den Figuren, allen voran "Frau Brasch". Deren zumeist übellauniges und patziges Gehabe, z.B. gegenüber Vorgesetzten, ist gemeinhin durch nichts in der Story motiviert und wirkt manchmal geradezu pubertär; im wirklichen Leben sehe sich so jemand wahrscheinlich mindestens Abmahnungen, wenn nicht mehr gegenüber. Und bei Herrn Matschke, so sympathisch er mir auch prinzipiell ist, scheint zumindest bei mir immer der Comedian-Darsteller durch, Bart und strenges Gesicht hin oder her. Kein wirklich glaubhaftes Team also. Und schließlich: die Tonabmischung kann man nur dilettantisch nennen: so etwas kommt allerhöchstens noch einigermaßen in einem elaborierten, kinomäßigen Soundsetting rüber (ich bezweifle allerdings auch das); für die verbreitete Wohnzimmerkonstallation war das eine Zumutung aus brüllendem Musiksound in Kombination mit im Vergleich sehr leisen (vor allem Brasch) Stimmen. So geht das nicht, liebe Leute, das ist hanebüchen schlecht gemacht. Kein Mensch hat Bock, einen Film mit dem Finger auf der Lautstärkeregelung anzusehen. Oder wahlweise die Nachbarn zu terrorisieren. Wo lernt man so etwas, bzw. wo eben nicht? Insgesamt also: höchstens und mit sehr viel gutem Willen 6 von 10.

#27 - 11.02.2019, 11:06 von ColynCF

Zitat von uwebenkert
warum wurde der Transgender nicht von einem Transgender gespielt?
Das hab ich mich allerdings auch gefragt. Schon deswegen tendierte die Glaubwürdigkeit gegen 0. Gibt nun wirklich genug echte Transgender Schauspieler in der TV-Landschaft. Aber vielleicht haben die ja alle wegen des schlechten Plots abgesagt.

2/5

#28 - 11.02.2019, 11:12 von ColynCF

Zitat von DerAndereBarde
Und warum werden die Gewaltverbrecher nicht von Gewaltverbrechern gespielt? Und Taxifahrer nicht von Taxifahrern? Und IT-Nerds nicht von IT-Nerds? Nur wenn ein Weißer einen Schwarzen spielt, ist das ganz schlecht.
Blöder Vergleich (bis auf den letzten). Taxifahrer und Gewaltverbrecher sind nicht an äußeren Faktoren erkennbar (Nase, Mund, ...). Transgender kann man aber eben doch von echten Frauen unterscheiden. Ein Transgender ist eben nicht nur eine herbe Frau. TGs finden das wahrscheinlich schade, weil sie dadurch eben häufigen Diskriminierungen ausgesetzt sind, aber so ist das nun mal.

Weiße, die schwarze spielen ist natürlich auch komplett daneben. Außer bei Schüleraufführungen von Othello, wenn man keinen Schwarzen in der Klasse hat. Da bleibt einem halt nix übrig. Keine Ahnung wie man sowas heute lösen kann.

#29 - 11.02.2019, 11:20 von Fuscipes

"Angstpotential eher gering", wenn man Härteres gewöhnt ist und subtiles Knistern nicht spürt.

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