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Neuer "Asterix"-Band:: Witze, die fallen wie Pferdeäpfel

Les Éditions Albert René/ Ehapa Eine Hülle ohne Herz: Warum sich der neue Band "Asterix in Italien" als Enttäuschung entpuppt - und wie die Reihe der Genialität des Originals vielleicht wieder näher kommen könnte.
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#1 - 19.10.2017, 15:30 von Corni

Vong - endlich auch bei Spiegel Online!

Er muss Empfindliches schützen (1 spanisches Kind, 1 Fass Zaubertrank, 1 kleinen Architekten) [...]

Das ist einfach echt peinlich. Vielleicht sollte sich Herr Vernes (Beruf: Buchautor!) mal 1 Duden kaufen.

#2 - 19.10.2017, 15:32 von schwabenstreich

Der deutschsprachige Übersetzer...

ist für den Wortwitz verantwortlich.. lesen Sie Asterix im Origna (oder andere Bücher)l... dann verstehen Sie was ich meine..man kann Sprachen nicht mit Google Translator übersetzen... was in anderen Sprachen lustig ist... ist dies Übersetzt nicht unbedingt.

#3 - 19.10.2017, 15:51 von bonnerbär

Lieblos

Das Thema hätte mehr Potential geboten. So aber ist die ganze Story flach und vorhersehbar.

#4 - 19.10.2017, 15:52 von c.PAF

Ja, Asterix war viele Jahre gut. Den letzten Asterix, den ich mir gekauft habe (Papyrus des Cäser?), habe ich 2x in die Hand genommen, es aber nur bis zur fünften Seite geschafft und dann traurig weggelegt. Nach langem Siechtum war "mein" Asterix nun endgültig gestorben.

Nachdem mich Asterix seit meiner Jugend begleitet hat, ist nun, 40 Jahre später, endgültig Schluß. Der Papyrus wird ungelesen bleiben, und das neue Heft (und weitere Hefte) werden nicht mehr gekauft werden. Schade und Asterix, aber es bleiben ja die alten, teilweise echt genialen Hefte.

#5 - 19.10.2017, 15:53 von wjatscheslaw_m._steiner

Asterix ist mit Goscinny gestorben

Genialität lässt sich nun mal nicht kopieren.
Auch die ersten Bände, die Uderzo allein machte, kamen nicht einmal ansatzweise an die Qualität ihrer Vorgänger heran. Aber zumindest waren sie noch lesbar und blieben den Charakteren halbwegs treu. Ab "Obelix auf Kreuzfahrt" habe ich die Welt der Gallier nicht mehr verstanden. Und die letzten Bände waren flacher als das Wattenmeer. Heute scheint es nur noch ums Abkassieren zu gehen. 12 Euro für ein Softcover sind vollkommen indiskutabel.

Ich freue mich, dass es den alten Asterix gegeben hat.

#6 - 19.10.2017, 15:53 von marthaimschnee

Erwartungshaltung?

Mit welchen Erwartungen geht der Autor denn an dieses Werk? Wobei überhaupt Erwartungen zu haben, schon der erste Schritt ist, um enttäuscht zu werden.

PS: Methusalix war schon immer der frivol-renitente Musterrentner

#7 - 19.10.2017, 16:00 von Pless1

Verriß ohne Vorbereitung

Mag sein, dass der neue Band schlecht ist, noch habe ich ihn nicht. Aber wenn man ein Werk schon so verreißt sollte man sich wenigstens vorbereiten. Der Autor gibt freimütig zu, dass er beide vorherigen Bände der neuen Autoren nicht gelesen habe. Peinlich ist ihm das offenbar nicht. Das ist zwar keine Bildungslücke, aber wenn man das Werk einordnen will - und nichts anderes tut er hier, dann wäre deren Lektüre eine Pflichtvorbereitung gewesen. Scheint ja ein toller Comic-Experte zu sein.

Beide vorherigen Bände waren höchst unterschiedlich: die "Pikten" ein ziemlich plattes Werk das nahtlos an die späten und leider auch schlechten Bände von Uderzo anknüpfte. Dann aber "Der Papyrus des Cäsar" - einer der besten Asterixbände überhaupt, mindestens aber seit Jahrzehnten. Asterix wieder mit Bezug zur Erlebniswelt seiner Leser! Dort hätte man anknüpfen müssen.

Themen hätte es reichlich gegeben:

- Man hätte Bezüge zur Flüchtlingskrise aufnehmen können, möglicherweise vor dem Hintergrundmotiv "Hannibal ante Portas" oder der Völkerwanderung.
- Man könnte sich auch den großen Häuptling Blondix vorknöpfen, der "sich seinen Schnurbart vor die Stirn geklebt hat".
- Man könnte die EU persiflieren und einen Band "Der Rat der Häuptlinge" daraus machen.
- In einem Reiseband gen Osten (Asterix bei den Slaven) könnte man sich Orban, die Polen-Bande und natürlich den großen Häuptling des Ostens zur Brust nehmen.
- Auch "Gender" wäre ein witziges Thema für Asterix. Ein bisschen klang das ja mal bei "Asterix und Maestria" an, aber eher schlecht als recht mit reichlich "Altherrenwitz".

#8 - 19.10.2017, 16:17 von myrkskog

Nostalgie

Für mich hat Asterix auch etwas mit Nostalgie zu tun.
Es war die erste Comicserie welche ich durch meinen Vater kennengelernt habe.
Die Alben habe ich verschlungen bis diese zerfleddert waren.
Ein neuer Asterix bedeutet daher aber auch eine Reise zurück in die Zeit bei der ich diese
Art von Unterhaltung kennen und lieben gelernt habe.
Daher heute gleich gekauft und jetzt wird der Band gelesen.
Kann sich noch jemand an den deutschen Asterix "Karl" erinnern?
Diese Serie habe ich durch die jetzt gestartete Neuauflage als Gesamtausgabe auch wieder für mich entdeckt.
Anders wie Asterix war diese Serie ja Jahre von der Bildfläche verschwunden.
Jedenfalls freue ich mich auch heute noch auf neue Geschichten aus dem Asterix Universum.
Von daher: Weitermachen

#9 - 19.10.2017, 16:26 von ge1234

So isses...

Zitat von wjatscheslaw_m._steiner
Genialität lässt sich nun mal nicht kopieren. Auch die ersten Bände, die Uderzo allein machte, kamen nicht einmal ansatzweise an die Qualität ihrer Vorgänger heran. Aber zumindest waren sie noch lesbar und blieben den Charakteren halbwegs treu. Ab "Obelix auf Kreuzfahrt" habe ich die Welt der Gallier nicht mehr verstanden. Und die letzten Bände waren flacher als das Wattenmeer. Heute scheint es nur noch ums Abkassieren zu gehen. 12 Euro für ein Softcover sind vollkommen indiskutabel. Ich freue mich, dass es den alten Asterix gegeben hat.
.... genauso! Allerdings begann m.E. schon mit "Der große Graben" der Anfang vom Ende, was danach kam, war nur noch traurig Wie so oft hatte man mal wieder das rechtzeitige Ende eines großartigen Erfolges verpasst, bevor es nur noch peinlich wurde! Und ja, auch ich erfreue mich immer noch an den alten Asterix-Bänden!

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