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Kultur

Neues Rammstein-Album: Ein geiles bisschen Horrorshow

Jes Larsen Mit "Deutschland" inszenierten Rammstein ihre Rückkehr - und sorgten für einen Eklat. Jetzt folgt das neue Album: Das R rollt, die Gitarren bratzen, es geht um Sex, Gewalt und "Ausländer". Ist das skandalös? Mhm. Eher witzig.
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#1 - 14.05.2019, 07:40 von ogg00

kürzer gesagt

Kürzer gesagt bedienen sich Ramstein weiter beim Crossover der 90er und damit sie gesehen werden, nehmen sie jede naheliegende Provokation mit. Marilyn Manson ist dann eher der Vergleich. Klappt halt nur nicht ewig.

Mehr in die Jungs reinhudeutem, nimmt sie schon viel zu ernst und wichtig, sorry.

Und so gar keine neue Ideen zu haben, ist dann auf Dauer eben doch bald mal zu wenig.

#2 - 14.05.2019, 08:06 von sekundo

Diese pösen, pösen

Macker aus Magdeburg haben mittlerweile
ihren Härtegrad so weit überzogen, dass
der nur noch unfreiwillig komisch wirkt. Und
den Grunzer Till Lindemann als Sänger
anzupreisen, ist schon waghalsig.

#3 - 14.05.2019, 08:13 von meera91

Ach diese Kritik gibt es doch jedes Mal...

"...und positioniert sich und seine Band dann im Refrain so eindeutig wie noch nie zuvor..."

Und der ganze Song Links 2 3 4 wird völlig vergessen? Diese Band hat sich schon immer klar von der rechten Szene distanziert. Anders als bei Onkelz und Co. hat auch niemand von denen eine gruselige Rechtsrock-Vergangenheit.


Sie wollen mein Herz am rechten Fleck
Doch sehe ich dann nach unten weg
Da schlägt es in der linken Brust
Der Neider hat es schlecht gewusst

Langweilige Kritik, die auch vor 20 Jahren hätte geschrieben werden können...

#4 - 14.05.2019, 08:22 von robert_müller

einfach nur ein wenig Spaß

Rammstein Konzerte sind wie ein Besuch in einem Swingerclub. Eine kurze flucht aus dem langweiligen Alltag in "schmutzigen", sinnbefreiten aber obergeilen Sex. Mir macht es Spaß!!
Wer auf "Blümchensex" steht, sollte dann lieber auf ein intellektuell ansprechendes Jazz- oder Liedermacherfestival gehen.

#5 - 14.05.2019, 08:24 von sekundo

Ooooch!

Zitat von meera91
"...und positioniert sich und seine Band dann im Refrain so eindeutig wie noch nie zuvor..." Und der ganze Song Links 2 3 4 wird völlig vergessen? Diese Band hat sich schon immer klar von der rechten Szene distanziert. Anders als bei Onkelz und Co. hat auch niemand von denen eine gruselige Rechtsrock-Vergangenheit. Sie wollen mein Herz am rechten Fleck Doch sehe ich dann nach unten weg Da schlägt es in der linken Brust Der Neider hat es schlecht gewusst Langweilige Kritik, die auch vor 20 Jahren hätte geschrieben werden können...
Nun sind die Neider schuld! Wenn man
permanent auf zwei Reifen an der
rechten Flanke entlang rauscht, darf
sich niemand wundern, wenn diese
skurrile Combo dem gesunden
teutschen Volksempfinden zugeordnet
wird. Aber dann bitte kein Geweine.
Denn merke: Ein teutscher Kerl
weint nicht!!

#6 - 14.05.2019, 08:54 von ke-zan.de

Kudos, das Warten hat sich gelohnt

... weil -> Artikel wird dem Album gerecht wie "Deutschland" den Erwartungen die sich bei erstmaligem Hören aufbäumten. Sehr orgiastischer Text, jeder Satz 'full of come' und voll auf die Zwölf. Erinnert mich an die Schilderungen eines damals jungen Rolling Stone Journalisten, von der Reaktion eines der Band-Mitglieder auf dessen Interview-Cue "Spiel mit der Angst" -> "wieso Angst" Unvergessen.

#7 - 14.05.2019, 09:15 von dirkhs

Rammstein

Rammstein hat immer gewaltige Texte, Shows und Videos, wobei meines erachtens die Videos und Shows die Musik sehr stark aufwerten. Bei den Songs finde kennt man ein Gitarrenriff kennt man alle Songs

#8 - 14.05.2019, 09:15 von kalle62

Schonung

Okay, Rammstein sind zuweilen ganz unterhaltsam und jeder hat mal seinen Rammstein-Moment. Dennoch: Warum wird diese unterbelichtete (sic!) Band vom Feuilleton so geschont? Die KZ-Szene im "Deutschland"-Video ist widerlich wie der ganze Clip auch, das Video und der Song "Radio" sind nicht sonderlich originell. Kreativität kann man sich eben doch nicht einkaufen. Es gilt mittlerweile schon als Leistung Rammsteins, dass sie eben keine Nazis sind und dies immer wieder in recht plumper Form kundtun. Ähm, ist das jetzt das Niveau?

#9 - 14.05.2019, 09:38 von Hexavalentes Chrom

Maschinenmarketing

Das Marketing mit seiner Forderung nach dem Immergleichen, was wir Vergewisserung nennen, macht den Fehler, keine Interpretationen des Markenkerns zuzulassen, der, im Falle Rammsteins, eben nur ein Klischee ist. Ein deutscher Frankenstein. Dieses Zusammennähen von deutschem Kulturfleisch ließe es aber locker zu, das historische Spiel nicht nur einseitig zu bespielen. Aber der Algorithmus empfiehlt eben gnadenlos: Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, kauften auch dieses. Redundanz. Erschöpfung. Stillstand. Marketing ohne Wissen. Maschinenmarketing. Strafkolonie. Da ist sie wieder.

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