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Schwangerschaft im sozialen Wandel: "Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um e

Getty Images Kinderkriegen ist Privatsache? Vielleicht als die klassische Ehe die Norm war. Aber neue Beziehungsentwürfe müssen neue Diskussionen auslösen - nicht zuletzt über Vaterschaft, findet die Politologin Antje Schrupp.
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#1 - 13.08.2019, 11:34 von t_mcmillan

Grundlegende Falschannahme

Kinderkriegen ist NICHT allein Müttersache. Kinderkriegen ist auch Vätersache. Der Fall, dass Väter Vater sein wollen, auch wenn sie die Mutter nicht (mehr) leiden können, kann sie sich nicht vorstellen? Ich finde das alles höchste bedenklich. Obwohl sie recht hat, dass man eine positive Vaterschaft nicht erzwingen kann. Aber dass Vaterschaft eine rein soziale Beziehung sein, keine biologische, das halte ich für eine grundlegend falsche Annahme.

#2 - 13.08.2019, 11:49 von No Trumpet

Ok, gar nicht soo übel

Am Anfang des Berichtes kam bei mir gleich die Galle hoch: Die Frau allein entscheidet sich für das Kind und braucht keinen Mann... aber Unterhalt darf er zahlen? Nein, eben nicht. Das ist tatsächlich konsequent. Dass sie dem Vater das Recht anerkennt, selbst zu entscheiden, ob er denn Vater sein will. Das lässt aber zwei Sachen aussen vor: 1) Was ist, wenn der Vater Vater sein will, er aber nicht gelassen wird? 2) Was, wenn das Kind den Vater kennen will (was aber natürlich jetzt schon bei Adoption und Samenspende problematisch ist).

Und rein juristisch: Das Kind hat einen Unterhaltsanspruch, auf den die Eltern nicht gegenseitig verzichten können. Ds wäre zwar gesetzlich regelbar, aber was, wenn das Kind notleidend wird und die Mutter es nicht versorgen kann?

Das ist eben nicht so einfach. Fürs Kinderkriegen brauchts eben zwei Dinge und zwei Personen haben sich hierfür auf den Austausch zu einigen. Dies kann natürlich auch ein Unfall beim Sex sein. Dennoch haben sich beide darauf eingelassen und haben die potentiellen Folgen zu akzeptieren, nämlich die Elternschaft und die Verantwortung, nach welchem Modell auch immer.

#3 - 13.08.2019, 11:55 von FritzR.

Dienstleistung für andere?

Frau Schrupp sagt, dass Frauen mit der Schwangerschaft eine Dienstleistung für andere erbringen. Das hört sich so an, als ob sie das für die Gesellschaft oder für einen Mann täten.
Falls Frau Schrupp das sagen will, irrt sie sich! Die Frau erbringt die Dienstleistung ausschließlich für das Kind!
Und das Kind hat meiner Meinung nach, unabhängig davon, was die Mutter für richtig hält, einen Anspruch auf einen Vater.

#4 - 13.08.2019, 11:57 von Querulant2010

Merkwürdiger Vorschlag

Männern wird es heutzutage viel zu leicht gemacht sich aus der Verantwortung zu ziehen. Ich verstehe auch nicht, dass es gesellschaftlich akzeptiert wird, dass Männer sich nicht um ihre Kinder kümmern. Wenn man mal diese unsägliche Frauen und Männer Diskussion einstampft und die Kinder ins Zentrum der Betrachtung setzt, kann man darauf aufbauend eine neue Gesellschaftlicheübereinkunft erarbeiten, in der beide erwachsene Geschlechter verantwortlich sind.

Männer als Samenspender zu klassifizieren geht vollständig an den Bedürfnissen der Kinder vorbei.

#5 - 13.08.2019, 11:59 von Sibylle1969

Mir ging es ganz genauso. Ich konnte mir nie vorstellen, schwanger zu sein und ein Kind gebären zu müssen. Ich hatte schon oft Alpträume, in denen ich schwanger war. Nie konnte ich mir vorstellen, ein Kind zu bekommen und dafür für rund 20 Jahre vieles von dem aufzugeben, was mir im Leben wichtig ist.

#6 - 13.08.2019, 12:01 von Taraviva

„Vaterschaft ist ein soziales Verhältnis. Sie tritt nur ein, wenn beide einwilligen.“ Vielleicht sollten Kinderlose doch zweimal durchatmen, bevor sie sich zu solchen Themen äußern. Die Autorin hat in der Rechnung schlicht das Kind vergessen.

#7 - 13.08.2019, 12:02 von plechazunga

Absurde Verwirrung

Ein Kind hat immer zwei biologische Eltern, Sie werden an der Tatsache (hoffentlich) nie etwas ändern können. Es ist eine seltsame Idee, geradezu eine absurde Verwirrung, einem Kind den Vater wegdefinieren zu wollen. Es ist ja leider traurige Wahrheit, dass eine Frau keinen Mann benötigt, um ein Kind zu entbinden. Zu viele alleinerziehende Mütter belegen dies. Es ist aber nicht ersichtlich, warum man den (und sei es nur: biologischen) Vater aus seiner Verantwortung nehmen soll. Die Eltern des Kindes müssen Ihre Verantwortung wahrnehmen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten bestmöglich für das Kind sorgen. Idealerweise tun sie das eben gemeinsam, in bald der Hälfte der Fälle aber auch getrennt. Staat und Gesellschaft können und sollen Eltern, ob sie gemeinsam oder getrennt ihren Pflichten nachkommen, ohne zweifel helfen. In welchem Umfang diese Hilfe sinnvollerweise stattfinden kann soll, kann man diskutieren. Aber dass (biologische und auch anderweitige, durch Adoption erworbene) Elternschaft Verantwortung erzeugt und man die Eltern nicht zulasten der Gesellschaft aus dieser Verantwortung davonkommen läßt, ist vernünftigerweise - nicht zuletzt im Sinne des Kindeswohls - nicht verhandelbar.

#8 - 13.08.2019, 12:07 von zimond

Wie wärs bei dem Thema Abtreibung...

...mal eher sich dafür einzusetzen das Frauen gar nicht erst ungewollt schwanger werden?!? Das ist nun wirklich nicht so schwer. Gerade in den USA hat mam das Gefühl das manche Frauen am liebsten Abtreibungen als so banale Sache ansehen wollen, dass sie eine neberher beim Starbucks machen lassen können.

Nein eine Frau ist natürlich nicht einfach nur eine Hülle zum Gebären aber ein heranwachsendes Kind ist auch nicht einfach ein Teil des Frauenkörpers sondern ein eigener über dem die Frau dann nicht mehr zu 100% selbstbestimmen kann. Daher halte ich die Regelung das eine medizinisch nicht notwendige Abtreibung nur in den ersten 3 Monaten erlaubt ist für richtig.

#9 - 13.08.2019, 12:07 von sapiens-1

Es kreist alles nur ums Denken, Fühlen, was auch immer von Frauen...

Was bin ich froh mich nie auf die Kinderfalle eingelassen zu haben...bei diesen Aussichten.
Leider ist es nunmal so, daß es fürs Kindermachen und kriegen 2 braucht, auch 2 Geschlechter und deren Verantwortung. Frau Schrupp will in ihrem Modell Männer zwar damit locken, daß sie Unterhaltsansprüche verneint, aber bezahlen muß ja schon irgendjemand um die Bedürfnisse der Mütter zu befriedigen (das Kind gehört in diesem fall ja der Mutter und ist ihr auf Geih und Verderb ausgeliefert), in dem Fall wohl die Gesellschaft. Da wünsch ich ihr dann mit ihren Mitfrauen viel Spaß, wenn sie denen erklären muß, weshalb sie für andere Kinder mitbezahlen sollten.
Das Ganze ist derartig egozentrisch aufgemotzt, daß ich nur den Kopf schütteln kann. Schon die Prämisse, die dahintersteckt, daß nur eine Frau (hier die Übermutter) über das Leben des Kindes und wie es verläuft entscheiden soll, ist völlig daneben, maximal würde noch eine andere Frau akzeptiert. Die Rechte des Kindes sich zu selbstbestimmten Persönlichkeit zu entwickeln? Braucht man nicht, Frau Mutter weiß das besser...meine Göttin, ein Glück bin ich alt genug um nicht Gefahr zu laufen, diesen Unsinn noch erleben zu müssen.

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